Zitate!

30. März 2008 at 21:56 | In Zitate | Leave a Comment

Pappes exklusivste Beweise sind diejenigen, die er erfunden hat.
Henryk M. Broder über Ilan Pappes aktuelles Machwerk, stolz zitiert vom Verlag Zweitausendeins, der das Buch herausgegeben hat. Was Broder so markig formuliert, schreibt man in DIE ZEIT etwas höflicher so (nicht, dass sie früher Pappe über den grünen Klee bejubelt hätten):
Ilan Pappe spricht von einer systematischen Vertreibungspolitik gegen die Palästinenser, bleibt aber den Beweis dafür schuldig.

Wenn die Aussenministerin ihr Tragen des Kopftuches mit Landesgepflogenheiten rechtfertigt, ist nur zu hoffen, dass sie nie einen nacktgehenden Pymäenstamm besucht. Heinrich, Chur. Es ist unnötig, ein Kopftuch zu tragen.
Von Christof Moser, SonntagsBlick, 23.03.08 im Kommentar des Besuchs der schweizerischen Außenministerin im Iran.

Wenn die palästinensische Sache die arabischen Staaten so sehr beschäftigte, was hat sie dann davon abgehalten vor 1967 und dem Sechstagekrieg einen palästinensischen Staat zu gründen?
Gilad Sharon, ynetnews, 24.03.08

Wie nennt man in grünalternativer Diktion einen Antisemiten wie den Ludwig Watzal?
Einen “rührigen Kritiker israelischer Besatzungspolitik“. Was man immer schon vermutet hat, dass im neuen Jahrtausend die Bezeichnung “Israelkritiker” einfach für Antisemit steht, bestätigt einem die taz nun dankenswerter Weise in ihrer heutigen Ausgabe.
Thomas von der Oster-Sacken, Wadiblog, 25.03.08

Dabei tun seine Kritiker im Grunde genommen nichts anderes, als ihn zu zitieren und damit deutlich zu machen, dass er sich seine Anhänger redlich verdient hat.
Lizas Welt, 26.03.08, über Ludwig Watzal; die angesprochenen Anhänger sind alle Judenfeinde des politischen parlamentarischen wie außerparlamentarischen Spektrums, besonders einschließlich ihrer extremistischen Veröffentlichungsmittel; Lizas Welt drückt das so aus: „Deshalb hat er auch eine Menge Fans, bei Attac wie beim Linksruck, bei der Deutsch-Arabischen Gesellschaft wie bei der Westfälisch-Palästinensischen Seelsorge für gestrandete Hobbykünstler, bei der Antiimperialistischen Koordination wie bei der Eisernen Krone.“
Im Hinblick auf den Arbeitgeber Watzals gibt es dann noch einen wichtigen Nachschlag:
Wenn er als „Privatperson“ – also quasi als Freizeitantisemit – gegen den jüdischen Staat zu Felde zieht, nimmt sein dem Bundesinnenministerium unterstellter Arbeitgeber ausdrücklich keinen Anstoß.
Und auch Henryk M. Broder kann da noch mit einem Vergleich glänzen, was das Verhalten der BpB in Bezug auf Watzal angeht:
In letzter Konsequenz könnte man sich fragen, ob Jack the Ripper nicht ein ganz normaler Metzger war, der in seiner freien Zeit einem Hobby nachging, das mit seiner beruflichen Tätigkeit nichts zu tun hatte.

Im Lauf der Jahre haben Akademiker, Journalisten und andere, besonders Westler unter denen, die über militant-islamische Gruppen schreiben, dazu tendiert, ihre eigenen linken Haltungen und Wünsche auf diese Gruppen zu projizieren, womit sie deren Absichten falsch darstellten und weitgehend ignorierten, was dieser Gruppen über sich selbst sagten.
Michael Young, The Daily Star (Libanon), 27.03.08 (Der Daily Star ist nicht dafür bekannt dem Westen sonderlich freundlich gesinnt zu sein.)

Die Israelis haben den Deutschen Auschwitz viel schneller verziehen, als die Deutschen den Israelis Auschwitz verziehen haben.
Eldad Beck, Jediot Achronot, zitiert in Jungle World, 27.03.208

In dem seit Monaten angekündigten Film bringt Wilders Terroraktionen muslimischer Extremisten in unmittelbaren Zusammenhang mit dem Koran.” Folge? Muslime reagieren extremistisch und drohen mit Terroraktionen.
Yaab, Gegenstimme, 29.03.08

Paradoxerweise behält Geert Wilders mit Fitna recht, so lange seine Aussagen gewalttätige Wut und Empörung auslösen.
DF, Freunde der offenen Gesellschaft, 29.03.08

Es ist etwas bizarr, dass viele Kritiker des Films betonen, dass der Islam nicht gewalttätige ist, während sie gleichzeitig hoffen, dass die Veröffentlichung keine gewaltsamen Ausschreitungen zur Folge hat.
Gideon Böss, Der Fuchsbau, 29.03.08

Zu den festen Ritualen, mit denen Sprecher der muslimischen Gemeinden auf die Feststellung reagieren, der Islam sei nicht unbedingt und nicht immer eine Religion des Friedens, gehört die Androhung von Gewalt, falls diese “Beleidigung” nicht zurückgenommen werde – egal ob es sich um den Papst, einen Politiker oder einen Poeten handelt.
Henryk M. Broder, SPIEGEL, 30.03.08; und noch einer hinterher über den Sinn des Wilders-Films:
Es ist eine brachiale Aufforderung, die Wirklichkeit wenigstens zur Kenntnis zu nehmen.

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