Schaschlik

30. November 2007 at 22:56 | In kurz notiert |

Haargel ist unislamisch. Sagt die Hamas. Und schießt auf Jugendliche, die das Verbot von Haargel nicht akzeptieren wollen oder missachten. Die Meldung stammt vom 8. November. Hat es bei uns irgendjemand lesen können? Und was sagen wohl unsere hiesigen coolen türkischen Jungs dazu?

Oh, diese moderaten Araber! Sie sind so rein und die Juden sind so schmutzig, dass man ihnen nicht mal ungestraft die Hand geben darf! Und als arabsicher Außenminister in einem der moderaten, fortschrittlichen Muster-Golfstaaten muss man sich dann sagen lassen, dass man sich furchtbar beschmutzt hat, weil man der israelischen Außenministerin die Hand schüttelte!

Wollen deutsche Städte das schlechte Gewissen über die 1000-jährige Vergangenheit unter einem Landstreicherbärtchenträger (sprich: die Nazizeit samt ihren Verbrechen) abschütteln, indem sie heute Menschen mit Preisen ehren, die nicht nur den Holocaust marginalisieren, sondern auch die deutsche Komponente herunterspielen? Koschere Antisemiten stehen jedenfalls nicht nur auf den Bestsellerlisten hoch im Kurs, sondern erhalten Preise, die nach Leuten benannt sind, die sich im Grabe umdrehen würden, wüssten sie, wer da mit ihrem Namen geehrt wird. Und so erfreut sich Tony Judt weiterer 7.500 Euros steuerfreien Einkommens und einer Trophäe der Stadt Bremen (nachdem die „Friedensstadt“ Osnabrück ihr das schon vorgemacht hat), während die deutsche Antiisrael-Landschaft sich mit einem weiter hoch gehobenen jüdischen Kronzeugen gegen Israel (und das heutige Judentum) brüstet. Was davon zu halten ist, kann man übrigens bei Lizas Welt nachlesen.

Car-B-ques sind wieder mächtig in in Paris. Und wieder sieht es so aus, als sei der Auslöser die Dummheit und Kriminalität zweier „Jugendlicher“, deren Tod aber der Polizei in die Schuhe geschoben werden soll. Wenn die Jungs ohne Helme auf einem gestohlenen Crossmotorrad unterwegs waren, das nicht zugelassen war und dann noch – ohne verfolgt zu werden – in einen Streifenwagen knallen, dann kann nur die Polizei schuld sein und deshalb muss randaliert werden – wobei man natürlich Polizisten die Fresse zerschlagen muss. Und dazu gehört zweifellos auch, dass man Leuten das Auto abfackelt, die gar nichts damit zu tun haben. So wie auch die von der französischen Regierung angekündigte Untersuchung – gegen die Polizisten.

Das ist interessant: Es hat den Anschein, dass die Al-Qaida-Terroristen im Irak Geldprobleme haben. Jetzt haben sie einen Spendenaufruf verbreitet, in dem sie Engpässe in Ausrüstung, Versorgung und Unterkunft beklagen. Scheint so, dass die US-Maßnahmen im Finanzwesen (nicht nur) im Irak erfolgreich sind.

GalileoDer Blog EU Referendum hat sich etwas Niedliches einfallen lassen: Mit Hilfe von Bildern demonstriert man dort, was man vom europäischen Satelliten-Navigationssystem hält, dem man mit 1,3 Milliarden Euro ungenutzter Agrarfonds neues Leben einflößen will, nachdem die Industrie sich aus der Finanzierung zurückgezogen hat. Die EU-Kommission will das Projekt auf Teufel komm raus durchziehen. Erstaunlicherweise wird weder über die horrenden Kosten, noch über die irre Hartnäckigkeit der EU/EU-Kommission zum System berichtet wird. Bisher ist das Projekt allerdings nochGalileo nicht durchgesetzt – das EU-Parlament muss noch weitere 890 Millionen Euro genehmigen. Das hat ein Vermittlungsausschuss als Kompromiss ausgearbeitet, der noch durch den Verkehrsausschuss muss, am 3. Dezember von den Finanzministern genehmigt werden muss, worauf dann am 14. Dezember im Europarat die endgültige Genehmigung ansteht. Sollten irgendwelche Veränderungen gemacht werden, ist der gesamte Prozess ungültig und muss von vorne begonnen werden.

Eine interessante Beobachtung von Abu Khaled Toameh in der Jerusalem Post vom 27.11.07: Wie soll die Konferenz von Annapolis Erfolg haben, wenn die palästinensische Delegation praktisch aus denselben Typen besteht wie in Camp David 2000? Wenn ich dieses Schaschlik online stelle, sind wir ein paar Tage weiter und könnten schon mehr dazu sagen. Aber erwarten kann man eigentlich nicht, dass diese Leute etwas anders machen werden als vor gut sieben Jahren.

Ein selbst ernannter Oberrabbiner mit Neigung zur Holocaust-Revision neigt auch zu anderen Dingen, die nicht mit dem Stand des Titel in Übereinstimmung zu bringen ist. Wie Wien-heute.at berichtet, wurde bei einer Hausdurchsuchung in anderem Zusammenhang in der Wohnung von Mosche Ariye Friedman Thorarollen gefunden, die 2002 aus einem jüdischen Bethaus in Wien „verschwunden“ waren. Sie wurden den rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben. Die Israelische Kultusgemeinde strebt eine Wiederaufnahme des Strafverfahrens aus dem Jahr 2002 an. Hoffen wir, dass der Mann endlich als das da steht, was er ist: kriminell.

Der Vatikan hat seit ein paar Jahren diplomatische Beziehungen zu Israel. Der letzte wie auch der aktuelle Papst haben in Israel einen guten Ruf. Aber das hindert Kardinäle aus Rom nicht unbedingt daran, Dünnschiss von sich zu geben. So auch dieser hier, Cardinal Renato Martino: „Palästinensische Flüchtlinge haben, wie alle Flüchtlinge, ein Recht auf Rückkehr in ihr Heimatland.“ Die Reuters-Meldung fährt fort: Martino stellte nicht klar, ob er meinte die Flüchtlinge hätten ein Recht auf Rückkehr in ihre Häuser dort, wo heute Israel ist, oder in einen entstandenen palästinensischen Staat. Na ja, wenn der Herr Kardinal von „Rückkehr“ redet, dann meint er wohl Rückkehr, würde ich mal vermuten. Und wenn er nicht klar sagt, ob das in Israel oder einem Palästinenserstaat sein soll, dann muss man erst einmal vom Schlimmsten ausgehen. Wenigstens da hätte er klare Worte finden sollen.

So langsam frage ich mich, warum es noch erlaubt ist Jungen „Mohammed“ zu nennen – schließlich weiß doch keiner, wie sich der neue Erdenbürger in der Zukunft entwickelt und ob er seinem Namenspatron überhaupt Ehre machen kann. Fest steht aber, dass man Pferde – solch edle Tiere! nicht den Namen des Propheten lassen darf (Hagen nicht allzu vielen Jahren) und inzwischen weiß nicht mehr nur die Blogosphäre, dass auch Teddybären nicht nach ihm benennen darf. Dafür wird man dann von einem der Scharia hörigen Gericht zu 15 Tagen Haft und Ausweisung verurteilt, weil man aus Europa kommt und sich die EU-Staaten dann für die betroffene Lehrerin eintreten. Wie es sonst aussähe, zeigen die „Demonstranten“ in Karthoum: Sie fordern die Todesstrafe. Weil die „Religion des Friedens“ so tolerant ist zu fordern: „Keine Toleranz – Hinrichtung“ und: „Tötet sie! Tötet sie! Per Erschießungskommando!“

Was Robert Spencer von Jihad Watch auf eine sehr unkorrekte Idee bringt: Könnte muslimische Mathematik so aussehen?

Mohammed + Teddybär = Krawalle
Mohammed + Atta = Keine Krawalle

Frau Rice hat wieder zugeschlagen: Jetzt vergleicht sie Israelis und Palästinenser mit den Schwarzen im rassengetrennten US-Süden (der 1950-er Jahre – Spencer verlinkt zu einem Artikel der Jerusalem Post). Das würde bedeuten, dass die Israelis gleichzeitig weiße Rassisten und die Opfer rassistischer Bomber sind; genauso sind die Palästinenser gleichzeitig weiße, rassistische Bomber und arme, schwarze Opfer der Rassentrennung. Wie das gehen soll, erklärt sie nicht. Und ist gleichzeitig faktenresistent, was die Gründe für die „Trennung“ der Israelis von den Palästinensern angeht – nämlich, dass es nicht gibt, weil die PalAraber „Palästinenser“ sind, sondern weil sie mit Bomben und jeder Menge andere Waffen versuchen Massenmord an Juden zu begehen. Aber was macht diese kleine Ungenauigkeit schon, wenn man so „schöne“ Bilder wie das der Gleichzeitigen malen kann? „Es gibt Schmerz auf beiden Seiten“, schlussfolgert sie. Wenn das so ist, dass die, die gegen ihre Vernichtung kämpfen, genauso schlecht sind wie die, die diese Vernichtung anstreben, dann haben wir die wunderbare moralische Äquivalenz, die alle modernen Gutmenschlichkeiten beherrscht – und den Terroristen und Extremisten erlaubt den Westen zu erobern und zu unterdrücken.

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