„Alle Konflikte werden durch Verhandlungen beendet“
9. September 2008 at 22:30 | In Nahost-Konflikt | 1 CommentTags: Friedenshetzer, Gutmenschen
Schreibt ein Bonner Müller Henryk Broder auf die Website. Vielleicht nicht ganz so freiwillig, aber wer Broder schreibt und ihn dabei beschimpft, der hat halt gute Chancen, dass sein Stuss verbreitet wird. Vielleicht ist der Schreiber ja auch stolz, dass er so gut das Arschloch gemacht hat, dass er dort landet. Das könnte auch beim Schreiber dieser Super-Erkenntnis aller Friedensbesoffenen dieser Welt der Fall sein. (Seine Gülle wird irgendwann abgelöst, bleibt aber sicher hier erhalten.)
Nun, vielleicht hat er ja recht. Schau’n wir mal, anhand von bekannten Konflikten. Der Zweite Weltkrieg wurde mit Verhandlungen beendet, stimmt. Da haben die deutschen Oberkommandierenden darüber verhandelt, wie lange sie ihr Kanonenfutter noch abschlachten lassen – man einigte sich auf den 8. Mai 1945, die Sowjets wollten noch 24 Stunden länger deutsche Restbestände zusammenschießen.
Erster Weltkrieg: In Compiègne wurde auch verhandelt – darüber, was das Gerade-nicht-mehr-Kaiserreich tun musste, um nicht von den Alliierten dem Boden gleich gemacht zu werden.
Korea? Hm, Verhandlungen haben den Konflikt bis heute nicht beendet.
Vietnam? Gab’s da Verhandlungen? Ich kenne nur die Bilder, wie die Kommunisten in Saigon einmarschieren.
Gehen wir mal weiter zurück. Napoleon – ach nee, den haben die Verbündeten gleich zweimal platt machen müssen; d.h. seine Soldaten, nicht den Mann selbst, der wurde Zwangs-Insulaner. Verhandlungen hat es auch gegeben, aber höchstens darüber, was genau der Tyrann mitnehmen durfte. Beim zweiten Mal war’s so gut wie nichts.
Sonst noch was? 1871: Tolle Verhandlungen, bei denen das neu gegründete Kaiserreich den Franzosen sagte, was sie zu tun und zu lassen haben.
Vielleicht doch weniger weit in der Vergangenheit. Darfur vielleicht? Hm, Verhandlungen kann man das kaum nennen, was da abgeht. Die Mörderbande in Karthoum schreibt der UNO vor, was sie tun darf und was nicht und gelöst ist der Konflikt nicht. Müssen wir also zu welchen gehen, die nicht mehr bestehen.
Ist der Bosnien-Konflikt vorbei? Der wurde nicht mit Verhandlungen gelöst, sondern militärisches Vorgehen hat dazu geführt, dass den Serben eine Lösung aufgezwungen wurde. Dito für Kroatien. Und noch einmal für das Kosovo.
Aber da wird so ziemlich überall zu finden sein, dass es einen Sieger gibt, der dem Verlierer die Bedingungen diktiert. Wenn man das Verhandlungen nennen will, bitte. Oh, es gibt eine Ausnahme: Im arabisch-israelischen Konflikt versuchen die Verlierer, auch mit der Hilfe von „Vermittlern“ aus dem Westen, dem Sieger vorzuschreiben, was der zu tun und zu lassen hat.
Da, wo kein Sieger vorhanden ist (und die EU und die UNO usw. verhandeln), geht der Konflikt nicht zu Ende. Darfur ist ein Beispiel. Andere Dauerkonflikte haben keine Chance. Gerade der Nahost-Konflikt ist ein Beispiel dafür, dass Verhandlungen zu gar nichts führen, vor allem nicht zu einer Lösung des Konflikts. Statt dessen wird er unendlich weiter geführt, weil die Zwangsverhandler zu blöde sind die eine Seite (die Araber) zu begreifen und zu durchschauen und der anderen (Israel) immer weitere Auflagen aufzwingen.
„Alle Konflikte werden durch Verhandlungen beendet.“ Ja, durch Verhandlungen über die Kapitulationsbedingungen. Nur, dass diese Verhandlungen keine solchen auf „gleicher Höhe“ sind, sondern nur dem Zweck dienen, dass der Verlierer sagt, wann er aufgibt.
Welche Konflikte sind wirklich durch Verhandlungen gelöst worden? Ohne dass sie so aussahen, dass einer dem anderen diktieren konnte, was diese zu akzeptieren hat. Ohne dass der Konflikt weiter schwelte und wieder ausbrach? Na?
Oh, übrigens akzeptiere ich hierbei den 30-jährigen Krieg mit dem Westfälischen Frieden nicht. Die Verhandlungen wurden geführt, nachdem die „zwei“ Seiten so erschöpft waren, dass sie gar nicht mehr kämpfen konnten.
1 Kommentar »
RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI
Einen Kommentar schreiben
Bloggen Sie auf WordPress.com. | Theme: Pool by Borja Fernandez.
Entries and comments feeds.



Es wäre sehr schlimm, wnn man dreissig Jahre warten müsste, bis die Palästinenser so schwach werden, dass sie zu Verhanndlungen bereit sind.
Leider aber ist es noch schlmmer. Die Plästinenser werden von der ganzen westlichen Welt verwöhnt, trotz ihrer ungeheuerlichen Lügen, sodass sie das länger aushalten wiedreissig Jahre,
wan es soweit ist weiss Gott aleine
Kommentar von Herbert Feuermann — 10. September 2008 #