Sorry, aber die alten Wochenrekorde sind noch gültig
6. März 2008 at 21:47 | In Araber, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Leave a CommentTags: arabische Medien, Holocaust, Völkermord
Arab News hat ihrem nie enden wollenden Trachten danach, die meistmöglichen Unwahrheiten in ihren antiisraelischen Kommentaren unterbringen zu wollen, heute eine weitere aufgebracht:
Einmal mehr brechen das palästinensische Leiden und die Todesopfer in den von Israel seit 1967 besetzten Gebieten Rekorde.
Es scheint so, dass Arab News die rund 110 getöteten palästinensischen Araber seit dem letzten Mittwoch als einer Art Rekord an Toten innerhalb einer Woche betrachten.
Natürlich wollen sie sich nicht daran erinnern, dass dieser besondere Rekord den palästinensischen Arabern selbst gehört, die es in den sieben Tagen vom 10. bis 16. Juni 2007 schafften 148 von ihren eigenen Leuten zu töten.
Wenn also Israels Tun ein „Holocaust“ ist – das Wort, das derzeit in arabischen Medien universell benutzt wird, um die Ereignisse der vergangenen Woche zu beschreiben – dann müssen Hamas und Fatah des Völkerselbstmordes schuldig sein.
Selbst Arab News weiß genug, um die Vorstellung des pal-arabischen Leidens auf „in den Gebieten“ zu beschränken, was ihnen erlaubt die derzeitigen israelischen Handlungen nicht mit, sagen wir, dem Schwarzen September von 1970 zu vergleichen, als 3400 palästinensische Araber von Jordaniern innerhalb von elf Tagen getötet wurden. Oder gar dem 18. Januar 1976, als libanesische Christen 1.000 libanesische und palästinensische Muslime an einem einzigen Tag töteten.
Ist der Tod von etwa 75 Terroristen und 35 Zivilisten im Verlauf von sieben Tagen (meine auf der Listung der Todesumstände von PCHR basierende Schätzung) schlimmer als die Ausweisung von 400.000 palästinensischen Arabern aus Kuwait 1991 – ebenfalls innerhalb einer einzigen Woche? Immerhin: Wenn Ausweisung als „ethnische Säuberung“ und gleich bedeutend mit Völkermord angesehenw ird – was die arabische Definition ist, die auf Israel angewendet wird – dann müsste Kuwait den Preis gewinnen.
Es ist hart einen Vergleich anzustellen, was die schlimmste Woche der palästinensisch-arabischen Geschichte gewesen ist, aber eins dürfte klar sein: Wie immer man sie dreht und wendet, kommt die letzte Woche dem nicht einmal nahe.
Was die arabischen Medien niemals zugeben würden.
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