Die AP macht Stimmung
23. Juni 2008 at 20:28 | In Medien+Nahost | 2 CommentsTags: Associated Press, Fotos, Propaganda
Und gegen wen? Gegen Israel natürlich. Wer soll sonst für jedwede Probleme im Gazastreifen verantwortlich sein?

Palästinensische Kinder sitzen neben Flaschen, die sie an einem Trinkbrunnen im Flüchtlingslager Khan Junis im südlichen Gazastreifen gefüllt haben – Sonntag, 22. Juni 2008. Israel verstärkte am Sonntag das Rinnsal der dringend benötigten Waren, die in den Gazastreifen strömen, sagte ein Militärsprecher, während der jüngsten Phase einer vier Tage alten Waffenruhe mit den Militanten der Hamas.
Schreibt die AP zu diesem Foto. Womit für den Leser gelten muss: Israel sorgt dafür, dass die im Gazastreifen nicht genug Wasser haben. Und „Rinnsal der dringend benötigten Waren“ ist bestimmt NICHT die Wortwahl des Militärsprechers. Wunderbar. Und hier gleich noch eins:

Palästinensische Kinder schleppen Flaschen mit Wasser im Flüchtlingslager Khan Junis im südlichen Gazastreifen – Sonntag, 22. Juni 2008. Israel verstärkte am Sonntag das Rinnsal der dringend benötigten Waren, die in den Gazastreifen strömen, sagte ein Militärsprecher, während der jüngsten Phase einer vier Tage alten Waffenruhe mit den Militanten der Hamas.
Elder of Ziyon kommentiert diese Fotos so:
Warum sollten süße palästinensisch-arabische Kinder gezwungen sein Flaschen mit Trinkwasser nach Hause zu schaffen? Nach Ansicht der AP muss es etwas mit der „Belagerung“ des Gazastreifens durch Israel zu tun haben, denn dies illustriert eine Story darüber, dass Israel „das Rinnsal“ „dringend benötigter Waren“ in den Gazastreifen „verstärkt“ – und was wird dringender gebraucht als Wasser?
Impliziert wird, dass die Wasserprobleme des Gazastreifens Israels Fehler sind und nicht der der palästinensischen Araber, die mehr in Qassam-Raketen investiert haben als in ihre Infrastruktur. Darüber hinaus wird impliziert, dass Israel den Transport von Wasser in den Gazastreifen beschränkt hat, während es sich in Wirklichkeit überschlagen hat den Menschen im Strip zu sauberem Wasser zu verhelfen. Wer etwas paranoide ist, kann eine Analogie zu den uralten antisemitischen Falschmeldungen erkennen, dass Juden die Brunnen der Nichtjuden vergiften – ein muslimischer Standard-Vorwurf.
AP – bei dem, was sie am besten kann.
2 Kommentare »
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Es ist schon komisch, daß die Kids auf dem Foto Mineralwasserflaschen schleppen, während im Artikel von einem Rinnsal gesprochen wird.
Außerdem besitzt jedes größere Haus im Gaza eine Wasserleitung. Vmtl. wurde von der Hamas wieder mal ein Kraftwerk abgeschalten, weil man den Diesel für die Quassam-Raketen braucht. Dann haben die Wasserpumpen natürlich keinen Saft.
Würden die von Europa bewilligten Hilfsgelder nicht in die Waffenrüstung der Hamas fließen sondern in die Infrastuktur des Landes, dann wäre der Krieg bald zu Ende, denn satte Bäuche kämpfen schlecht, aber so kann man auf die Mitleidstour die bösen Israelis beschuldigen für das Verbrechen am eigenen Volk, ein Trick den die Deutschen von 3.Reich her eigentlich noch kennen müßten, zumindest wir älteren.
Kommentar von edaffner — 27. Juni 2008 #
Das “Rinnsal” betraf ja weniger das Wasser, als die schlechte Versorgung insgesamt.
Ansonsten volle Zustimmung.
Kommentar von heplev — 27. Juni 2008 #