Berufsrisiko
30. April 2008 at 20:31 | In Karika-Tour, Medien+Nahost | 5 CommentsTags: DryBones
Gemeinhin wird die Antwort auf die Frage lauten, wer das größte Risiko für Journalisten im Nahen Osten ist: Israel. Besonders, nachdem gerade wieder ein Reuters-Kameramann seine Obstschale (na gut) bekommen hat und die pal-arabische Propagandamaschinerie so richtig läuft (und von den Medien im Westen begierig aufgesogen wird).
Nun war der Typ sehr deutlich erkennbar sowieso ein einseitiger Kämpfer für die terroristische Sache. Andere, deren Loyalitäten nicht ganz so eindeutig verteilt sind, tun sich manchmal etwas schwerer, stehen aber auch unter einem ganz gewissen Druck, den Yaakov Kirschen sehr treffend und kurz zusammenfasst:

5 Kommentare »
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Negative Berichterstattung über Israel einzig auf die Angst der Journalisten vor Terroristen zurückzuführen halte ich für ziemlich verkürzt. Gab es den überhaupt einmal einen Fall, wo ein ausländischer Journalist ernsthaft in Gefahr war oder gar getötet wurde, weil Palästinensern seine Berichterstattung nicht gefallen hat?
Kommentar von grummel04 — 1. Mai 2008 #
In Gefahr waren sie oft genug. Und es gibt eine ganze Reihe arabisch-palästinensischer Journalisten, die schwer verletzt, verstümmelt oder getötet wurden, weil sie nicht nach Maßgabe der PLO, der Fatah oder der Hamas etc. berichteten. Diese Fälle finden hier allerdings keine Aufmerksamkeit. Nur dann, wenn ein westlicher Journalist umkommt, entführt wird oder verletzt wird, bekommen wir davon etwas berichtet. Die Einschüchterungsmaßnahmen gegenüber Auslandsjournalisten werden auch nicht veröffentlicht.
Dass die Berichterstattung aus den Palästinensergebieten sehr eingeschränkt ist (sein kann…), ergibt sich schon alleine aus der Tatsache, dass die Freude über erfolgreiche Terroranschläge z.B. vom 11.9. so gut wie nicht dokumentiert werden konnte, weil fast alle Journalisten aus dem Ausland in einem Hotel “eingesperrt” wurden. Die (Art der) Konfsizierung des Filmmaterials vom Lynchmord in Ramallah im Oktober 2000 ist ein weiteres Beispiel. Der zuständige RAI-Korrespondent schrieb danach einen flammenden Appell an die Palästinenser, ihn nicht mit dem italienischen Privatsender in einen Topf zu werfen, der es gewagt hatte hinausgeschmuggelte Aufnahmen zu senden.
Es herrscht eine massive Einflussnahme der Terroristen auf die Korrespondenten. Die haben nicht nur ihre Stringer, die ihnen bereits gefilterte Situationen liefern, sondern auch die eigene Schere im Kopf, weil sie wissen, dass sie auf sehr dünnem Eis unterwegs sind, wenn sie etwas berichten, das die Terroristen nicht haben wollen.
Kommentar von heplev — 1. Mai 2008 #
‘Gab es den überhaupt einmal einen Fall, wo ein ausländischer Journalist ernsthaft in Gefahr war oder gar getötet wurde, weil Palästinensern seine Berichterstattung nicht gefallen hat?’
1. Es gibt keine sog. Palästinenser.
2. Daniel Pearl – bitte Google benutzen
Kommentar von Orde Wingate — 1. Mai 2008 #
Daniel Pearl? Der wurde nicht von PalArabern umgebracht.
Kommentar von heplev — 1. Mai 2008 #
CAMERA hat eine kleine, unvollständige Zusammenstellung von Berichten über die Bedrohung und Einschüchterung von Journalisten.
Kommentar von heplev — 4. Mai 2008 #