Wochenend-Schaschlik
12. Mai 2008 at 20:45 | In kurz notiert |Der Qassam-Kalender von Elder of Ziyon versucht die aus dem Gazastreifen verschossenen Qassam- und Katjuscha/Grad-Raketen zu zählen; nicht aufgeführt sind dort ausdrücklich die Mörsergranaten und Raketen aus dem Libanon. Seit Freitag ist die Mai-Zählung online.
Kanada gilt manchen als ein seltsames Land, das vor Islamisten kuscht. Das stimmt in Teilen, auf lokaler Ebene. Es ist auf dieser Ebene aber auch ein Beispiel für heftigen Widerstand gegen die westliche Islamisierung; so hatte eine Stadt eine Art Verhaltenskodex ausgegeben, der vollständige Verhüllungen von Frauen, ihre Misshandlung und anderes im Stadtgebiet verbot, was manche Muslime für normal halten.
In einer Sache ist Kanada seit einiger Zeit vorbildlich: in der Ablehnung der Diskriminierung Israels durch wen auch immer. Gesorgt hat dafür offenbar ein einziger Mann, Premierminister Harper. Seit seiner Amtsübernahme hat sich Kanada in UNO-Gremien nicht mehr der „europäischen“ Haltung angeschlossen, sondern gegen alles gestimmt, was sich einseitig gegen Israel richtete. Kanada hat sich jetzt schon aus der sich als Hass-Fest abzeichnenden „Durben II“-Konferenz (angeblich gegen Rassismus) zurückgezogen. Kanada war das erste Land, das die Finanzierung der Hamas-Regierung einstellte. Und dann gibt es noch einiges mehr (hier nachzulesen, auf Englisch; PI hat einiges übersetzt). Das Land ist ein Beispiel für andere; hoffentlich folgen ihm noch andere. Und wir sollten hoffen, dass Harper keinen Nachfolger mit weniger oder falschen Prinzipien haben wird.
Die Terror-Mullahs haben keine Probleme damit die Hisbollah im Libanon zu unterstützen, sie anzustacheln und ihr Befehle zu erteilen. Und wenn sie dann die Hisbollah einen Putsch im Libanon versuchen lassen, sind natürlich an der Gewalt andere Schuld – die Israelis und die USA (Englisch). Wer auch sonst…
Auch mal ein interessanter Gedanke: Die UNO in Gestalt des World Food Program (WFP) hat die Lieferungen von Lebensmitteln nach Myanmar/Birma kurzfristig gestoppt, weil die Regierung dort Lieferungen abzweigt und in Lagern festhält (und die Hilfsorganisationen nicht im Land arbeiten lässt). Nach den Maßstäben betrachtet, die gegenüber Israel angelegt werden, muss der UNO jetzt Kollektivbestrafung des Volks von Birma vorgeworfen werden, findet Elder of Ziyon nicht zu Unrecht: Es wäre schön, die Rechtfertigung der UNO zu erfahren etwas zu tun, das die Hilfe für Myanmar einschränkt – wenn die UNO von diesem Land noch nicht einmal täglich angegriffen wird.
Gut, wir kennen die Begründung. Fragt sich also, warum Israel anders behandelt wird.
Das WFP ist ja bekanntermaßen aufgrund der rasant steigenden Lebensmittelpreise in Schwierigkeiten und droht(e) pleite zu gehen. Der Hilferuf der UNO nach 775 Millionen Dollar, um weiter arbeiten zu können, steht im Raum. Gelder bekommt das WFP über Spenden. Im Durchschnitt geben die USA seit Jahren etwa 1,16 Milliarden Dollar – fünfmal so viel wie der zweitgrößte Spender, die EU-Kommission (Spenderliste 2001-2007). Saudi-Barbaria z.B., das jährlich 164 Milliarden Dollar Gewinn durch Ölförderung macht, ist auf der Spenderliste 2008 nicht zu finden. Kanada, Australien, Westeuropa und Japan haben über die normalen Gelder zusätzliche 260 Millionen Dollar aufgebracht; die OPEC-Staaten haben sich durchgerungen volle 1,5 Millionen Dollar zuzuschießen, zusätzlich zu den 50.000 schon gezahlten. Einziger „Großspender“ der Öl-Exporteure sind die Vereinigten Arabischen Emirate, die $50.000 gaben. Das afrikanische Burkina Faso steht mit $600.000, Bangladesch mit fast $5,8 Millionen in der Liste.
Shimon Peres ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer wieder durch seine Meinungen und Visionen aufgefallen (die dazu führten, dass das Volk ihn nie in ein Amt wählte). Er hatte „Oslo“ federführend herbeigeführt, die Gründung der Kadima durch Ariel Sharon und ihren Machtgewinn ebenso wie den Abzug aus dem Gazastreifen. Der Visionär des „neuen Nahen Ostens“ war immer positiv eingestellt, wenn es darum ging Israel in Gefahr zu bringen – und lag in seinen Einschätzungen immer richtig daneben. „Oslo“ hat keinen Frieden gebracht und schon gar keinen neuen Nahen Osten. Und was den Abzug aus Gaza angeht, so konnte er sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass die hinterher immer noch mit Qassams auf Israel schießen würden (oder dass die Hamas dort derart erstarken würde). Aber all diese „Leistungen“ werden den Mann nicht eines Besseren belehren. Seine „Visionen“ werden Israel immer weiter voran bringen, davon ist er überzeugt. Hoffen wir, dass der Abgrund noch nicht zu nahe ist.
Die Hamas hat wieder eine Energiekrise initiiert. Natürlich ist Israel Schuld, wer sonst? Es wird von israelischer Seite allerdings auch die Frage gestellt, warum Krankenhäuser keinen Treibstoff für Generatoren bekommen, während die Hamas selbst mehr als genug hat, um ihre eigenen (Terror-) Aktivitäten weiterzuführen? (eine Frage, die tagesschau.de nicht stellt noch berichtet…) Kennzeichnend auch wieder: Eine Zwischenüberschrift plärrt „Palästinenser bei israelischem Luftangriff getötet“ – der Tod eines israelischen Kibbutzniks durch Mörserbeschuss in israelisches Staatsgebiet fällt unter Nebensächlichkeiten, die nur am Rande erwähnt werden.
Die terroristische Inszenierung hat bei der Jerusalem Post eine passende Überschrift bekommen: Selbstschädigung als Strategie.
Ehud Olmert nimmt mal wieder das Maul reichlich voll. Bisher ist dem nie effektives Handeln gefolgt. Seine aktuelle Äußerung: „Entweder gibt es Ruhe oder der Staat Israel wird hart handeln, damit – am Ende – Ruhe einkehrt.“ Die Frage muss erlaubt sein, was Israels Bevölkerung bis dahin noch alles erleiden muss. Wie hoch der Preis für Olmerts Geschwätz sein wird. Für Israel UND für die palästinensischen Araber.
Der ägyptische Geheimdienstchef Omar Suleiman, berichte The Media Line im Newsletter vom 12.05.08, nach Jerusalem, um „in letzter Minute“ eine israelische Zustimmung für eine von Ägypten vermittelte Waffenruhe einzuholen. Diese Vereinbarung soll „zwischen Israel und 12 palästinensischen Gruppen“ vermittelt worden sein. Da gibt es ja wohl einen Widerspruch: Wenn der zwischen Israel und 12 palästinensischen Gruppen vermittelt worden wäre, dann bräuchte keine Zustimmung mehr eingeholt werden. Allerdings ist es vielmehr so, dass Ägypten mit den Terrorgruppen etwas ausgemacht hat und Israel da jetzt einfach Ja und Amen zu sagen soll, ohne vorher konsultiert worden zu sein! Ganz abgesehen davon, dass die angebotene Hudna nur dazu dienen soll die Terroristen so stark zu machen, dass sie ihren Krieg gegen Israel erfolgreich beenden können! Wie gerade erst wieder von Khaled Meschaal bestätigt wurde: „Das ist nur eine Taktik in unserem fortgesetzten Kampf.“ (im verlinkten JP-Artikel)
Nach Angaben der pal-arabischen Terrororganisationen haben jüdische Wanderer einen arabischen Jäger erschossen. Der scheint allerdings Juden als Jagdwild zu betrachten, denn er und ein Kumpel (der von der IDF gefangen genommen wurde) schossen auf diese Gruppe von Wanderern – mit Sturmgewehren, die bekanntlich ausschließlich zum Jagen geeignet sind. (Die Gegend, in der sich das abspielte, ist bekannt für ihre Judenjagd-Szenen…)
Das Gesetz für die Rechte der Kinder ist von der nigerianischen Bundesregierung begrüßt worden, bisher aber nicht von den Parlamenten der vorwiegend muslimischen nördlichen Bundesstaaten, denn das Gesetz Teile enthält, die viele im Norden als gegen ihre religiösen und kulturellen Werte gerichtet betrachten.
Moment mal – das islamische Recht soll doch Frauen erheben und Recht und Ordnung in die Gegenden bringen, denen es aufgedrückt wird, nicht wahr? Richtig? (Reaktion von Jihad Watch auf die Meldung, dass die Schleusung von Teenager-Mädchen in Nigeria zunimmt, die aus armen Dörfern in nordnigerianische Städte verschleppt werden, um dort als billige Arbeitskräfte eingesetzt zu werden.
Es ist immer wieder dasselbe: Eine ausgewogene „Diskussion“ über den Nahost-Konflikt schaffen links-grün-kommunistisch-antizionistische (oder sonstige) Israelfeinde, indem sie einen Antisemiten – vorwiegend aus dem „Opfervolk“ der „Palästinenser“ – einladen und sich Stichworte für antiisraelische Hetze mit einem/einer jüdischen Israelfeind(in) zuwerfen lassen. Jüngstes Beispiel dafür in Berlin, wie Leonard Zelig von Wind in the Wires aufzeigt.
Hurra, die Saudis widmen sich den Frauenrechten! Es gibt jetzt sogar einen Kongress zur Rolle der Frau am Arbeitsplatz. Ohne teilnehmende Frauen, selbstverständlich. Die durften irgendwo anders rumsitzen, damit die Männer sie nur ja nicht sehen konnten.
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