Wochenend-Schaschlik

21. September 2008 at 20:03 | In kurz notiert | Leave a Comment

Die UNO-Vollversammlung hat eine neue Knalltüte als Vorsitzenden: Miguel d’Escoto Brockman, Pater aus Nicaragua und unter den Sandinisten Außenminister von Nicaragua. Da weiß man, was man erwarten muss. Eine seiner tollen Ideen: Er will auf Teufel komm raus Resolution 181 von 1947 umgesetzt sehen. Das ist eine Resolution, die von denen, denen sie zugute kommen sollte, abgelehnt wurde. Statt die Araber dafür zu kritisieren, jammert er, die UNO sei jetzt schon seit mehr als 61 Jahren unfähig gewesen sie umzusetzen. Seit der Ablehnung durch die Araber ist die Resolution tot! Basta! Jetzt fehlt nur noch, dass der Trottel fordert, dass die Grenzen des Teilungsplan angewendet werden!

Pro Köln und ihr Anti-Islamisierungs-Kongress – darüber kann man von mir aus denken, wie man will. Mir sind die schon länger suspekt, erst recht, seit mit einem Jean-Marie LePen als Sprecher geworben wurde. Mit solchen Leuten muss sich dort niemand wundern, wenn Kritiker sich in ihrer Rechtsaußen-Einschätzung bestätigt sehen. Diese Einordnung zu widerlegen, kann mit üblen Politikern wie dem Franzosen schon gar nicht gelingen. Was sich allerdings die von Oberbürgermeister Schramma angeführte Gegenbewegung geleistet hat, ist nun auch das Gegenteil von Demokratie und Toleranz: Da wird das ganze Antifa-Spektrum aufgepeitscht, die linken Prügel-Trupps geradezu aufgefordert zu randalieren – und weil die das dann tun, wird den Geschmähten ihre Kundgebung verboten. Das ist kein Sieg der Demokratie (schon gar nicht der „demokratischen Kräfte, denn die Links-SA ist nicht demokratisch!), das ist miese Kriegsführung gegen Andersdenkende mit undemokratischen Mitteln und Gewalt. Wie ohnehin auffällt, dass die von Schramma et.al. geführten Kämpfe ziemlich argumentefrei sind. Statt sich mit den politischen Gegnern und ihren Argumenten auseinanderzusetzen, wird lediglich mit inhaltlosen Schlagworten um sich geworfen, emotionalisiert und gehetzt. Alles, was diese Leute damit erreichen, dürften verschärfte Auseinandersetzungen sein und dass sie mehr Leute in die Arme derer treiben, die sie nur verunglimpfen, statt sie zu widerlegen. Denn der besorgte Bürger wird sich über kurz oder lang nicht mehr bei der Koalition der „Gewalt und Hetze gegen Rechts“-Truppen aufgehoben fühlen, sondern genau da, wo die von den Medien einseitig massivst Geförderten sie nicht haben wollen. Der Bürger wendet sich von dem ab, der ihn nicht ernst nimmt. Und wenn „pro Köln“ die Themen besetzt, die den Bürger bewegen, dann können solche Aktionen wie am Samstag nur kontraproduktiv sein. (Einige grundsätzliche Worte auch auf der Gegenstimme; die WELT hat – nein: hatte, sie ist über Nacht und innerhalb einiger Augenblicke auf erstaunliche Weise auf den Kopf gestellt worden – eine Umfrage, die nicht für die Schlägertaktik Schrammas und der [nicht nur] Kölner Medien spricht. Und etwas ausführlicher in einem Aufsatz, der sich eigentlich mit einem französischen Dummheits-Lohnschreiber beschäftigt, kann bei Gudrun Eussner nachgelesen werden, wie die Ereignisse von Köln einzuschätzen sind.)

Weitere lesenswerte Beiträge zur Meinungsfreiheits-Beraubung in Köln gibt es bei: Hotel Villa de Art, Lindwurm, Zettel, Europenews, Kopp-Verlag. Wem das zu viel ist, der sollte sich aber zumindest Ralph Giordanos Aufsatz in der WELT und den Bericht auf Lizas Welt durchlesen.

Wenig bis keine Argumente haben sie auch beim niederländischen Fernsehen. Geert Wilders’ Rede als Abgeordneter vor dem Parlament wurde einfach „beendet“ – d.h. die Übertragung einfach abgebrochen. Demokratie geht anders (außer kommunistische Sozialisten-Demokratie a la UdSSR).

Das ist doch wohl etwas widersprüchlich: Einerseits klopfen sich die EUropäer auf die eigenen Schultern, weil sie einen regulierten Finanzmarkt haben und Frau Merkel wirft den USA vor zu lange gewartet zu haben, bis sie in die Bankengeschichte eingreifen. Andererseits ist die Bundesrepublik Deutschland ganz weit hinten damit eines der spekulativsten und moralisch fragwürdigsten Finanzgeschäfte – Leerverkäufe – zu verbieten (sämtliche Nachrichtensendungen vom Samstag), nämlich erst an diesem Wochenende – eine Maßnahme, die die USA (und Großbritannien sowie anderen Ländern) längst erfolgt ist. Aber die deutsche Politik klopft sich wieder auf die Schulter…

Unfall? Wenn ein Türke das Auto seiner Schwester rammt, die er schon einige Kilometer gejagt hat, so dass diese die Kontrolle über ihren Wagen verliert und in zwei Motorradfahrer knallt, die das nicht überleben, dann kann wohl nicht nur von Unfall gesprochen werden.

Ein einflussreicher Regierungsberater zu Ethikfragen in Großbritannien schlägt vor, dass ältere Menschen, die an Demenz leiden, die „Pflicht haben zu sterben“, denn sie seien eine finanzielle Last für den Staat. Hm, mit dieser Begründung könnte man auch Großfamilien, die komplett von der Stütze leben (Achtung Vorurteil?: dazu gehören reichlich muslimische Einwanderer) eine „Pflicht zu sterben“ auferlegen!

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