Darauf kann man gar nicht oft genug aufmerksam machen

28. Januar 2008 at 18:57 | In Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, Terrorismus | 2 Comments
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Im Blog Blick auf die Welt – von Beer Sheva aus wird gezeigt, was jüdisches Verhalten ist – und wie wenig es mit dem Bild zu tun hat, das nicht nur die Terroristen und ihre offenen wie heimlichen Helfer, Geistesgenossen und Entschuldiger so gerne zeichnen. Deshalb habe ich dort den Text geklaut und ein paar Hervorhebungen vorgenommen:

Rami Zoari war 20 Jahre alt und diente beim Grenzschutz. Am vergangenen Donnerstag hatte er Spätschicht am Grenzposten von Shuafat im Großraum Jerusalem. Das ist einer der Grenzposten, bei denen der Israelische Oberste Gerichtshof angeordnet hat, dass sie 24 Stunden am Tag offen sein müssen, um Härten für die pal. Bevölkerung zu vermeiden [p.6 f. See court decision, AC 405/04, 72/04, 73/04, Residents of Shuafat Village and Others v. Certified Authority – Ministry of Security, (unpublished)]. Rami und seine Kollegin Shoshana Samendoyev haben dafür bezahlt: Wie Tontauben im Schießstand waren sie platziert und genauso wurden sie auch beschossen. Rami Zoari ist tot und seine Kollegin liegt verletzt im Krankenhaus.

Rami Zoari hat eine kleine Schwester und sie besucht die 6. Klasse in derselben Schule, auf die auch meine Töchter gehen. An diesem Freitag war ich auch in der Schule. Das Neujahrsfest der Bäume (TubiShvat) sollte nachgefeiert werden, weil es am Dienstag geregnet hatte. Im Stimmenwirrwarr der Kinder, Lehrerinnen und Eltern hörte ich immer wieder das Wort “Beerdigung”. Lange Zeit konnte ich nicht einordnen, wer gestorben war, umso weniger, weil ich am Vorabend früh ins Bett gegangen war und weder die Spätnachrichten am Donnerstag noch die Frühnachrichten am Freitag gehört hatte. Schließlich feierten etwa Zweidrittel der Schule TubiShvat und ein Drittel war auf dem Friedhof.

Keine 48 Stunden später kam es schon zum nächsten Anschlag auf Grenzpolizisten im Raum Jerusalem. In diesem Fall kannte mein Chef jemanden von der Ambulanz, die zum Tatort kam. Während unserer wöchentlichen Abteilungsbesprechung erzählte er uns nebenbei davon. Es ging um rasches Einschätzen der Situation und Prioritäten setzen. Die Sanitäter erkannten, dass die Polizistin nicht in unmittelbarer Lebensgefahr schwebte, der Attentäter aber wohl. Dementsprechend ließen sie die Polizistin erst liegen und kümmerten sich um den Terroristen. Beide überlebten.

2 Kommentare »

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  1. Was soll daran jüdisch sein? Das ist bloß zivilisiert.

  2. Es scheint eine neue Betrachtungsweise zu geben, die bei mir noch nicht angekommen ist: Das Mitleid gilt den Tätern. Egal, ob bei einem Banditen wie diesen Sahib in Köln, oder hier, bei dem oben beschriebenen Terroristen.

    Kann man das im Falle Israels “israelischen Gutmenschen” zuschreiben? Ich würde mir für andere junge Israelis, wie den ums Leben gekommenen Rami Zoari, eine wesentlich härtere Gangart der Selbstverteidigung wünschen.


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