Quotes and Notes Corner: „Stirb oder nimm den Islam an“

8. Februar 2009 um 17:44 | Veröffentlicht in die Welt+Islam, Europa+Islam, Islam+Islamismus | 1 Kommentar
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Nissan Ratzlav-Katz, Back to Sanity, 13. Januar 2009

Religiöse Juden sind, denke ich, in einer guten Position, um islamische Gelehrsamkeit zum Text des Koran zu verstehen. Einiges davon erinnert an jüdischen Kommentarstil. Kommentare zum Koran werden tafsir genannt und der wichtigste tafsir ist der von Ibn Kathir. So in etwas wie „Der Raschi“ der Koran-Exegese – aber weit maßgebender.

Lassen Sie mich damit im Hinterkopf einige Koranverse samt ihrem tafsir von Ibn Kathir betrachten.

Im Koran heißt es in At-Tauba, Verse 29-30:
[29]Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben, und die nicht dem wahren Glauben folgen – von denen, die die Schrift erhalten haben, bis sie eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten.
[30] Und die Juden sagen, Esra sei Allahs Sohn, und die Christen sagen, der Messias sei Allahs Sohn. Das ist das Wort aus ihrem Mund. Sie ahmen die Rede derer nach, die vordem ungläubig waren. Allahs Fluch über sie! Wie sind sie (doch) irregeleitet!

Ibn Kathir kommentiert: „Dieser ehrenhafte Vers (29) wurde mit dem Befehl offenbart die Völker des Buches zu bekämpfen, nachdem die Heiden besiegt waren, die Menschen in großer Zahl in Allahs Religion eintraten und die Arabische Halbinsel sich sicher unter der Kontrolle der Muslime befand. Allah befahl Seinem Botschafter die Völker der Schriften, die Juden und Christen, im neunten Jahr der Hedschra [HE: auch Hidschra, Hijra – die „Auswanderung“ Mohammeds nach Medina] zu bekämpfen und er bereitete seine Armee vor die Römer zu bekämpfen und rief die Menschen zum Jihad, womit er seine Absicht und sein Ziel verkündete.“

Im Koran heißt es in At-Tauba, Vers 5:
“Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf. Wenn sie aber bereuen und das Gebet verrichten und die Zakah entrichten, dann gebt ihnen den Weg frei. Wahrlich, Allah ist Allvergebend, Barmherzig; und wenn einer der Götzendiener bei dir Schutz sucht, dann gewähre ihm Schutz, bis er Allahs Worte vernehmen kann; hierauf lasse ihn den Ort seiner Sicherheit erreichen. Dies (soll so sein), weil sie ein unwissendes Volk sind.“

Ibn Kathir erklärt: „Tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet“ bedeutet „überall auf der Erde… einige hinrichten und einige als Gefangene behalten.“ Die Ermahnung durch den Koran „belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf“ besagt: „Wartet nicht, bis ihr sie findet. Sondern sucht sie und belagert sie in ihren Regionen und Festungen, sammelt Informationen über sie auf verschiedene Wege und in guten Zeiten, damit, was weit gemacht ist für sie immer schmaler aussieht. Auf diese Weise werden sie keine Chance haben als zu sterben oder den Islam anzunehmen“, gibt Ibn Kathir an.

Und dann klärt Ibn Kathir unser Verständnis des Islam weiter auf: „Diese Verse erlaubten die Bekämpfung von anderen, außer und bis sie den Islam annehmen und seine Herrschaft und Verpflichtungen einführen.“ Aber Ibn Kathir verlässt sich nicht nur auf seine eigene Interpretation; er zitiert den islamischem Propheten Mohammed, wie er im am stärksten akzeptierten Hadith-Buch (Hadithe sind die islamische Sammlung der Anweisungen Mohammeds und seines persönlichen Vorbildshandelns): „Ibn Umar sagte, dass der Boschafter Allahs sagte: ‚Mir ist befohlen worden die Völker zu bekämpfen, bis sie bezeugen, dass es keine anbetenswerte Gottheit außer Allah gibt und dass Mohammed der Botschafter Allahs ist, das Gebet eingeführt und die Armensteuer gezahlt ist.’“

Ibn Kathir sagt, Sure 9,5 werde „Der Vers des Schwertes“ genannt und dass sie „jede Friedens-Vereinbarung zwischen dem Propheten und jeglichem Götzendiener, jeder Vertrag und jede Laufzeit außer Kraft setzte.“ Er zitiert aus anderen Teilen der Hadithe, die besagen: „Kein Götzendiener verfügte jemals mehr über Verträge, Versprechen oder Sicherheit, seitdem [dieser Vers] offenbart wurde.“

Wenn man all das im Gedächtnis behält, dazu die Tatsache, dass die Hamas eine fundamental-islamische Bewegung ist, deren Mitglieder den Koran als ihre Verfassung betrachten, dann stellen sich einige einfache Fragen ganz von selbst:

Wer, der bei klarem Verstand ist, würde irgendeine Vereinbarung, egal welcher Art, mit wem auch immer von denen abschließen?

(Crossposted auf Nahost-Infos)

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