Gaga-Hugo immer bekloppter
3. März 2008 at 22:34 | In Weltpolitik | 1 CommentTags: Hugo Chavez, Kolumbien, Südamerika, Venezuela
Der Terroristen-Liebhaber auf dem Thron im Präsidentenamt in Venezuela hat mal wieder Grund zum Giften: Die kolumbianische Armee hat es tatsächlich gewagt Terrorchefs der FARC zu töten! Das geht nun wirklich nicht! Massenmörder muss man hofieren und an die Macht bringen. Wozu sind sie sonst Revolutionäre? Hier eine Meldung:
Präsident Hugh Chavez befahl Sonntag tausende Soldaten an die Grenze zu Kolumbien, nachdem das kolumbianische Militär einen der obersten Rebellenführer tötete. [Merke: Bei AP gibt es keine Terroristen...]
Chavez sagte seinem Verteidigungsminister: „Verlegen Sie mir sofort 10 Bataillone an die Grenze mit Kolumbien.“ Er befahl außerdem, dass die venezolanische Botschaft in Kolumbien geschlossen und alles Botschaftspersonal abgezogen wird.
Die Ankündigungen durch Venezuelas linken Führer brachte die Beziehungen der beiden Staaten an den gespanntesten Punkt seiner neunjährigen Präsidentschaft; Chavez warnte, Kolumbien können in Südamerika einen Krieg entzünden.
Chavez nannte den kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe „einen Kriminellen“ und brandmarkte seine Regierung als „terroristischen Staat“; er verglich ihn wegen seiner von den USA unterstützten Angriffe auf die Militanten mit Israel.
Auch hier wieder: AP ist nicht bereit Massenmörder als Terroristen zu bezeichnen.
Spannender ist allerdings die Verunglimpfung Kolumbiens durch den Gangsterkönigpräsidenten: Wer sich gegen Massenmord wehrt, ist ein Verbrecher; wer Terroristen jagt ein Kriegsverbrecher. Wer sie gar umbringt, ist ein Jude und Kriegshetzer, der ein Pulverfass zur Explosion bringen will. Vor allem, wenn die USA auf der Seite der Terroropfer stehen.
Was ist für Kolumbien anders als bei Israel? Die US-Regierung fordert keine Einstellung der Bekämpfung der Terroristen. Die UNO verunglimpft es nicht als „überzogen“, die EU auch nicht. NGOs sind nicht vor Ort, um für die Terroristen Propaganda zu machen. Und die Medien sind auch nicht in Massen anwesend, um das kolumbianische Militär niederzumachen.
Hoffen wir, dass Chavez auch in der Öffentlichkeit bei uns der Störenfried bleibt, der er bisher weitgehend noch ist. Und dass die Kolumbianer sich seinem Kriegsgeheul nicht beugen werden.
04.03.08: Heute Morgen wird das Bild schon etwas differenzierter: Ecuador beschwert sich bei der UNO, dass seine Grenze verletzt wurde und will Schutztruppen. Die haben offensichtlich mehr Grund zum Meckern als Gaga-Hugo. Allerdings fragt man sich, warum es seine Grenzen nicht selbst schützt – bevor ein von Terroristen heimgesuchtes Land über die Grenze kommen und den Mördern ihren sicheren Hafen nehmen muss. Wenn Ecuador nicht seit Jahren nichts gegen die Terroristen unternehmen würde, die von seinem Gebiet aus agieren, hätte es dieses Problem jetzt nicht.
Abgesehen davon: Die Kolumbianer sind sofort wieder abgezogen; die Grenzverletzung bleibt eine Grenzverletzung, aber das Theater, das von Ecuador und Venezuela jetzt veranstaltet wird, ist heuchlerisch. Wer hier Krieg heraufbeschwört sind die, die sich so lauthals beschweren. Mal wieder.
Nachtrag (05.03.08): Die FARC hat auch in Ecuador einen Unterstützerstaat, wie jetzt auf einmal auch berichtet wird. Die Kolumbianer haben Material sichergestellt, das beweist, dass Hugho Chavez’ Venezuela wie auch Ecuador die Terroristen massiv unterstützen. Womit sich die Frage stellt, ob das nicht bereits ein Krieg ist, an dem sich Ecuador und Venezuela gegen Kolumbien beteiligen.
Wenn sich dann noch so Kleinigkeiten wie Uran-Ankäufe und Anleitungen zur Herstellung von “schmutzigen Bomben” unter den Dokumenten befinden, dann wissen wir, um welche Freunde der beiden netten Nachbarstaaten es sich dort handelt – und dass Leute wie Chavez die Gangster sind, als die Konservative ihn darstellen und Linke nicht wahr haben wollen.
Ach ja, Frankreich hat auch Kontakte zu den Terroristen gepflegt. Außenminister Kouchner jammert: “Es ist eine schlechte Nachricht, wenn der Mann, mit dem man redet, mit dem wir Kontakte hatten, getötet worden ist… Sehen Sie wie mies die Welt ist?” Herrlich: Der beklagt, dass der Terrorist tot ist! Nicht, was die Terroristen machen, was die Terror-Helfer machen. Na ja, Kolumbien wird vielleicht doch das Israel Südamerikas, im für die Kolumbianer negativsten Sinn des Vergleichs.
1 Kommentar »
RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI
Einen Kommentar schreiben
Bloggen Sie auf WordPress.com. | Theme: Pool by Borja Fernandez.
Entries and comments feeds.



Nicht zu vergessen ist auch der Vorwurf aus Kolumbien, die FARC hätte Uran geschmuggelt. Im Wortlaut soll Chavez nebenbei gesagt haben, Kolumbien sei “das lateinamerikanische Israel geworden”.
Kommentar von Zelig — 5. März 2008 #