Schaschlik
15. Februar 2008 at 22:16 | In kurz notiert | Leave a CommentTel Aviv will seine Städtepartnerschaft mit Gaza Stadt ruhen lassen, bis „wieder bessere Tage kommen“, beschloss der Stadtrat am Sonntag (10.02.08). Treffende Überschrift bei den Freunden der offenen Gesellschaft: „Jetzt erst???“ Ja, jetzt erst! Was müssen die Israelis für Masochisten sein!
Sind die krank im Kopf? Die katholische Kirche in den Niederlanden stellt die diesjährige Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Karfreitag als „katholischen Ramadan“ dar. „Dass wir einen muslimischen Begriff verwenden, hat damit zu tun, dass der Ramadan für die Jugendlichen ein bekannteres Konzept ist als die Fastenzeit“, heißt es dazu von der Kirche. So ist das also – da hat man es Jahrzehnte lang versäumt der Jugend den Glauben nahe zu bringen und jetzt muss eine andere Religion herhalten, mit deren Vorstellungen und Konzepten man die eigenen Bräuche erklären will? Warum dann der Jugend nicht gleich sagen, sie sollten den Islam annehmen?
Nicht nur die bekloppten Frauen sind illegal in den Gazastreifen geschlüpft und haben den Zeitpunkt für die Rückkehr verpasst. Eine Delegation aus Bahrain hat genau dasselbe veranstaltet. Mit zumindest einem bekannten Unterschied: Die sich da lauthals beschweren, dass sie nicht rausgelassen werden, hätten längst draußen sein können; aber das Angebot Israels, über deren Gebiet auszureisen, haben sie abgelehnt. Sie werden also von ihren arabischen Brüdern in Ägypten (und der Hamas) dort gehalten.
Die islamische Märtyrer-Theologie sagt nichts darüber, ob es die Jungfrauen auch für Leute gibt, die bei Lehr-Unfällen umkommen: In der afghanischen Provinz Helmand fiel ein islamischer Kleriker seinem Lehrgegenstand zum Opfer und nahm vier weitere Personen mit. Außerdem gab es einige Verletzte. Lehrgegenstand war eine Landmine.
Es ist mal wieder so weit: Kurz vor dem Valentinstag marschiert die saudische Religionspolizei los und verbietet alles, was ihrer Meinung nicht mit diesem Tag der Verliebten zu tun haben könnte. Und so dürfen z.B. – einmal mehr – roten Rosen weder verkauft, noch überhaupt irgendwo in Läden vorhanden sein…
Das Parlament von Kuwait unternimmt in der Zwischenzeit ähnliche Züge. Der Valentinstag verführt die jungen Leute zu Verhalten, das durch das Religionsgesetz verboten ist. Dass Mädchen Sport betreiben gilt dem entsprechenden Komitee genauso religionsgefährdend.
In einem Mitgliedsstaat der EU wird überlegt rassistische Wahlgesetze einzuführen (Englisch). Nach der Errungenschaft, dass niemand aufgrund seines Geschlechts, seiner Rasse, Hautfarbe, religiösen Ausrichtung, politischen Philosophie oder sexuellen Orientierung davon ausgeschlossen werden darf sich zur Wahl zu stellen, überlegt die Labour Party – die regierende Partei in Großbritannien – allen ernstes, ob es in einigen Wahlkreisen rein „schwarze“ oder „asiatische“ Kandidatenlisten geben soll: „Weiße Kandidaten sollten ausgeschlossen werden“. Die Wiedereinführung der Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe ist also „Fortschritt“!
Man muss es ihnen lassen, sie haben jede Menge Varianten drauf: Erst einen Vogel, der Massaker brachte, dann den Mickey Mouse-Abklatsch für’s Morden, in der Folge die antisemitische Killerbiene und jetzt haben sie ein Juden fressendes Monsterkaninchen namens Assud ins Hamas-Kinderfernsehen gebracht. Abwechslungsreich, wenn auch nichts originär selbst gemacht, denn das alles gab es immer schon irgendwo, wenn auch minus der antisemitischen Klatsche. Aber noch eins haben die Mords-Hetzerviecher alle gemein, hat Spirit of Entebbe herausgefunden: die Stimme. Anscheinend gibt es keine Alternativ-Stimmen; oder nur Inkarnationen. Wenn’s so geht, wie bisher, dann ist dem Rammler kein langes Leben beschieden. Wie immer, wenn man es mit Juden zu tun hat, nicht? Fragt sich aber – etwas realitätsnaher: WIE wird er das Zeitliche segnen? Bei einem „Arbeitsunfall“? In einem Clan-Kampf? Trifft ihn bei einer Hochzeit oder einer Beerdigung eine Kugel? Oder wird er spektakulär sterben, indem sein Auto von einer Rakete zerlegt wird?
Ein Scheik in Hebron hat Ärger. Dass er verhinderte, dass durchgeknallte israelische Linke eine Synagoge ansteckten, ist vielleicht noch nicht so schlimm; aber dass er jetzt die dankbaren Juden empfing und mit ihnen einen Kaffeeklatsch hielt, das geht denn doch zu weit: Die Völkermordbande von Mahmud Abbas (nennt sich Al-Aksa-Märtyrerbrigaden) will für einen Boykott aller Geschäfte der Familie des Mannes sorgen und die PA-Behörden haben ihn zum Verhör eingestellt. Weil er es gewagt hat Juden die Hand zu reichen und Frieden zu wünschen. Was war das nur noch, was der „Präsident“ der Mördertrupps repräsentiert? Ach ja, palästinensischen Friedenswillen! Oh, ich vergaß: der ist ja nur judenrein zu schaffen.
Degeneration auf das frühere, niedrigere Level ist in Ägypten ab sofort erlaubt: Wer als Christ zur „Religion des Friedens“ überwechselte und sich dann entschließt, sich doch wieder zurückzuentwickeln, darf das tun und der Staat muss mitmachen. Sagt das oberste Verwaltungsgericht Ägyptens. Es gibt also ein Zweikassenrecht in Ägypten, denn „reine“ Friedensreligionisten dürfen das nicht.
Gazastreifen und „Westbank“ werden weiterhin überall als Einheit gehandelt. „Die Weltgemeinschaft“ hinkt der Entwicklung mal wieder hinterher – wie sonst auch immer. Die Hamas macht inzwischen Nägel mit Köpfen. Im neuesten Schritt wurde die PA-Zeitung Al-Ayyam verboten. Mal sehen, wann die Tränen in Europa und Israel bemerken, dass da keine Gemeinsamkeiten der beiden Terroristen-Regionen mehr bestehen Daniel Pipes legte neulich schon dar, dass die Leute im Gazastreifen mit den Ägyptern weit mehr Gemeinsamkeiten haben als mit ihren „palästinensischen“ „Brüdern“ am Jordan.
Was für Geisteszwerge! Weder von Geographie noch von Staatskunde haben sie offensichtlich auch nur die geringste Ahnung – bei Al-Jazira. Und so wurde dort der Ólafur Ragnar Grímsson, der Präsident Islands, dort während seines Staatsbesuchs in Qatar aufgefordert sich für die dänischen Mohammed-Karikaturen zu entschuldigen, wie Fleming Rose auf seinem Blog berichtet. Wahrscheinlich hat der Präsident den Herrschaften ein wenig über Geographie und Geschichte erzählt (z.B. dass Island zwar vom 14. Jhdt. bis 1944 zu Dänemark gehörte, aber seitdem sehr erfolgreich unabhängig ist). Wenn das die Qualität des „wichtigsten“ Senders der arabischen Welt ist, wie muss man dann den Rest einschätzen? Und wie die Partnerschaft des ZDF mit diesen Glanzleistungs-Größen einzuordnen ist.
Der Teheran-Adolf will Atomkraft nur für friedliche Zwecke? Das Mantra der Amerika-Hasser entlarven die Terror-Mullahs gerne selbst. Und so trug ein offizieller Anti-Israel-Ballon zum 29. Jahrestag des Sturzes des Schah voller Stolz ein Atomsymbol – und eine Aufschrift, die auf mangelnde Rechtschreibkenntnisse schließen lässt. Das passt dann ja zu den Völkermord-Propagandisten.
Steven Spielberg hat sich aus der Olympia-Beratung für Peking zurückgezogen, berichtete das ZDF heute um 19.17 Uhr am Mittwoch. Petra Gerster verlas, dass Spielberg die Hilfe der Volksrepublik für den Sudan kritisiert und deshalb zurücktrete. Das hört sich so an, als sei das Spielbergs eigene, souveräne Entscheidung gewesen. Die über viele Monate geübte Kritik an Spielbergs Beteiligung, die jetzt anscheinend – endlich! – genügend Druck aufgebaut hatte, fehlt. Wissen die davon nichts?
Wenn ich die Beobachtungen von Charles Krauthammer (Englisch) zum Vorwahl-Wahlkampf der US-Demokraten lese, dann fühle ich mich an die Bundestagswahl von 1990 erinnert, als SPD-Jünger Oskar Lafontaine regelrecht als Messias darstellten. Sie waren getrieben vom „Kohl weg“-Fieber, wie in den weiteren Wahlen auch. Barack Obama scheint diesbezüglich noch schlimmer zu sein – er stellt sich selbst messiashaft dar ohne wirklich programmatisches vorweisen zu können. Die Parole vom „Wechsel“ allein ist keine Grundlage. Rhetorischer Unsinn wie „wir sind die, auf die wir gewartet haben“ und „wir sind der Wechsel, den wir suchen“ wird begleitet von Anhänger-Hochjubel der Art „Das ist das Neue Testament“ (Chris Matthews von MSNBC im Wortlaut!). „Glaubt an mich und ich werde nicht nur das Land erlösen“, sondern auch noch die Welt reparieren, verkündet er, ohne inhaltlich etwas dazu zu sagen, wie das gehen soll. „Das meiste, was er sagt, ist leichter als Luft“, beschreibt Mona Charen die Inhalte Obamas. „Seine politischen Ideen sind in etwas so modern wie Disco und Trainingsanzug.“ Mahlzeit, kann man dazu nur sagen. Hoffentlich gibt es genügend klare Köpfe in den USA, damit „Bush muss weg“ (er geht ja sowieso) und „Hier kommt der Messias“ nicht eine Wahl gewinnt. Es reicht, wenn diese eine Partei so bescheuert ist, sich nur darauf zu versteifen.
Ha, Broder war auf meiner Seite! Auf der Achse des Guten hat er jetzt auch die blau-weiße Alternative zum Palli-Tuch verlinkt!
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