Wochenend-Schaschlik

29. Juni 2008 at 21:21 | In kurz notiert | Leave a Comment

Islamophobie-Alarm: In der Schweiz wurde ein Ehepaar verurteilt, weil sie ihre älteste Tochter „beschneiden“ ließen. Sie gaben an, dies sei Teil ihrer muslimischen Religion sei. Autsch! Bitte die OIC informieren, die Muslim-Verbände und die Halal-Hippies: Diese Leute wissen nicht über ihre Religion bescheid! Dass die Genitalverstümmelung etwas mit dem Islam zu tun hat, behaupten, wie wir wissen, immer nur islamophobe Verleumder!

Lila hat recht: Was man in Deutschland „Spirale der Gewalt“ nennt, sieht in Wirklichkeit so aus, wie im jüngsten Beispiel: Die Terroristen brechen ständig die Waffenruhe, beschießen Samstagabend schließlich auch noch Grenzübergänge mit Mörsern – und Israel, statt diese geschlossen zu halten und die Terroristen zu jagen, wie es sein gutes Recht wäre, öffnet sie und lässt Waren in den Gazastreifen. Nun, den Terror-Apologeten wird das auch nicht reichen…

Irgendwann“, schreibt This Ongoing War, „wird gesagt werden, dass die ‚Waffenruhe’ mehr oder weniger hielt.“ Stimmt wohl. In den MSM ist das ja jetzt schon mehr oder weniger der Fall. Aber demnächst wird das groß herausgestellt, sobald er zusammenbricht. Und wer wird die Schuld bekommen?

Wieder mal schade, dass das nur in Englisch vorhanden ist: Im Weekly Standard schreibt Anne-Elisabeth Moutet über die Reaktion des französischen Medien- und sonstigen Establishments auf das Urteil gegen France2 und Charles Enderlin, insbesondere über die Motivation eine riesige Petition für Enderlin zu unterschreiben. Es ist einfach unfassbar, mit welcher Argumentationsweise dort darum herumgeredet wird, dass Enderlin eine Fälschung ausgab und bis heute darauf besteht im Recht zu sein. Unterstützungsgründe reichen von „Der hat alles richtig gemacht“ über „Ist egal, ob’s stimmt oder nicht“ bis hin zum allgemein vertreten und kategorischen „Die professionellen Medien dürfen nicht kritisiert werden“ und „Dem Mann wird an die Ehre gegangen und das geht nicht“. Was vor allem eines zeigt: Die Wahrheit interessiert keinen! Nein, Enderlin „leidet unter den Vorwürfen“ und das ist furchtbar. Wie furchtbares Leid die von Enderlin verbreitete Lüge anderen gebracht hat, interessiert nicht. Wie viele Leben sie gekostet hat, darüber denkt man nicht einmal nach. Das ist ungefähr so, als würde einer, der die Bombennächte im Bunker verbringen musste, sich beim KZ-Insassen beschweren, wie sehr man unter den Angriffen gelitten hat und sagen: Ihr habt’s gut gehabt, ihr ward im Lager, ihr hattet zu Essen, ihr musstet nicht in den Bunker, ihr seid versorgt worden. Ich kriege das Kotzen! Ein französischer Journalist darf nie in Frage gestellt werden. Und es darf vor allem nie von ihm verlangt werden zuzugeben, er habe einen Fehler gemacht!

Wie richtig Henryk M. Broder mit seinen Warnungen zur Antisemitismus-Wahrnehmung vor dem Innenausschuss des Bundestages lag, erwies sich diese Woche wieder einmal auf einer Konferenz in Berlin. Ich habe die Berichterstattung dazu leider nicht verfolgt; aber wenn Islamstaaten (allen voran der Iran, genauso aber Vertreter Syriens, des Libanon und Saudi-Arabiens) die Beseitigung des „zionistischen Experiments“ fordern und Holocaust-Leugnung betreiben können, ohne dass ihnen das Mikrofon abgedreht wird oder jemand ihnen deutlich widerspricht und sie in die Schranken weist, dann sollte man eigentlich wissen, woran man in Deutschland wieder ist. Ach ja, die Holocaust-Leugnung in den arabischen Ländern hat natürlich nichts mit Antisemitismus zu tun…

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