Die Mörder belohnen
21. November 2007 at 19:57 | In Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, Terroranschläge |Tags: Al Aksa-Märtyrerbrigaden, Ehud Olmert, Fatah, Friedensinitiativen, Oslo-Krieg
Michael Freund, 20.11.2007
Die Palästinenser haben gestern einmal mehr demonstriert, wie wirklich interessiert sie am Frieden sind, als Bewaffnete, die zu Mahmud Abbas’ Fatah gehören, einen 29 Jahre alten Israeli in Samaria im Vorbeifahren ermordeten.
Ein Sprecher der Al Aksa-Märtyrerbrigaden der Fatah reklamierte stolz deren Verantwortung für den Terrorakt und prahlte gegenüber Journalisten, es sei „eine Antwort auf israelische Verbrechen“.
Der Anschlag kam – nicht überraschend – nur Stunden, nachdem Premierminister Ehud Olmert sich mit Mahmud Abbas traf, um ihm noch mehr Zugeständnisse vor der anstehenden Konferenz von Annapolis anzubieten.
Und so hat einmal mehr die israelische Schwäche nur dazu gedient die palästinensische Aggression weiter anzustacheln. Immerhin sehen die Palästinenser, dass sie ungestraft auf Gewalt zurückgreifen und die Drohung mit Terror dazu benutzen können den jüdischen Staat noch weiter in Richtung Kapitulation unter Druck zu setzen.
Die Regierung hat auf den Vorfall so gut wie nicht reagiert; es wurde etwas von der Notwendigkeit gemurmelt, dass die Palästinenser den Terror bekämpfen müssen – als ob es 14 Jahre nach Oslo irgendeine Chance gibt, dass das passiert…
Und das ist vielleicht der verstörendste Aspekt von allen – nämlich dass niemand an der Macht auch nur auf den Gedanken zu kommen scheint, dass durch die Abgabe lebenswichtiger strategischer Aktivposten lediglich die Mörder für ihre Gewaltakte belohnen, sowie die Bühne dafür bereiten, dass immer noch mehr kommt.
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