Toleranzalarm
7. April 2008 at 21:25 | In Islam+Islamismus, Islamstaaten, Muslime |Tags: Christen im Islam; muslimische Empörung
Islam ist Frieden. Islam ist Toleranz. Vor allem gegenüber anderen Religionen und Meinungen. Wie wir gerade wieder besonders deutlich erleben dürfen:
1.) Von der Seite Jama’t-du-Da’wah in Pakistan erfahren wir von einer Umfrage; zu dem Zeitpunkt, als Jihad Watch sie sich ansah, gab es erst 197 Teilnehmer, aber die winzige Minderheit der ExtremistenTM stand ganz klar heraus:
Was sollte die Antwort der muslimischen Ummah auf die Veröffentlichung der blasphemischen Karikaturen in Dänemark sein?
1 Boykott dänischer Produkte und Dienstleistungen – 23 (11,68%)
2 Ausweisung der dänischen Botschafter aus muslimischen Ländern – 10 (5,08%)
3 Die Karikaturisten und die sie veröffentlichenden Redakteure töten – 123 (62,44%)
4 Den Unsinn ignorieren und weiter friedlich den Islam predigen – 41 (20,81%)
Die große Mehrheit der Muslime, die Gewalt und Terrorismus verabscheuen können sich immer noch bemerkbar machen. Na los, Leute!
2.) Update über die Winzige Minderheit der ExtremistenTM aus Pakistan von AP: „Mehr als 25.000 Pakistanis demonstrieren gegen Antikoran-Film und Propheten-Karikaturen“
Mehr als 25.000 Menschen demonstrierten Sonntag beim bisher größten Protest in Pakistan gegen den von einem niederländischen Abgeordneten Antikoran-Film; sie drängten ihre Regierung den niederländischen Botschafter auszuweisen.
„Sie nennen das freie Meinungsäußerung, aber es ist freie Aggression“, sagte Schlüsselredner Munawwar Hasan, ein Führer der größten islamischen Partei Jamat-e-Islami der Menge, währen diese „Allahu akbar“ skandierte…
Mit Stirnbändern mit der Aufschrift „Wir sind bereit unser Leben für die Heiligkeit des Propheten zu opfern“ marschieren sie zwei Kilometer und versammelten sich dann auf Karachis Hauptstraße, um die Reden zu hören. [Wie diese Opferung aussehen soll, dürfte jedem Islamkritiker klar sein – jedenfalls nicht als wehrlose Tötung der Opferbereiten.]
Sie verbrannten dazu eine Puppe von Wilders, während die Sprecher sagten, ihre Regierung solle die diplomatischen Verbindungen mit westlichen Ländern kappen, die die Redakteure der Veröffentlichung der den Propheten Mohammed verleumdenden Karikaturen unterstützen. [Wobei „Unterstützung“ schon heißt, dass man die Leute nicht zumindest ins Gefängnis steckt.]
3.) In Indonesien wurden in den letzten drei Jahren mehr als 110 Kirchen „geschlossen“:
Extremistische islamische Gruppen und Lokalregierungen in Indonesisen schlossen nach Angaben religiöser und Menschenrechts-Organisation in den Jahren 2004 bis 2007 110 Kirchen.
Das Wahid Institute, eine moderate muslimische Nichtregierungsorganisation berichtetet zusammen mit der Gemeinschaft der Kirchen Indonesiens, der Indonesischen Bischofskonferenz und der Indonesischen Menschenrechtskommission, dass Diskriminierung und Gewalt gegen Kirchen in den Provinzen West Java, Banten, Zentraljava, Südsulawesi und Bengkulu am meisten an der Tagesordnung war…
Einige dieser [islamischen] Gruppen nötigten die lokalen Regierungen den Kirchen Briefe zu schicken, die diesen jegliche Aktivitäten verboten. Wenn Kirchen sich nicht daran hielten, wurden sie abgebrannt oder auf andere Weise beschädigt, wie es im Dezember mit der Jakarta Baptist Christian Church in Sepatan in der Provinz Tangerang geschah. Muslimische Extremisten von der FPI traten die Scheiben und Türen des Hausses von Pastor Bedali Hulu ein und warfen seinen Besitz hinaus…
Eine ministerieller Erlass von 1969, der 2006 geändert wurde, verlangt eine offizielle Erlaubnis für eine Gebetsstätte (egal ob Muslime, Christen oder andere) in Indonesien.
Unter dem veränderten Erlass muss jede Gruppe, die eine Erlaubnis beantragt, 90 erwachsene Mitglieder mit Personalausweis haben; die Nummern der Personalausweise müssen gemeinsam mit dem Antrag abgegeben werden. Diese Anforderung – zu der noch die Bestätigung kommen muss, dass mindestens 60 Nachbarn ihr schriftliches Einverständnis geben müssen, bevor der Antrag gestellt wird – macht viele kleine christliche Kirchen zu leichten Zielen für islamische Radikal und feindselige Lokalregierungen.
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