Wochenend-Schaschlik
13. April 2008 at 20:33 | In kurz notiert | Leave a CommentSchweden hat eine antiisraelische Tradition im Außenminister-Amt, die der jetzige Minister Carl Bildt anscheinend fest entschlossen ist fortzusetzen. Er setzte in einem Interview Oppositionsführer Benjamin Netanyahu mit der Hamas gleich (englischer ICEJ-Newsletter vom 11.04.), was in Israel zu heftigen Reaktionen führte. Ein Außenamts-Sprecher attestierte Bildt, den Unterschied zwischen einem Oppositionspolitiker und einer auch Europa bedrohenden Terrorgruppe nicht zu begreifen. Andere Diplomaten machten darauf aufmerksam, dass dies nicht Bildts erste Entgleisung gewesen ist.
Gelegentlich kommt auch ein sinnvoller Kommentar von Shimon Peres. Angesichts der Entdeckung der Entwicklungsanlage für ballistische Langstreckenraketen meinte der israelische Präsident, er könne keine Logik darin erkennen, Raketen mit einer Reichweite von 6.000 km zu entwickeln, wenn nicht geplant wird diese mit Atomsprengköpfen zu bestücken. Die entdeckte Anlage hat übrigens erstaunliche Ähnlichkeit mit entsprechenden Anlagen in Nordkorea… (ICEJ-Newsletter vom 11.04) No Blood for Sauerkraut hat übrigens diesbezüglich ein paar Fragen, deren Beantwortung bei ehrlichem Versuch sehr deutlich ausfallen dürfte.
Nach dem Angriff auf den Grenzübergang Nahal Oz hat Israel Treibstofflieferungen in den Gazastreifen erst einmal eingestellt, um zu untersuchen, wie die Terroristen dort eindringen konnten. (Es gibt so einige Israelis vor Ort, die das sehr genau wissen und sich schon früher beschwert haben, dass die Sicherheitsvorkehrungen unzureichend sind…) Das hält Sari Bashi von der „Menschenrechtsgruppe“ Gisha in Israel nicht davon ab, den Israelis vorzuwerfen, sie würden „Gaza das Leben abwürgen“. Auf die Idee, den Vorwurf der Hamas und ihren Kumpanen von den anderen Terrortruppen zu machen, kommt der Mann natürlich nicht. Genauso wenig wie die sonstigen üblichen Verdächtigen von der Terrorfreunde-Fraktion.
Nur mal zum Nachdenken: Wöchentlich (!) liefert Israel über Nahal Oz knapp 2,2 Millionen Liter Industrietreibstoff für das Elektrizitätswerk in Gaza, 800.000 Liter Diesel und 80.000 Liter Benzin. Warum sollten die Israelis das weiter tun, wenn die Leute, die für den Transfer sorgen, von den Empfängern ermordet werden? Wäre es nicht an der Zeit, dass die Leute im Gazastreifen das Risiko für das Handeln ihrer Herrscher mit übernehmen, statt der Israelis? Wäre es nicht an der Zeit, dass die Lieferung von Lebensmitteln und Energie nicht weiter mit Lieferung von Qassams und Mörsern beantwortet wird?
Die Einstellung der Treibstofflieferungen wird übrigens nicht länger als bis zum Ende des Wochenendes andauern.
Ein weiterer Beleg dafür, dass die Knappheiten im Gazastreifen nicht von Israel, sondern der Hamas verursacht sind, findet sich im selben Ha’aretz-Artikel: Die Hamas zweigt etwa die Hälfte der Lieferungen für eigene Zwecke ab. Außerdem verhindert die Hamas, dass die Treibstoffe aus den Lagern des Grenzübergangs zu den Tankstellen des Gazastreifens abgepumpt werden. Das sollten unsere Medien mit berichten, wenn die nächste Energiekrise im Gazastreifen veranstaltet wird!
Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, „streikten“ (vor dem Anschlag auf Nahal Oz) die Tankstellen im Gazastreifen und weigerten sich Sprit zu verkaufen. Gleichzeitig sendete in Programm des Hamas-Radios Aufrufe an die Bevölkerung, Vorschläge für alternative Transportmöglichkeiten (unter Verzicht auf Autos und Busse) zu machen. (Und einen Tag später gab es prompt die nächsten Berichte über eine „Treibstoff-Krise“ im Gazastreifen.)
Barack Hussein Obama will offensichtlich ganz neue Kapitel in der US-Politik aufschlagen. Nicht genug damit, dass er sich von seinem rassistischen, antisemitischen Gemeindeprediger nicht wirklich distanziert, sondern herumeiert (weitere solche Freunde sind inzwischen auch ans Tageslicht befördert worden); nein, er braucht auch neue Verbündete im Ausland. Und so findet Obama, dass man anders mit Hugo Chavez umgehen sollte (vor ihm kriechen), dass man mit Fidels Kuba Handel treiben muss und den US-Verbündeten Kolumbien in den Wind schießt, weil dort zu wenig für Gewerkschafter getan wird (Morde an Gewerkschaftern in Kolumbien wurden von der dortigen Polizei um 80% gesenkt; ansonsten werden sie auch sehr gerne von linken Terroristen begangen!). Eine Welt mit Obama als US-Präsident wird eine tolle Sache werden! Der Windbeutel hat nichts zu bieten außer hohlen Populismus und die Anbiederung an Extremisten und Terroristen.
Sippenhaft, schrieb ich hier, ist „denen“ oft nicht genug. Manchmal reicht sie allerdings. Zum Beispiel, wenn in Pakistan die Ehre von einem Dutzend Männern verletzt wird, indem die Tochter des einen mit ihrer großen Liebe das Weite sucht, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Diese Ehre wird dann dadurch wiederhergestellt, dass zwei Verwandte (Frauen natürlich) des Geliebten der Tochter in den Dschungel entführt und zwei Tage lang von zwölf Entehrten dauervergewaltigt werden – eine der beiden Frauen war schwanger. (Die Polizei wartet auf den medizinischen Bericht, ob die Vergewaltigung statt gefunden hat.)
„Es gibt 22.000 Einzelpersonen, die beobachtet werden. Es gibt 200 beteiligte Netzwerke und 30 aktive Anschlagsplanungen.“ So die britische Innenministerin Jacqui Smith über die aktuelle Bedrohungslage in Sachen Terrorismus. Wie viele dieser Personen Mohammedaner sind, wäre auch interessant. Wenn die Ministerin aber sagt, dass sie moderate muslimische Kleriker aus Pakistan mitbringen will, die den britischen Imamen bei der Bekämpfung des Extremismus helfen sollen, dann sagt das genug, oder? Und: Das mag eine „verschwindend kleine Minderheit“ sein, aber können diese Zahlen beruhigen?
Zwei „Arbeitsunfälle“ in pal-arabischen Häusern, mitten in dicht bevölkertem Gebiet, an einem Wochenende im Gazastreifen. Warum regt sich eigentlich immer noch niemand von den „Menschenrechtlern“ über dieses Verhalten der Terroristen auf?
Nur in der islamischen Welt, würde ich mal sagen: Eine Bombe tötet 11 Menschen und sorgt für 191 zum Teil schwer Verletzte in einer iranischen Moschee – die Behörden schließen einen Anschlag kategorisch aus. Der Innenminister sagt, es habe sich um „einen Vorfall“ gehandelt und wollte nicht mehr sagen. Die Polizei lässt durchblicken, es seien „Überbleibsel von Munition in einer militärischen Ausstellung“ gefunden worden. Bei Bomben, die in oder an einer Kirche oder Synagoge explodieren, da weiß man genau, dass es ein Anschlag war und kein (interner) „Vorfall“.
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