Doppelte Unverschämtheit
9. Juli 2008 at 15:47 | In Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | 3 CommentsTags: Gazastreifen, Regierung Olmert
Dass die PalAraber keine Gelegenheit auslassen, an jüdisches Geld zu kommen, auch wenn es noch so dreist ist, sollte niemanden wundern. Allerdings wundert es ebenfalls überhaupt nicht, dass die israelische Regierung mit jüdischen Staatsbürgern, denen sie ohnehin schon übel mitgespielt hat, weiterhin so unverschämt umgeht, dass einem das Kotzen kommt:
Gaza-Araber wollen Entschädigung für Entlassung aus den Jobs in Gush Katif
Nissan Ratzlav-Katz, Arutz-7, 9. Juli 2008
Araber aus dem Gazastreifen, die von israelischen Farmern im Gush Katif beschäftigt wurden, bis die Juden 2005 aus dem Gebiet vertrieben wurden, suchen nach Wegen ihre ehemaligen Arbeitgeber wegen „unrechtmäßiger Entlassung“ und für den Erhalt anderer Arbeitnehmer-Vergünstigungen zu verklagen.
Die Ausreißung der pulsierenden jüdischen Gemeinden und ihrer Wirtschaft aus Gush Katif während der „Abkoppelung“ der Regierung Sharon vom Gazastreifen führte zur sofortigen Arbeitslosigkeit von etwa 10.000 Menschen, die in der Landwirtschaft und damit zusammenhängenden Industrie arbeiteten; zu ihnen gehörten auch 5.000 Araber der palRegierung Sharon vom Gazastreifen führte zur sofortigen Arbeitslosigkeit von etwa 10.000 Menschen, die in der Landwirtschaft und damit zusammenhängenden Industrie arbeiteten; zu ihnen gehörten auch 5.000 Araber der palästinensischen Autonomie. Der Stand vom Juni 2008 ist, dass mehr als 50 Prozent der früheren Einwohner des Gush Katif immer noch arbeitslos sind.
Nach Angaben eines Berichts von Israel Fernsehkanal Eins sagte die SELA-Verwaltung, die dafür geschaffen wurde den durch die Abkopplung Vertriebenen helfen soll, sich ein neues Leben und neue Gemeinschaften aufzubauen, den ehemaligen Einwohnern, Arbeitgebern und Geschäftsleuten des Gush Katif, dass die Forderungen der Araber „euer Problem“ sei. Die Regierung hat behauptet, dass zu den Abfindungszahlungen, die den ehemaligen Einwohnern gezahlt wurden, ein Fonds gehörte, der für die ehemaligen Angestellten der aus dem Gazastreifen geworfenen jüdischen Industrie genutzt werden sollte.
Aktivisten des Gush Katif entgegnen, dass die Abfindungszahlungen bisher nicht einmal die Grundbedürfnisse der Vertriebenen selbst abdeckten.
Yossi Schwartz, der früher eine Fabrik für Bekleidung besaß und von Kanal Eins für den Bericht interviewt wurde, sagte, dass die Forderungen der ehemaligen Arbeiter sich nur in seinem Fall schon auf mehr als eine Million Schekel belaufen könnten. Schwartz ist, wie so viele seiner ehemaligen Nachbarn, weiterhin arbeitslos.
Halten wir also fest: Die „unrechtmäßigen Entlassungen“ müssen die ehemaligen Arbeitgeber verantworten, obwohl sie zu diesen gezwungen waren: Wo keine Arbeit mehr ist, kann man auch niemanden beschäftigen. Und die Regierung Olmert kümmert sich einen Scheißdreck darum, was mit den Menschen ist, die sie da entwurzelt und ihrer Existenzen beraubt hat. Im Gegenteil: Die sollen auch noch alles ausbaden, was die Regierung des Amtsvorgängers (zu dessen Getreuen der jetzige Regierungschef ja gehört) verbrochen hat. Da fragt man sich, wer hier eigentlich unverschämter ist – die Hamastanis oder Olmert.
3 Kommentare »
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Ich sags mal so: Man sollte vorher überlegen was man tut. Und welche Auswirkungen so manches Handeln nach sich zieht auch wenn man es auf den ersten Blick nicht sieht.
Denn der Flügelschlag eines Schmetterlings…
Kommentar von frankthefrog — 10. Juli 2008 #
Hm. Wer sollte? Die Regierung Olmert? Klar sollte die, aber die denken eh nicht durch, was sie mittel- und langfristig anrichten.
Oder was meinst du mit deinem Eintrag?
Kommentar von heplev — 11. Juli 2008 #
Ja ich meine wenn man Menschen verjagt muss man davon ausgehen, dass so etwas passiert.
Kommentar von frankthefrog — 11. Juli 2008 #