Israel verteidigen – auf die ganz billige Art

26. Dezember 2007 at 19:25 | In Israel |
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Was ich Ehud Olmert und seiner Regierung halte, habe ich hier wohl oft genug von mir gegeben. Aber es vergeht kaum eine Woche, in der ich nicht weitere Munition und Bestätigung meiner Meinung erhalte. Und manchmal ist es besser andere zu Wort kommen zu lassen, weil meine eigenen wohl etwas zu heftig sein könnten. So ist es diesmal Michael Freund, den ich aus seinem Blog bei IsraelNationalNews übersetzt habe:

Hier ist eine frohe Botschaft, um Ihnen den Tag zu versüßen.

Trotz des monumentalen Versagens in der Vorbereitung und dann der Durchführung des Libanon-Kriegs von 2006 scheint es so, dass die Regierung von Premierminister Ehud Olmert es nun auch nicht auf die Reihe gebracht hat angemessene Schritte zu unternehmen, um die Vorbereitungen für den nächsten Krieg zu treffen.

Ephraim Sneh, Knesset-Mitglied der Arbeitspartei und ehemaliger stellvertretender Verteidigungsminister, zeigt heute auf, dass der Jahreshaushalt, den Olmert vor 2008 vorgelegt hat, nicht einmal den Mindestbetrag aufweist, der zum Schutz des Menschen in Israel notwendig ist.

Nach Angaben von Sneh beinhaltet der Haushalt für 2008 keine Gelder zur Verteilung von Gasmasken an die Öffentlichkeit für den Fall eines Krieges und bietet der Heimatverteidigung ein mageres Viertel der Summe, die nach ihrer Aussage notwendig ist die Israelis vor den palästinensischen Qassam-Rakentangriffen im Negev zu schützen. „Die elementarsten Dinge, die sie brauchen, bekommen sie nicht“, sagte er.

Noch stärke Besorgnis erregend ist: Das Verteidigungs-Budget soll keine ausreichende Ressourcen beinhalten, um die vom Iran und seinen atomaren Ambitionen ausgehende Bedrohung anzugehen. „Die unmittelbarste Bedrohung für den Staat Israel ist die eines nuklearen Iran. Dieser Bedrohung wächst, aber wir haben nicht genügend Mittel, um damit angemessen umzugehen“, sagte Sneh.

Sneh ist Mitglied der regierenden Koalition, aber kein Hinterbänkler, der versucht politisch zu punkten. Seine Kritik kommt zur rechten Zeit und ist beängstigend. Sie unterstreicht einmal mehr, wie gefährlich inkompetent die derzeitige Regierung ist.

Statt in Ressourcen zu investieren, die nötig sind, um den jüdischen Staat zu schützen, scheint der Premierminister es vorzuziehen die Dinge billig zu erledigen. Aber wenn es darum geht das Leben Israels und seiner Bürger zu schützen, muss ein höherer Standard gefragt.

7 Kommentare »

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  1. Scharon hat ein Vakuum hinterlassen, hieß es mal im Spiegel. Bei mir entsteht der Eindruck, daß nicht nur Ariel Scharon im Koma liegt, sondern auch Ehud Olmert, und damit die Regierung Israels.
    Vielleicht erfahren wir eines Tages, wodurch Ehud Olmert gebunden ist, welche Kraft (Geist) dahinter steckt.

    Ich wünsche Israel Kraft, Weisheit und Bewahrung, bis Israel seinen wahren König wieder erkennt, der Israel den Frieden bringt, der den Namen wirklich verdient.

    Paulchen

    Kommentar von Paulchen — 27. Dezember 2007 #

  2. Noch stärke Besorgnis erregend ist: Das Verteidigungs-Budget soll keine ausreichende Ressourcen beinhalten, um die vom Iran und seinen atomaren Ambitionen ausgehende Bedrohung anzugehen. „Die unmittelbarste Bedrohung für den Staat Israel ist die eines nuklearen Iran. Dieser Bedrohung wächst, aber wir haben nicht genügend Mittel, um damit angemessen umzugehen“, sagte Sneh.

    Diese Nachricht ist umso beunruhigender, wenn man bedenkt, dass zurzeit die USA ihre Absetzbewegungen gegenüber Israel intensivieren.

    Netanjahu wäre der richtige Mann für den PM-Job.

    Kommentar von Bernd Dahlenburg — 28. Dezember 2007 #

  3. „[....] Netanjahu wäre der richtige Mann für den PM-Job.“

    @ Bernd Dahlenburg

    Vielleicht werden wir uns bei Netanjahu hinterher auch die Augen verwundert reiben, wie nach der Wahl von Präsident Nicolas Sarkozy.

    Paulchen

    Kommentar von Paulchen — 28. Dezember 2007 #

  4. Bei welchem würden wir uns nicht wundern? Netanyahu hat in den 1990-ern auch einiges gemacht, das nicht wirklich im Interesse Israels war und unter westlichem Druck gehandelt. Das wird sich wohl leider nicht ändern. Aber eine wirkliche Alternative zu Netanyahu sehe ich derzeit auch nicht. Und er hält weit mehr dagegen als die Marionette Olmert, dem es nur um den eigenen Arsch geht.

    Kommentar von heplev — 29. Dezember 2007 #

  5. „[….] Alternative zu Netanyahu sehe ich derzeit auch nicht. Und er hält weit mehr dagegen als die Marionette Olmert, dem es nur um den eigenen Arsch geht.“

    Menschlich gesehen, kann ich zum ersten Satz nicht widersprechen.
    Beim letzten Satz, auch wenn von heplev wahrscheinlich anders gemeint, mußte ich irgendwie an diese Meldung denken:

    http://www.tagesschau.de/ausland/olmert4.html

    „Israels Premier sieht keine Beeinträchtigung
    Olmert an Prostatakrebs erkrankt“

    Paulchen

    Kommentar von Paulchen — 29. Dezember 2007 #

  6. @Paulchen:

    Wieso siehst du bei Sarkozy so schwarz? Für mich gibt es in Frankreich keine bessere Lösung und mich freut es, dass er am Ruder ist.

    Ihn alleine an seinem Verhalten zu Libyen zu messen, ist zu kurz gegriffen.

    Du kannst lange an einen französischen Politiker zurückdenken, der sich so entschieden auf die Seite Israels gestellt und das transatlantische Bündnis wieder mit Leben erfüllt.

    Seh’ nicht immer gleich schwarz.

    Kommentar von Bernd Dahlenburg — 30. Dezember 2007 #

  7. „Wieso siehst du bei Sarkozy so schwarz? Für mich gibt es in Frankreich keine bessere Lösung und mich freut es, dass er am Ruder ist.
    Ihn alleine an seinem Verhalten zu Libyen zu messen, ist zu kurz gegriffen.
    Du kannst lange an einen französischen Politiker zurückdenken, der sich so entschieden auf die Seite Israels gestellt und das transatlantische Bündnis wieder mit Leben erfüllt.
    Seh’ nicht immer gleich schwarz.“

    @ Bernd Dahlenburg

    Vorher war Sarkozy gegen einen EU-Beitritt der Türkei, ähnlich wie bei uns Angela Merkel, jetzt im vereinten Chor ist er wie ausgewechselt.

    „Sarkozy bietet im Streit um EU-Beitritt Ankaras Kompromiss an“

    http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2754247,00.html

    An das Votum seines Volkes gegen den Verfassungsentwurf schein sich Herr Präsident Nicolas Sarkozy nicht mehr zu erinnern.

    „[….]Zufrieden äusserten sich der französischen Präsident Nicolas Sarkozy und der britische Premier Tony Blair, die intensiv in die Verhandlungen mit Polen einbezogen waren. [….]
    Der neue EU-Reformvertrag soll die EU-Verfassung ersetzen, die am Nein der Niederländer und Franzosen scheiterte, und die EU mit nunmehr 27 Mitgliedstaaten effizienter und handlungsfähiger machen. [….]“

    http://www.news.ch/Einstimmige+Einigung+am+EU+Gipfel/279326/detail.htm?skq=Niederlande&ref=rss

    Ich wünsche uns, daß Monsieur Sarkozy beim Thema Israel, nicht in das Lager der Israelhasser kippt.

    „Dies geht einher mit dem Versuch, über eine Stärkung Syriens und des Libanon den Einfluss in jenen Ländern des Nahen Ostens auszubauen, die mit Genugtuung die Äußerung des französischen Botschafters Daniel Bernard registriert haben dürften, der kürzlich auf einer Cocktailparty in London fragte, warum man »Israel, diesen kleinen Scheißstaat«, nicht fallen lasse.“

    http://www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/_2002/30/24b.htm

    Gab es seit Sarkozys Amtsantritt als Präsident von Frankreich einen Widerstand gegen eine uferlose EU-Finanzierung der PA?

    Ich versuche Deinen Rat zu befolgen.

    Paulchen

    Kommentar von Paulchen — 1. Januar 2008 #

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