Satire: Israels neuer Verteidigungsplan für Sderot
14. Dezember 2007 at 22:48 | In Israel | 1 CommentTags: Ehud Barak, Ehud Olmert, Gazastreifen, Raketen, Satire/Humor, Sderot, Terror
Nissan Ratzlav-Katz, Back to Sanity, 14. Dezember 2007
In Folge der Entscheidung des israelischen Sicherheitskabinetts, keine volle militärische Reaktion wegen der Raketen aus dem Gazastreifen zu fahren, hat die Staatsführung eine nationale Verteidigungspolitik verkündet, die darauf abzielt den Schutz für die von Granateneinschlägen geschüttelte Stadt Sderot zu verbessern.
Auf einer in einem Fitness-Studio abgehaltenen Pressekonferenz nannten Premierminister Ehud Olmert und Verteidigungsminister Ehud Barak die neue Verteidigungsstrategie „Lauf, Jude, lauf!“
Verteidigungsminister Ehud Barak, gekleidet in einen Reebok-Trainingsanzug, erklärte: „In unserer Zeit bringt eine Jude, der nicht physisch fit ist, sein Leben in Gefahr. Also weisen wir 4 Millionen Schekel aus dem Verteidigungshaushalt der Eröffnung von Fitness-Studios in der Region von Sderot zu. Jeder Straße wird ein Trainer zugewiesen werden, um sie alle in gute Form zu bringen, damit sie schneller vor den arabischen Qassam-Raketen davon laufen können.“
Bevor sie fortfuhren, ließen die beiden Staatslenker eine Echtzeit-Einführung des Plans „Lauf, Jude, lauf!“ vor. Premierminister Olmert erklärte, dass Truppen in den Gazastreifen zu schicken keine Option sei, weil „einige von ihnen verletzt und getötet werden könnten“.
Ted CommonSense von CNN fragte: “Warum investiert der Staat Israel dann Ressourcen in die Ausbildung von Soldaten, wenn die Exekutive sich davor fürchtet das Militär einzusetzen?“ Olmert antwortete, dass das Training der IDF die Soldaten in physische Bestform bringe, damit sie an der nationalen Lauf-Jude-lauf-Verteidigungspolitik beteiligt sein können.
CommonSense drängte weiter: „Aber es sind zehn Zivilisten durch arabische Qassams und Mörserfeuer getötet worden…“ Olmert schnitt CommonSense das Wort ab und sagte: „Wenn wir die Armee in den Gazastreifen schicken würden, dann würden nicht nur zehn, sondern Dutzende Soldaten getötet werden. Das ist es einfach nicht wert.“
CommonSense erwiderte: „Was ist aber, wenn 100 Zivilisten von verbesserten Raketen getroffen werden?“
Die Augen wandten sich dem Premierminister zu. Stille herrschte im Raum. Hatten die Politiker ein solches Szenario einbezogen? Plötzlich erschien ein Ausdruck der Zuversicht auf Olmerts Gesicht und er erklärte: „Wird in den Gazastreifen einzudringen diese 100 Menschen ins Leben zurück holen? Es wird nur dafür sorgen, dass weitere Soldaten getötet werden! Das liegt nicht in unserem Interesse.“
Eine der Gründerinnen der Bewegung der Vier Mütter im Publikum stand auf und rief: „Olmert hat rechte. Wenn ein Premierminister die Armee zynisch benutzt, um die Zivilisten des Landes zu schützen, wird das nur dafür sorgen, dass noch mehr Soldaten sterben. Herr Olmert beschützt unsere Soldaten.“ Verteidigungsminister Barak dankte der Vier-Mütter-Gründerin für ihre Worte und merkte an, dass es die Voraussicht der „Vier Mütter“ waren, die seine Regierung im Jahr 2000 dazu brachte die israelischen Truppen aus dem Libanon abzuziehen und die Region den Hisbollah-Terroristen zu überlassen.
Die Pressekonferenz ging mit einer Demonstration des neuen Verteidigungsprogramms weiter. Zuerst erklärte Verteidigungsminister Barak, dass das Frühwarnsystem in Sderot eine Vorwarnzeit von 15 Sekunden bis zum Einschlag der Rakete gibt. Barak rannte dann mit einem eindrucksvollen Sprint einmal um die Halle, um den operativen Mechanismus des neuen Plan zu demonstrieren. Baraks Trainer hielt die Stoppuhr hoch, so dass alle sie sehen konnten, und proklamierte: „14 Sekunden und 56 Hundertstel!“
Premierminister Olmert senkte sein Haupt und die Stimme und erinnerte daran, wie die Juden Generation lang vor ihren Verfolgern wegrannten. „Das ist unser nationales Erbe“, erklärte Olmert. „Unsere Vorväter liefen vor den ägyptischen Herren davon, vor den babylonischen, griechischen und römischen Soldaten. Später liefen wir vor Pogromen und der Inquisition davon. Warum sollte diese glorreiche Tradition ausgerechnet jetzt gebrochen werden?“
Gesundheitsminister Yaakov Ben-Yizri (Renterpartei) schätzte, dass die durch die Stärkung der physischen Fitness der Bevölkerung dem Gesundheitssystem ersparten Gelder den vorgeschlagenen Kauf von Harley Davidson-Motorrädern für ältere Menschen abdecken, die den 15-sekündigen Sprint in Sicherheit nicht schaffen können.
CNNs CommonSense: „Aber einige Zivilisten haben nicht die Kraft, die man braucht, um mit einem Motorrad in Sicherheit zu rasen. Was ist mit denen?“
Premierminister Olmert flüsterte mit dem Gesundheitsminister, drückte einige Zahlen in einen Taschenrechner und antwortete dann: „Nach unseren Berechnungen bietet ‚Lauf, Jude, lauf!’ für 98% der Israelis eine Lösung. Und wie mein Vorgänger Yitzhak Rabin sagte: ‚Es ist ein kalkuliertes Risiko.’ Wenn ein alter oder behinderter Sepharde in Sderot verletzt wird, ist das der Preis, den wir zahlen müssen.“
Einem langbärtigen Einwohner Sderots (ehemals aus Gusch Katif) wurde die letzte Frage zugestanden: „Warum fangen wir nicht damit an den Gazastreifen aus der Luft zu bombardieren? Das würde das Risiko für unsere Soldaten verringern, die hinterher mit einer Bodenoffensive folgen, damit die Qassams ganz gestoppt werden.“
Olmert: „Sie wollen also vorschlagen, dass wir Kindergärten im Gazastreifen bombardieren?“
Der Einwohner von Sderot: „Herr Premierminister, wir kämpfen gegen Terroristen. In diesem Kampf werden Zivilisten getötet werden. Es sind entweder ihre Kindergärten oder unsere. Welche wählen Sie?“
Olmert: „Ich wähle eure.“ Helfer flüsterte Olmert etwas ins Ohr und der Premierminister stellte schnell klar: „Ich meine: unsere. Ich wähle unsere Kinderkrippen und Kindergärten. Und außerdem, sagen wir, wir erobern den Gazastreifen. Was tun wir nach dem Krieg?“
Einwohner von Sderot: „Wir sollten dort bleiben. Erinnern Sie sich, wie wenige Terroranschläge es vor dem israelischen Rückzug aus dem Gazastreifen 1995 im Zuge der Oslo-Vereinbarungen gab? Die Zugeständnisse des Friedensprozesses sind genau das, was uns eine Eskalation dieser Anschläge brachten. In der Region Gaza können wir die blühenden jüdischen Städte wieder aufbauen und wieder herstellen, was buchstäblich Israels fortschrittlichstes Landwirtschaftsunternehmen war.“
An dieser Stelle ging eine Yassam-Polizeieinheit zu dem Einwohner von Sderot, schlug ihn nieder und brachte ihn in die Schwerverbrecher-Zelle der Polizeiwache von Petach Tikvah. Der Premierminister verkündete, dass gegen den Verdächtigen wegen „Aufruf zum Völkermord“ ermittelt würde und erklärte, dass die israelische Demokratie immer ein Plattform für freie Meinungsäußerung bieten wird, „voraus gesetzt, sie liegen innerhalb der Vernunft“.
Premierminister Olmert schloss damit, dass, wenn sich der „Lauf, Jude, lauf!“-Verteidigungsplan im Fall der Region Sderot bewährt, er auf den Großraum Tel Aviv ausgedehnt werden würde, gerade rechtzeitig für den von der Regierung angekündigten Rückzug aus Judäa und Samaria.
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Kauft nicht beim Juden
Kauft viel beim Juden!!!
(Links zu israelischen Waren)Petition für Geert Wilders und freie Meinungsäußerung
An die etablierten Medien, die so gerne auf die Blogger eindreschen:
Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert.
Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert.
Mark Twain“Jeder fünfte Bewohner des Westjordanlandes ist ein israelischer Siedler”, greint die Generaldelegation Palästinas heute auf ihrer Homepage.
Und jeder fünfte Bewohner Israels ist ein palästinensischer Araber.
So what?
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Fjordman, Brussels Journal, 24.7.06Der Unterschied zwischen uns und Hisbollah ist, dass wir, wenn wir Unschuldige töten, es als Fehler betrachten; wenn sie Unschuldige töten, betrachten sie es als Erfolg.
Ehud Olmert, 2.8.2006 im Interview mit der TIMESIsrael versucht schließlich nicht, fremde Regierungen zu stürzen oder den Islam zu vernichten. Die islamische Welt versucht dagegen sehr wohl, den einzigen jüdischen Staat der Welt auszulöschen.
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Great. Gut, es ist nur Satire. Aber ich habe die Befürchtung, daß solche Schlappheiten und Softüberlegungen wirklich in nicht wenigen Köpfen existieren.
Alles was die Wehrfähigkeit Israels schmälert ist ein Desaster.
Wir stellen ja in Deutschland eine weitgehende Verblödung der Generationen nach der Aufbaugeneration fest. Jedenfalls bin ich sehr im Zweifel, daß eine solche Aubauleistung noch einmal erbracht werden könnte.
Aber dieses Generationenproblem scheint es auch in Israel zu geben. Ich bin sicher, das der Wehrwille nicht von gleicher Festigkeit ist wie nach der Gründung.
Meine persönliche Einschätzung, gewachsen aus Beobachtung und Lebenserfahrung in den letzen 40 Jahren: Wohlstand verweichlicht und entfernt von Lebensfähigkeit. Leider!
Kommentar von Robin Renitent — 15. Dezember 2007 #