Nur noch krank
7. Juli 2008 at 10:39 | In Araber, NGOs, Nahost-Konflikt, Palästinenser, Terroranschläge | 6 CommentsTags: Jerusalem, Propagandalügen, Terror, Terrorapologeten
Es gibt Momente, da versagt einem einfach die Sprache. Einen solchen erlebte ich bei dieser Meldung, weshalb ich mir tatsächlich mitten im Urlaub einen internetfähigen Rechner gesucht habe, um den Ärger zu verarbeiten und mitzuteilen:
Addameer: Untersuchung des Radlader-Vorfalls muss international beaufsichtigt werden
Gaza – Addameer (Gewissen), eine palästinensische NGO, die sich zur Aufgabe gemacht hat, die Rechte politischer Gefangener und Gefängnisinsassen zu schützen und für sie zu werben, gab a Samstag eine Erklärung aus, in der sie „Hinrichtung“ des Jerusalemer Baggerfahrers Husam Dwayat verurteilt wurde.
Die Erklärung beschrieb die Hinrichtung als „Verletzung des Rechts auf Leben“.
Außerdem drosch die Erklärung auf die Entscheidung der Knesset ein das Haus des Mannes abzureißen; die Aktion wird als „rassistisches Verhalten und Kollektivstrafe gegen palästinensische Einwohner Jerusalems“ beschrieben.
Die Vereinigung verlangte in ihrer Erklärung, das Untersuchungen unter internationaler Aufsicht durchgeführt werden, da es einige Hinweise gibt, dass der Vorfall in Wirklichkeit ein Verkehrsunfall war und nichts mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt zu tun hat.
Addameer deutet in ihrer Erklärung an, dass der Angreifer einfach die Kontrolle über seinen Bagger verloren hat.
Addameer ruft die internationale Gemeinschaft auf einzugreifen, um den bereits im Gang befindlichen Prozess zur Zerstörung des Hauses der Familie Dwayyat aufzuhalten.
Soso. Ein Verkehrsunfall, bei dem der Baggerfahrer „Allahu akbar“ schreit, unkontrolliert von einer Straße in die nächste kurvt, wobei er völlig unabsichtlich immer Autos unter sich lässt, egal, wo die sich gerade befinden, einen Bus mehrmals rammt, einen weiteren umkippt und sich gegen Eingriffe von außen wehrt, bis er „hingerichtet“ wird.
Einen klareren Fall von dreifachem Mord und dutzendfachem versuchten Mord gibt es wohl nicht. Und die „Hinrichtung“? Der Typ wehrte sich gegen jeden Eingriff in sein Tun. Wenn der Radlader nur außer Kontrolle gewesen wäre, hätte er die Männer eingreifen lassen. Statt dessen drückte er seinen Gebetsruf brüllend wieder auf’s Gas. Einen klareren Fall von Nothilfe gibt es auch kaum.
Wenn also eine arabische Organisation versucht das anders darzustellen, dann hat sie ganz klar die Absicht Terror zu unterstützen. Sie hetzt gegen Israel, rechtfertigt alles, was mit dem Morden von (jüdischen) Menschen zu tun hat. Damit kann ihr Volksverhetzung nachgewiesen werden. Rassistisch? Rassistisch ist der, der in diesem Fall Judenmord nicht verurteilt.
Aber hier wird das wahrscheinlich wieder von allen möglichen Terror-Apologeten aufgegriffen und rechtfertigt werden. Hauptsache, man kann Israel beschmieren. Der Mörder wird vielleicht sogar zur nächsten Rachel Corrie! Hat der Neudeck sich noch nicht zur „Hinrichtung“ des armen Opfers des Verkehrsunfalls geäußert? Oder sonst einer der Idioten, die immer nur allzu gerne entschuldigen, was an Terror gegen Israelis veranstaltet wird?
Das “Recht auf Leben” des Mörders sei verletzt worden, schimpfen die Terror-Sympathisanten. Dieses Recht haben immer vor allem die, die gerade keine Juden sind, nicht wahr? Insbesondere Mörder, die Juden das Leben nehmen. Wie nennt man so was? Antisemitisch nennt man sowas! Die einzig akzeptable Form des Rassismus!
6 Kommentare »
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Dank eines nachhaltig handelnden Israelis weilt der Genannte inmitten eines Paradieses, umgeben von 72 Jungfrauen. Er wird auf immer ein Held sein, seine Familie wird bis ans Ende ihrer Tage finanziell unterstützt. Was schöneres kann sich ein gläubiger Araber da noch wünschen?
Kommentar von Orde Wingate — 7. Juli 2008 #
@stefan
Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was ich von deinen Kommentaren halten soll. Deshalb möchte ich den zu diesem Beitrag auch nicht freischalten.
Kommentar von heplev — 7. Juli 2008 #
Vielleicht ist die Reaktion eines Freundes aus Israel auf diesen Müll die einzig richtige. Als er es las, bekam ich folgende E-Mail:
PWAAAHAHAHHAHAAHAHAHAAHHHA
Kommentar von heplev — 7. Juli 2008 #
Es gibt noch weitere Rechtfertigungen für die Erschiessung des Attentäters:
1. Es war nicht auszuschliessen, dass er einen Sprengstoffgürtel auf sich trägt. Damals beim Selbstmordattentat in Dimona war der eine Täter ja auch schwer verletzt und hat sich doch noch in die Luft sprengen wollen, bevor er dann von einem Polizisten erschossen wurde.
2. Der Attentäter jetzt in Jerusalem war ja schon angeschossen worden von einem Security Guard, war kurz bewusstlos, bevor er dann (offenbar verletzt am Kopf) wieder zu sich kam und seine Horrorfahrt fortsetzte.
Offensichtlich war es die einzige Lösung, ihn zu töten. Dass darüber nun diskutiert wird und die Tötung als falsch angesehen wird, kann ich nicht nachvollziehen.
Das ganze war ein Unfall? Dass ist nicht lache.
Kommentar von Mia — 7. Juli 2008 #
Die Reinwaschung vom Terrorverdacht wird wie erwartet schon in den ersten deutschen übernomen. Es überrascht nicht, dass ausgerechnet Inge Günther in der Frankfurter Rundschau vorprescht:
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?sid=eb5c54e26c3163934a6dbd764a520677&em_cnt=1362894
“offenbar unter Drogeneinfluss” – nur weil die Ex-Betthäsin sagt, er kifft. Das ist eine hervorragende Schlussfolgerung. Mal sehen, ob sie zutrifft, es soll ja eine Obduktion erfolgen. Wenn nicht ist Frau Günther gearscht. Wenn ja, dann heißt das noch längst nicht, dass der Drogeneinfluss die Ursache für die Mordfahrt war. Aber das braucht Terror-Apologeten wie die dumpfe Inge nicht zu interessieren…
Kommentar von heplev — 8. Juli 2008 #
Diese ewigen Entschuldigungen, dass jemand ja nur besoffen war oder unter Drogen stand kotzen mich an. Alkohol und Dope enthemmen, aber machen nicht aus einem friedlichen Menschen einen Amokläufer. Fazit: er mag sich im nüchternen Zustand nur nicht getraut haben, aber die gewisse Grundeinstellung muss er schon gehabt haben. Wenn sich jemand im besoffenen Kopf äußert sagt er tendenziell die Wahrheit. Wenn er sich später entschuldigt, dann nicht für den Inhalt, sondern dass er die Wahrheit (taktloser weise) ausgesprochen habe.
Kommentar von Stefan — 14. Juli 2008 #