Wochenend-Schaschlik
9. November 2008 at 22:51 | In kurz notiert | 3 CommentsDas Yps gibt auf! (Na ja, zum Teil – die Ämter in Partei und Franktion behält sie.) Hätte ich nicht gedacht. Natürlich sind nur andere schuld, sie keineswegs. Da hat die Hessen-SPD ja sogar wieder ein wenig Chancen zweitstärkste Fraktion in Wiesbaden zu werden! Die stünden allerdings weit besser, wenn die Beinahe-Lügenministerpräsidentin auch die übrigen Ämter niederlegen würde. Ein paar interessante Gedanken dazu finden sich auch in den Kommentaren zu dieser Meinung.
Der Neue, Thorsten Schäfer-Gümbel, führt sich am Samstagabend im heute journal direkt „gut“ ein: Er redet vom kommenden Landtagswahlen in Hessen als „Präsidentschaftswahlen“. Hoffentlich ist das kein Hinweis auf seine Kompetenz…
Unbemerkt von der Welt hat nicht Amerika gewählt, sondern auch Neuseeland. Dort haben sie unter dem Eindruck der weltweiten Finanzkrise nicht die Linken, sondern die Konservativen gewählt. Das ist vernünftiger als der Wechsel in den USA, der zwar von Entscheidungen Demokraten mitzuverantworten ist, aber den Republikanern angelastet wird. Die Konservativen in Neuseeland hatten allerdings auch die Vorteil, dass bisher die Linken an der Macht waren.
Outsourcing nach Schweizer Art: Weil sie neue Kampfjets zur Luftraumüberwachung bräuchten, aber ein großer Teil der Parteien im Parlament das nicht bezahlen will, hat ein Abgeordneter der FDP (der schweizerischen, nicht der deutschen) einen ungewöhnlichen Vorschlag gemacht: Abkommen mit Deutschland und die lassen ihre Eurofighter Typhoon ein wenig weiter schweifen. Wie war das noch mit der schweizerischen Eigenständigkeit? Und was könnte der Preis sein? Neben den finanziellen Kosten, natürlich. Lockerung des Bankgeheimnisses?
Die PalAraber wollen doch nur in Ruhe gelassen werden und haben keine bösen Absichten! So zum Beispiel diese hier, die die Fünflinge bekommen haben. Dass sie ihre fünf Neugeborenen alle nach berühmten pal-arabischen Friedensaktivisten benannten, hat sicherlich einen Grund; sie sind genannt nach Khaled Meschaal (Hamas-Boss in Damaskus), Mahmud Az-Zahhar (Hamas-Außenminister), Ismail Haniyeh (Hamas-PM), Mariam Farhat („Um Nidal“, die ihre Söhne zu Selbstmord-Attentaten ermutigte und schon drei auf diese Weise „opferte“), Fatima an-Najjar („erfolgreiche“ Selbstmord-Attentäterin). Alles ganz im Sinne des Friedens.
Mal wieder Irrsinn aus Holland: Der „geistige Vater“ von Premier Balkenende hat ein Studie durchgeführt und empfiehlt, dass „Raum für die Scharia geschaffen“ werden soll. Das würde die Demokratie voranbringen. Dumm nur, dass er erstens mit „hätte, wäre, könnte“ argumentiert statt mit harten Fakten. Und dass er nicht begreift, dass die Scharia entweder ganz oder gar nicht gilt.
Toleranz-Alarm: Es gab Berichte, die Saudis hätten auch Israel zu einem von ihnen angeregten interreligiösen Treffen in New York eingeladen. Alles Quatsch: Diese Einladung kam von der UNO, die alle Mitgliedsstaaten eingeladen hat. Der saudische Botschafter im Libanon verwahrt sich gegen die fürchterliche Behauptung, Saudi-Arabien habe Israel eingeladen. Er ist empört.
Die Toleranten schlagen wieder zu. Wortwörtlich. In Kalifornien, Arizona und Florida wurde über die Zulassung der Homosexuellen-Ehe abgestimmt und die Bevölkerung lehnte sie ab. Jetzt gehen die Homosexuellen und ihre Mitstreiter nicht auf die Barrikaden, sondern in die Vollen. „Brennt ihre Sch…kirchen nieder und belegt die verbrannten Balken mit Steuern“, fordert einer; ein anderer findet, er sei sein Leben lang nicht gewalttätig gewesen, überlegt aber jetzt es zu werden; Katholiken und Mormonen sollen angegriffen werden, die Mormonen ihren Status als Religionsorganisation verlieren, wird gefordert. Dabei bleibt es nicht. Ein älteres Paar wurde von seinem Nachbarn geprügelt, weil es ein Schild gegen die Zustimmung zur Homo-Ehe im Garten stehen hatte (der Täter bekannte sich vor Gericht „unschuldig“). In Kalifornien wurde ein Schwarzer, der vor einem Mormonen-Tempel mitdemonstrieren wollte, „Nigger“ geschimpft, weil er ein Schwarzer war und die Schwarzen in Kalifornien zu 70% gegen die Homo-Ehe gestimmt hatten. Er wurde gewarnt sich in bestimmten Gegenden nicht sehen zu lassen. Sein Kommentar: „Es war wie eine Demonstration des Ku-Klux-Klan, nur dass die Klanmitglieder hier keine Kapuzen trugen, sondern Abercrombie-Poloshirts und Birkenstocks.“ Es lebe die Demokratie? Nun ja, sehen wir es mal so wie der Blog JammieWearingFool: „Das ist typische linke Einschüchterungs-Taktik. Wenn die kleinen Kinder nicht kriegen, was sie wollen, dann flippen sie aus, drohen und erpressen einen ganzen Staat.“
Die Muslim-Verbände haben’s vorgemacht, da sollten doch andere auch Erfolg haben. Haben sie: Ein Richter vom Obersten Gerichtshof in Arizona hat jetzt die Begriffe „illegal“ und „alien“ (in diesem Fall: Ausländer) in allen Gerichtssälen des Staates verboten. Die Anwaltsvereinigung der Hispanics hatte nicht nur das gefordert, sondern eine ganze Liste weiterer Begriffe vorgelegt, die auch alle verboten werden sollen. Allesamt sollen diskriminierend und entmenschlichend sein. PC in Bestform!
Noch etwas von den amerikanischen Toleranten: Sie verbrennen zwar gerne US-Flaggen. Aber wenn ein US-Bürger seine Flagge verkehrt herum hisst, weil er vom Ergebnis der Präsidentenwahl enttäuscht ist, dann sind sie böse. Das ist nicht nur rassistisch, weil er gegen den schwarzen Präsidenten ist. Und außerdem stachelt er andere an sich gegen die Regierung zu wenden und darüber hinaus könnte jemand beleidigt sein. Ganz anders natürlich, als wenn man die Flagge mit Füßen tritt oder darauf pinkelt, wie es die Toleranten im Wahlkampf auch gerne mal gemacht haben.
Die Qualitätsmedien sind objektiv. Sie sind die Besten. Und so hatte die französische L’Express vorgesorgt und zwei Titelseiten für den Tag nach der Wahl vorbereitet, eine für den Obama-Sieg, eine für den von McCain. Der Obama-Titel hieß: „Der Mann, der die Welt verändern kann.“ Der andere: „Das Paar, das Angst auslöst. Ihr Konservatismus, ihre Fehler, ihr Militarismus.“ Das ist völlig unvoreingenommen, jawoll!
Ohne Quellen zu nennen berichtet YNet, dass die IDF-Truppen in der Gegend „jetzt die Erlaubnis haben das Feuer auf palästinensische Raketenabschuss-Zellen vor, während oder kurz nach deren Versuch Qassams zu verschießen, zu eröffnen“. Was die Frage aufwirft, warum eine Armee für die nationale Verteidigung überhaupt zögert so etwas zu tun. Angewiesen zu werden nicht zu schießen, wenn die Ausrüstung und Mannschaften Terroristen beim Vorbereiten der Tat erledigt werden können – das ist einfach nicht zu begreifen.
Grabeskirche, die nächste – Prügelei zwischen Priestern der armenischen und griechisch-orthodoxen Kirche (n-tv Nachrichten, 16 Uhr). Wunderbare Werbung für den christlichen Glauben, nicht wahr?
In Berlin wurden die Original-Baupläne für Auschwitz gefunden, berichtet BILD. Man fragt sich, wie es kommt, dass sie erst jetzt auftauchen. Die Dokumente, 28 großformatige Pläne, sollten jeden vernünftig denkenden Menschen überzeugen, dass Holocaust-Leugner völlig falsch liegen – eigentlich sogar die Holocaust-Leugner selbst. Aber die werden sich ihre charmanten Lügen nicht von Fakten verbiegen lassen.
Die Vorweihnachtszeit steht vor der Tür und es kommen die üblichen Bettelbriefe von allen möglichen Organisationen. Mit den meisten habe ich mal irgendwie zu tun gehabt. Mit einer auf jeden Fall nicht: Greenpisseace. Die schicken gleich einen Rückumschlag mit, in den man einen Dauerspendeneinzugsschein zurückschicken soll. Auf dem Umschlag: „Bitte mit 0,55€ frankieren, falls Marke zur Hand.“ Habe ich nicht. Aber das braucht man auch nicht, wenn das drauf steht, informierte mich einmal eine Post-Mitarbeiterin. Daher überlege ich, ob ich nicht eine Aufforderung schicken soll, mich nicht mehr anzuschreiben. Und das dann ohne Briefmarke abschicke.
EU-Berichterstatter zur Türkei Arie Oostlander aus den Niederlanden findet (mit Blick auf die Kontroversen zum möglichen EU-Beitritt der Türkei): „Ich glaube wirklich, dass Menschen sich ändern können. Es ist sehr christlich, das zu glauben und sehr unchristlich, das nicht zu glauben.“ Nun, ich glaube auch, dass Menschen sich ändern können. Aber ein Staat, eine Partei, ein System ist kein Mensch. Und um so etwas grundlegend zu ändern, braucht man eine Revolution. Die ist in der Türkei nicht zu sehen. Ich werde mir von dem Traumtänzer jedenfalls nicht vorwerfen lassen, ich sei unchristlich, weil ich nicht glaube, dass sich etwas ändern wird – was ohnehin VOR einem Beitritt der Türkei zur EU NACHHALTIG geschehen müsste. Wie seltsam das Denken dieses EU-Schreibtischtäters ist, zeigt seine Klage gegenüber den Türken, die die islamistische Abdrift ihres Landes bekämpfen: „Wenn ihr Türken vor dem Islam Angst habt, was soll ich dann meinen Wählern in den Niederlanden sagen? Und wenn ihr recht habt, dann gibt es tatsächlich ein strukturelles Problem zwischen der Türkei und der EU.“ Bingo, er hat’s zum Teil erfasst! Nur will er nicht, dass das stimmt. Und so wirft er kritischen Türken vor die Wahrheit zu sagen. Lieber ein Wolkenkuckucksheim als eine klare Sicht auf die Realität. Das ist das moderne „Europa“!
Mitglieder des israelischen Verteidigungsministeriums halten den Gazastreifen inzwischen wegen der Schmuggeltunnel für kaum noch abhängig von Importen aus Israel. Daher sei wirtschaftlicher Druck auf den Strip ineffektiv. Das mag vielleicht übertrieben sein; aber wird es die Terroristen-Groupies davon abhalten Israel weiter wegen der „Blockade“ zu verteufeln? Oder die Terror-Schiffer dazu bringen ihren Feldzug einzustellen? Wohl kaum. Die Fantasie-Argumentationen werden auf jeden Fall weiter betrieben, selbst wenn jeder Einwohner des Gazastreifens einen Luxuswagen fahren sollte.
Die Hamas sei bereit einen palästinensischen Staat „in den Grenzen von 1967“ zu akzeptieren, schreibt die irre Amira Hass in Ha’aretz. Dass das nur eine Anerkennung des PLO-Stufenplans von 1974 als Strategie wäre, kommt zwischen den Zeilen noch heraus, wird aber von ihr nicht so gesehen. Wer sich selbst die Augen verbindet, der kann nur blind durch die Gegend laufen. Sie will partout nicht begreifen, was IMRA so ausdrückt: „Haniyeh: Hamas ist bereit sich auf die Vorbereitung der Zerstörung Israels von einem auf die Grenzen von 1967 beschränkten palästinensisch Staat aus vorzubereiten.“
Wer Rassisten zur Strecke bringen will, kann sich mal in islamisch-algerischen Kreisen in Frankreich umtun. Da gibt es zumindest eine Familie, die ihre Tochter umbringen will, weil sie einen „ethnischen Franzosen“ getroffen hatte. Selbst wenn der zum Islam konvertiere, wäre er nicht gut genug für die Familie, weil er bis an sein Lebensende ekliges Christenblut in seinen Adern hat. Und dann gibt es da noch die Eltern eines muslimischen Mädchens, das mit einem „Ungläubigen“ telefoniert hatte und deshalb verbrannt werden sollte. Kann sich nur um Einzelfälle von Irren handeln – wenn nur die psychiatrische Untersuchung z.B. der Mutter im ersten Fall eine völlig Zurechnungsfähigkeit zutage gebracht hätte…
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Heplev,
der Schiessbefehl war wegen des Waffenstillstands geaendert worden. Solange der galt, durften Soldaten nur in unmittelbarer Notwehr feuern. Von Raketentrupps geht ja in der Regel keine direkte Gefahr fuer die Soldaten aus, nur (!) fuer die Zivilisten um den Gazastreifen herum. Dass der urspruengliche Schiessbefehl jetzt wieder gilt, bedeutet effektiv, dass die isr. Regierung nicht daran glaubt, dass der Waffenstillstand noch in Kraft ist.
Kommentar von beer7 — 10. November 2008 #
Das ist ja das Problem. Die haben trotz “Waffenstillstand” geschossen und die IDF hatte Befehl sich nicht zu rühren. Und dann dauert es Tage, bis der Befehl trotz massiver Erhöhung des Beschusses Israels wieder geändert wird. Jetzt ist es natürlich nicht möglich den Soldaten einfach freie Hand zu geben. Aber ein “für den Fall, dass die Situation sich ändert, gilt wieder der alte Befehl” wäre auch nicht schlecht gewesen, oder?
Wie auch immer, ich hoffe einfach, dass die IDF nicht zögern werden die Terroristen zu bekämpfen bevor die Raketen gezündet sind.
Kommentar von heplev — 10. November 2008 #
[...] mit der mehrheitlich muslimischen Zuwanderung oder mit dem zunehmenden antichristlichen Hass der Linken und von ihnen gewissermaßen unter Naturschutz gestellten kirchenkritischen Minderheitenlobbies [...]
Pingback von Islamophobie vs. Christophobie » Gegenstimme — 27. Dezember 2008 #