Stoff für’s Hirn
8. Februar 2008 at 23:37 | In Lesen! | Leave a CommentWer sich über das bescheuerte Verhalten der Regierung Bush in Sachen Nahost-Konflikt ärgert, sollte vielleicht diesen Artikel von Daniel Pipes aus dem Jahr 2002 lesen – was sich tatsächlich geändert hat, ist die Einmischung der Amerikaner in die Lösungsversuche, fast alles andere war schon damals angelegt, vor allem das falsche Verständnis der Natur dieses Konflikts und die moralische Gleichsetzung von Palästinensern und Israelis. Danach wundert man sich nicht mehr über den Unsinn, der aus Washington kommt.
„Die Väter der 68er“ betitelt die Frankfurter Rundschau einen Aufsatz von Götz Aly. Wer ein wenig mehr über die – heutzutage vielleicht immer noch überraschenden – Parallelen der Argumentationen und Ziele der Nazis und der 68-er wissen möchte, sollte das dringend lesen. Wer nicht, der erst recht, damit ihr/ihm die Augen aufgehen.
Es gibt einen Punkt, der kritisch zu werten ist: Der „wesentliche Unterschied“ beider Bewegungen liegt lediglich darin, dass die Revolte der einen „rasch zur Macht“ führte, „die der anderen endete ebenso rasch in der Niederlage, zumindest in der Zersplitterung“.
Wenn er sich da mal nicht täuscht; die Schröders, Fischers und Lafontaines sind nur die Spitze derer, die mit dem langem Atem den Marsch durch die Institutionen gegangen sind und heute das Leben und Denken in weiten Bereichen der Politik, Medien und Verwaltung bestimmen.
Neulich hatte ja Mahmud Abbas behauptet die Al-Aksa-Märtyrerbrigaden seien aufgelöst worden. Jetzt stellt sich raus, dass das nicht das erste Mal war, wo diese Nebelbombe geworfen wurde. Blick auf die Welt – von Beer Sheva aus hat mehr dazu.
Die Irrungen und Wirrungen gründlich-deutscher Antisemitismus-Bekämpfung beschreibt Henryk M. Broder in Die Jüdische anhand eines engagierten Expertentreffens im Bundestag, bei dem die üblichen Verdächtigen als schlimme Finger hervorgehoben wurden (geschieht ja nicht zu unrecht), alle anderen Antisemiten allerdings wieder außer Acht gelassen wurden. Die Prioritätensetzung ist grundfalsch, findet Broder. Ich auch.
Rap/Hip Hop, die dabei oft verwendete (Fäkal-) Sprache und das von den Musikern verbreitete Welt- und Gesellschaftsbild, die diskriminierenden und rassistischen Inhalte sowie die enthemmende Wirkung hat Lizas Welt in einem Artikel zusammengetragen. Nach dem Lesen sollte man anfangen sich Gedanken zu machen, was und wie solche Hetzer gebremst werden können. Was dem Islamisten sein Imam, das ist den „Kids“ ihre Rapper. Über das dadurch entstehende Klima sollte sich niemand wundern.
Der Libanon beschwert sich bei der UNO über Israel. Was auch sonst? Wie verdreht das ist, zeigt Leonard Zelig auf Wind in the Wires auf.
Ein wenig Statistik über die ach so verarmten, hungernden PalAraber hat Blick auf die Welt – von Beer Sheva aus gefunden. Da dürften die Terroristen-Hippies aber mal schlucken (wenn sie’s denn beachten).
In Schweden fallen verdächtig viele Frauen von Balkonen (Englisch). Bitte raten Sie, welcher Religion/welchem Kulturkreis sie angehören.
Welche Geisteszwerge und Vollidioten in Sachen Nahostkorrespondenten sich mit Unkenntnis und Boshaftigkeit auf’s hohe Ross setzen, kann man beispielhaft auf Spirit of Entebbe nachlesen – ausnahmsweise mal nicht von Claudio Casula, sondern Rowlf the Dog.
„Wo bleibt Bono?“, fragt Henryk M. Broder und vergleicht den Anspruch des Gutmenschen-Aktivisten mit den Realitäten vor Ort und seinem Aktivismus.
Eine kleine Nachlese zum „Licht-aus“-Propagandacoup der Hamas findet sich bei honestly-concerned.
Daniel Pipes hatte angekündigt, dass er nach der Empfehlung von letzter Woche auch schreibt, wie man Ägypten dazu bringen könnte die Verantwortung für den Gazastreifen zu übernehmen. Hier steht’s.
„Geisterfahrer unter den Einwanderern“ – eine wütende Wortschöpfung im Kommentar eines sehr sauren Yaab auf der Gegenstimme.
Tony Blair behauptet allen Ernstes, die PA käme ihren Verpflichtungen aus der Roadmap nach. Was für ein idiotischer Scheiß das ist, kann man bei Elder of Ziyon (auf Englisch) lesen.
Melanie Philipps hat einen Begriff geprägt, der jetzt im politisch inkorrekten Wörterbuch steht: Dhimmokratie.
Was die MSM sind, musste auch endlich mal genauer gesagt werden (nachdem die Abkürzung auch im Deutschen ziemlich in Mode kommt).
Und was „ahnungslose Märtyrer“ oder „ahnungslose Märtyrer-Bomber“ sind (und welche Perfidie dahinter steckt) kann ebenfalls nachgelesen werden.
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