Ein ›Minority Report‹ aus der Westbank und dem Gazastreifen

16. Februar 2009 um 15:13 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Israel, Medien+Nahost, USA | 1 Kommentar
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Anfang des Monats hatte ich einen Bericht von Michael Totten verlinkt, den ich aus Zeitgründen nicht selbst übersetzen konnte. Dankenswerterweise hat Malte S. Sembten inzwischen eine Übersetzung geschrieben und zur Verfügung gestellt:

Michael Totten, 1. Februar 2009

Khaled Abu Toameh ist kein typischer palästinensischer Journalist. Er begann seine Laufbahn bei einer von Yassir Arafats Zeitungen und schreibt heute für die Jerusalem Post. Er hat Filme für europäische Fernsehsender produziert und sogar eine Zeit lang im Commentary Magazine in New York gebloggt. Es ist unmöglich, Toameh in eine bequeme ideologische Schublade zu stecken, was aber einige Leute nicht davon abhält, es dennoch zu versuchen.

Ich habe ihn vor ein paar Wochen während meiner vom American Jewish Committee unterstützten Reise nach Israel kurz getroffen, als er mir und meinen Kollegen einen Vortrag hielt und zum Schluss einige Fragen beantwortete. Ich gebe hier die vollständige Verschriftlichung wieder, weil ich glaube, dass Toameh es verdient, uneingeschränkt Gehör zu finden

Hamas, Fatah, Amerikaner, Israelis, Europäer, arabische Regierungen, amerikanische Auslandskorrespondenten – nahezu jeder, der auf irgendeine Weise mit dem Konflikt zu tun hat, gerät unter irgendeinen wohlverdienten Beschuss. Fast jeder findet hier etwas, das ihm gefällt oder nicht gefällt, und ich gebe das, was Toameh sagte, ohne Zitatenauslese und ohne Rosinenpickerei wieder.

Khaled Abu Toameh: Als ich die Schule abgeschlossen hatte, stellten mich die PLO-Behörden als Korrespondenten ein und ich arbeitete sieben Jahre lang für eine PLO-Zeitung, während ich zugleich die Universität in Jerusalem besuchte. Nachdem ich meinen Abschluss machte, musste ich eine Entscheidung treffen: Sollte ich zurückkehren und für die PLO arbeiten oder sollte ich versuchen, ein echter Journalist zu werden? Die Entscheidung kostete mich etwa zwei Sekunden. Ich entschloss mich, bei den internationalen und den israelischen Medien zu arbeiten.

Wenn ich sage »bei den internationalen Medien arbeiten«, was heißt das? Wir haben hunderte ausländischer Journalisten, die in diesen Teil der Welt kommen – jedes Jahr, jeden Monat und manchmal jede Woche – um die Stories abzudecken, die sich hier bieten. Nun gibt es hier zwei verschiedene Stories. Zum einen jene, die sich innerhalb Israels abspielt, und dann jene, die sich innerhalb der palästinensischen Gebiete zuträgt.

Zu unserem Glück ist Israel ein offenes Land, wo die Menschen schreiben können, was immer sie wollen, wo sie den Premierminister kritisieren können, den Verteidigungsminister, die Streitkräfte. Man kann all diese schrecklichen Dinge über Israel schreiben und dennoch durch die Innenstadt von Jerusalem spazieren. Aber wenn es darum geht, die palästinensischen Gebiete abzudecken, sieht die Geschichte vollkommen anders aus. Man kann nicht morgens als ausländischer Journalist aufwachen und allein in ein palästinensisches Dorf fahren. Man kann nicht einfach auftauchen und sagen: »Guten Morgen, ich arbeite für die New York Times, darf ich bitte mit der Hamas sprechen?« Aus einer Reihe von Gründen funktioniert das so nicht. Man ist der Sprache nicht mächtig und bedarf eines Dolmetschers. Man besitzt keine Ortskenntnis. Und am Wichtigsten: Es ist nicht sicher.

Daher greifen ausländische Journalisten, die Stories aus den palästinensischen Gebieten bringen wollen, auf Helfer zurück, die Treffen für sie arrangieren. Und hier komme ich ins Spiel. Während der vergangenen ungefähr zwanzig Jahre habe ich für die meisten ausländischen Medien Treffen vereinbart, gedolmetscht, als Ratgeber gewirkt – wie immer man es nennen will. Und natürlich habe ich bei dieser Tätigkeit für die internationalen Medien selbst eine Anzahl Jobs erhalten, von denen ich einen noch immer versehe. Sogar unter Ihnen habe ich ein paar Kollegen. Während der vergangenen zwanzig Jahre habe ich mit den NBC News zusammengearbeitet und ich habe auch für das Commentary Magazine gebloggt. Ich habe für die U.S. News und World Report geschrieben, gelegentlich für das Wall Street Journal und für eine Anzahl britischer Boulevardblätter. Im Zuge dieser Arbeit für internationale Medien wurde ich Autor und Analysten palästinensischer Angelegenheiten und Filmproduzent für die BBC.

Vor etwa acht Jahren, zum Beginn der zweiten Intifada, fing ich an, für die Jerusalem Post über palästinensische Angelegenheiten zu schreiben. Und noch immer bin ich für internationale Medien tätig. Meine Aufgabe besteht darin, den internationalen Medien als Augen und Ohren zu dienen.

Einige von Ihnen fragen sich vielleicht, was mit diesem Burschen los ist, der als Journalist für die PLO anfing und schließlich für eine jüdische Zeitung schreibt. Manche Menschen fragen mich: »Wann sind Sie zum Zionisten geworden? Wann haben Sie sich auf die Seite Israels gestellt?« Nun, ich stehe auf keiner Seite außer auf jener der Fakten und der Wahrheit. Als Journalist habe ich kein Problem damit, für jede Zeitung zu arbeiten, die mir eine Plattform bietet. Es ist mir egal, ob sie jüdisch, christlich, muslimisch oder gar buddhistisch ist.

Und um offen zu Ihnen zu sein, ich finde es ironisch, dass ich als arabischer Muslim, der in diesem Teil der Welt arbeitet, gezwungen bin, für eine jüdische Zeitung oder für die internationalen Medien tätig zu sein, um irgendeine Art von echtem Journalismus ausüben zu können. Warum? Weil wir keine freien Medien haben. In den palästinensischen Gebieten hatten wir sie nicht, als ich während der 1970er und 1980er Jahre dort arbeitete, wir bekamen sie nicht, als wir Yassir Arafat die palästinensische Verwaltung übernehmen ließen, und natürlich besitzen wir heute keine freien Medien unter der Fatah, der Hamas und dem Rest der Cliquen, die dort das Sagen haben. Und das ist sehr traurig.

Manchmal wünsche ich mir, das Medien-Problem wäre das einzige Problem, das wir dort haben; doch wie Sie alle wissen, ist die Lage überaus verwickelt. Ich gehöre zu denen, die während der vergangenen fünfzehn Jahre gesagt haben, dass die Dinge in diesem Teil der Welt in die falsche Richtung laufen. Einige Monate lang hatten wir nach dem Osloer Abkommen jenen Punkt erreicht, wo viele Juden und viele Araber die guten alten Tage zurück wünschten, die Zeit, bevor der Friedensprozess begann.

Nun, was will ich damit sagen? Oslo war nicht schlecht. Oslo gründete auf der Vorstellung einer Zwei-Staaten-Lösung und der Beendigung der militärischen Besetzung auf die eine oder andere Weise. Die Idee von Oslo war also nicht schlecht. Trennung von Juden und Palästinensern, die nicht zusammenleben wollten. Und insofern unterstützte ich es. Ich hielt es für eine gute Idee.

Doch die Umsetzung von Oslo war sowohl über die Juden wie für die Araber eine Katastrophe. Die Vorstellung damals in den USA, in Israel und an vielen Orten Europas bestand darin, dass man nur die PLO und tausende PLO-Kämpfer hernehmen und in der West Bank und dem Gaza Streifen abladen müsse und dass man ihnen Millionen Dollars und Waffen geben müsse, und schon würden sie die schmutzige Polizeiarbeit in der Westbank und im Gazastreifen erledigen. Sie würden an Stelle der Besatzung treten und die Hamas und den Islamischen Dschihad bekämpfen. Sie würden all diese tollen Dinge tun. Warum? Weil sie auf unserer Gehaltsliste stehen.

Also sammelten die internationale Gemeinschaft und Israel all diese PLO-Kämpfer aus der ganzen Welt, entließen tausende PLO-Kämpfer aus israelischen Gefängnissen, uniformierten und bewaffneten sie und nannten sie Sicherheitskräfte. Und das Ergebnis war, dass diese Leute, die niemals eine grundlegende Ausbildung genossen hatten, Leute, die keinen Schulabschluss besaßen, den Rang von Obersten und Generalen in Yassir Arafats Autonomiebehörde bekleideten. Mit Hilfe der Amerikaner, der Europäer und der Israelis gründete er sechzehn verschiedene Sicherheitskräfte. Und sie begannen, Geld in dieses Regime zu pumpen, das sie die palästinensische Autonomiebehörde nannten. Milliarden Dollar in der Hoffnung, Arafat werde liefern.

Nun, es ist unnötig, ins Detail zu gehen. Wie Sie alle wissen, erwies Arafat sich als Betrüger. Der größte Teil des Geldes, das an die palästinensische Verwaltung ausgezahlt wurde, ging buchstäblich den Bach runter und finanzierte die Einkaufstouren von Arafats Frau, die in Paris lebte. Statt uns ein Krankenhaus zu bauen, errichtete Arafat ein Casino in Jericho, so als hätte die palästinensische Revolution seit vierzig Jahren danach gestrebt, uns eine Spielbank zu bescheren. Und die Chuzpe bestand darin, dass er diese Spielbank auf der gegenüber liegenden Straßenseite eines Flüchtlingslagers baute. Daher erblickten die Palästinenser die Früchte der Freiheit nicht.

Meine Überlegung lautet wie folgt: Die Tatsache, dass Arafat ein Betrüger war, überraschte uns Palästinenser nicht. Überrascht waren wir nur von der Tatsache, dass die internationale Gemeinschaft ihn immer weiter mit Geld versorgte und es ablehnte, ihn zur Verantwortung zu ziehen, als er unser Geld stahl. Warum investierten sie nichts? Sie wollten es nicht glauben.

Als ich meine ausländischen Kollegen 1995, 1996 und 1997 auf die Tatsache aufmerksam zu machen versuchte, dass in der palästinensischen Verwaltung Korruption herrschte, fragten mich viele von ihnen, ob ich im Sold der jüdischen Lobby stünde. Ich wollte wissen, wo sich denn diese jüdische Lobby befindet. Falls es eine gab, würde sie mich vielleicht bezahlen.

Ich sagte ihnen: »Das ist das, was mir zu Ohren kommt. Es steht als Menetekel an die Wand geschrieben. Kommt und hört, was die Palästinenser sagen.« Und sie erklärten mir nicht an dieser Story interessiert zu sein. Sie erklärten mir, dass sie anti-israelische Storys wollten, weil es ihnen das Leben um so vieles leichter machte. Sie erklärten mir, dass sie nichts Schlechtes über Palästinenser schreiben wollten, dass Arafat ein Mann des Friedens sei und eine Chance verdient habe. Ich bekam dies, nebenbei bemerkt, von bedeutenden amerikanischen Journalisten zu hören. Ich werde Ihnen jetzt deren Namen nicht nennen, aber ich war wirklich frustriert. Und wütend.

Hören Sie mir zu. All diese Jahre hindurch haben wir die militärische Besetzung bekämpft. Wenn ich Ihnen also etwas mitteile, das Arafat tut, warum wollen Sie es dann plötzlich nicht melden und halten es für jüdische Propaganda? Die meisten dieser Journalisten wollten noch nicht einmal irgendeinen Versuch in dieser Richtung unternehmen.

Indem er diese Leute ihres Geldes beraubte, was bewirkte Arafat? Er radikalisierte die Palästinenser, die die Früchte des Friedens nicht zu sehen bekamen. Dies ist also der Hauptgrund, warum die palästinensische Gesellschaft radikalisiert ist.

Doch es gibt weitere Gründe. Grund Nummer zwei ist, dass Sie Yassir Arafat Waffen gaben, damit er die Hamas und den Islamischen Dschihad töten konnte, doch statt dessen richtete er diese Waffen gegen jeden, der bekundete, Reform oder Demokratie zu begehren. Arafat benutzte Ihre Gewehre, Ihre Waffen, ihm zur Verfügung gestellt von den Vereinigten Staaten von Amerika, um die Führer einer neuen Führung zu unterdrücken.

Lassen Sie mich Ihnen ein Beispiel nennen. 1997 unterzeichneten 29 palästinensische Professoren eine Bittschrift, Yassir Arafat möge die Korruption beenden. Sie wurden entweder erschossen oder ins Gefängnis geworfen oder sie mussten das Land verlassen. Und natürlich ist das keine Story, die man auf CNN zu sehen bekäme. Ich glaube, noch nicht einmal die New York Times berichtete darüber.

Also ging Arafat hart gegen die Reformer und die Demokraten und die Leute vor, die eine gute Regierung wollten. Und den Rest der Menschen trieb er der Hamas in die offenen Arme. Er ging gegen die Reformer vor und weigerte sich, hart gegen die Hamas und den Islamischen Dschihad vorzugehen.

Grund Nummer drei. Sie gaben Yassir Arafat Geld, um einen Fernseh- und einen Radiosender zu eröffnen. Und in diesem Fernseh- und Radiosender tönte Arafat: »Dschihad, Dschihad, tötet die Kreuzfahrer, tötet die Juden, tötet die Ungläubigen, tötet jeden außer mir.« Nun mögen Sie sich fragen, warum Arafat Hetze gegen seine Friedenspartner in Israel betrieb. Warum er gegen die Amerikaner und Europäer hetzte, die ihn fütterten? Es ergibt keinen Sinn.

Nun, für uns ergibt es einen Sinn. Dies ist die Art und Weise, auf die unsere arabischen Diktatoren überleben. Ständig schieben sie das Elend unserer Leute den Juden und dem Westen und den Kreuzfahrern und der zionistischen Lobby und den Imperialisten in die Schuhe. Sie nutzen all diese Schlagworte. Arabische Führer müssen ständig sicherstellen, dass ihre Untertanen damit beschäftigt sind, andere zu hassen, vorzugsweise die Juden und die Amerikaner. Andernfalls könnten ihre Untertanen einen Aufstand unternehmen und Gott verhüte, dass sie Reformen und Demokratie einfordern.

Dies ist genau das, was Arafat tat, aber er tat es auf Arabisch. Die internationale Gemeinschaft – und sogar Israel – wollten nicht hören, was Arafat auf Arabisch sagte. Sie kümmerten sich nur um das, was er auf Englisch sagte. Sie erklärten, was er auf Englisch sagte, sei gut.

Ich erklärte: »Verzeihung, Leute, aber auf Arabisch sagt Arafat den Menschen, sie sollen euch töten.« Aber sie wollten die Hetze nicht hören. Sie unterschätzten sie. Sie sagten: »Ihr Araber seid allesamt korrupt und wisst nichts über Demokratie und verdient daher die Diktatur.«

Diese Hetze trieb die Menschen in die offenen Arme der Hamas. Arafat erklärte den Menschen, wie böse die Juden seien, und die Menschen sagten darauf: »Die Hamas hat recht, die Juden sind die Söhne von Affen und Schweinen. Warum sollten wir mit ihnen Frieden schließen?«

Ein vierter Grund, der aus meiner Sicht weitaus weniger bedeutsam ist, besteht darin, dass die Israelis die PLO in die Palästinensergebiete brachte, die PLO bewaffnete, dabei half, diese ganzen Sicherheits-Milizen und Gangster- und Mafiabanden auf die Beine zu stellen, und dann erklärten, sie müssten sich vor ihren Friedenspartnern schützen. Und wie schützten sie sich? Indem sie Beschränkungen und Ausgangssperren verhängten, indem sie palästinensische Gemeinden mit Kontrollpunkten umgaben. Warum? Weil sie sich vor dem Milizen und Mafiabanden schützen mussten, die sie in die Westbank und den Gazastreifen gebracht hatten. So verloren die Palästinenser das Vertrauen in den Friedensprozess.

All dies radikalisierte die palästinensische Gesellschaft so sehr, dass, als die Hamas sich entschloss, in freien und demokratischen Wahlen unter dem Banner von »Freiheit« und »Reform« anzutreten, sie diese Wahlen gewann. Es war alles ganz offensichtlich. Glauben Sie mir, sogar Ehud Olmert hätte die palästinensischen Wahlen mit dem Versprechen von Wandel und Reform und Demokratie gewonnen. Denn im Januar 2006 ging es bei den im palästinensischen Verwaltungsbereich abgehaltenen Parlamentswahlen hauptsächlich um interne Reformen in den Palästinensergebieten. Hamas war bereit zu liefern. Was unternahmen sie? Sie gingen zu den Palästinensern und erklärten: »Hört her, Leute. Ihr habt es mit diesen ganzen PLO-Typen probiert. Sie sind korrupt. Sie sind schlecht. Arafat war ein Dieb. Auch Abu Mazen ist ein kompletter Fehlschlag. Diese Kerle haben euer Geld gestohlen. Diese Kerle sind US-Agenten, sie gehören zur CIA. Warum versucht ihr es jetzt nicht mit uns? Wir werden zeigen, dass wir eine gute Regierung einrichten können. Und schaut doch mal, was wir seit 1988 für euch getan haben. Wir haben ein großes Netzwerk an schulischen, sozialen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Diensten geschaffen. Arafat hat eine Spielbank errichtet, und wir haben zwei Universitäten gebaut. Arafat schickte seiner Frau 100.000 Dollar im Monat für ihre Einkaufstouren, während wir den Armen Geld gaben. Arafat baute Bars und Restaurants in Ramallah, wir hingegen Waisenhäuser und Wohlfahrtseinrichtungen.« Daher sagten sich die Palästinenser: »Lasst es uns mit der Hamas versuchen. Wenn sie an die Macht gelangt, ist ohnehin nichts mehr zum Stehlen übrig. Korrupter als die PLO kann auch sie nicht sein.«

Soweit der Grundzug des Ganzen. Ich behaupte nicht, dass all jene, die 2006 für die Hamas stimmten, aus Protest so handelten. Wir müssen da sehr vorsichtig sein. Die Hamas besitzt jede Menge Unterstützer. Was ich behaupte, ist, dass die Hamas, wäre es nicht auch eine Protestwahl gegen die PLO gewesen, nicht gewonnen hätte. Warum? Weil ich Christen kenne, die für die Hamas gestimmt haben. Ich kenne sogar PLO-Angehörige, die für die Hamas stimmten, denn damals trug das Spiel den Namen »Lasst uns die PLO abstrafen.« Und wie tut man das? Indem man für die Hamas stimmt, ihren Hauptgegner. Und es funktionierte. Die Hamas kam an die Macht.

Was seither geschehen ist, ist ebenfalls sehr interessant. Die Regierung der USA, unterstützt von einigen Europäern und einigen Israelis, gingen nach dem Wahlsieg der Hamas zu den Burschen, die die Wahl verloren hatten, und erklärten: »Jungs, hier sind Waffen und hier ist etwas Geld. Stürzt diese demokratisch gewählte Regierung.« Und was war das Ergebnis dieser Einmischung der USA in palästinensische Angelegenheiten? Der Schuss ging nach hinten los. Es spielte der Hamas in die Hände und verstärkte die Beliebtheit der Hamas auf der Straße noch.

Was hielten die Palästinenser davon, als sie sahen, dass Condoleeza Rice und George W. Bush offen gegen diese demokratisch gewählte Regierung vorgingen? Sie fühlten mit dieser demokratisch gewählten Regierung, auch wenn es sich dabei um die Hamas handelte. Und als die Palästinenser mitkriegten, wie die PLO, die Fatah, offen mit den Amerikanern und den Israelis konspirierten, um eine demokratisch gewählte Regierung zu stürzen, da hassten sie die PLO nur noch mehr.

Daher stärkte die US-amerikanische und die europäische Einmischung in palästinensische Angelegenheiten im Gefolge des Hamas-Wahlsieges die Hamas bis zu jenem Punkt, als die Hamas im Juni 2006 erklärte: »Jeder will uns zu Fall bringen. Niemand gibt uns eine Chance. Die ganze Welt ist gegen uns. Ihr korrupten PLO-Leute konspiriert gegen uns. Wir haben eine freie und demokratische Wahl gewonnen. Wenn ihr uns nicht glaubt, fragt Jimmy Carter. Er hat die Wahl überwacht. Was wollen bloß alle von uns?«

Und die Hamas landete einen Coup. Einige Leute jedenfalls nannten es einen Coup. Sie warf die Fatah aus Gaza hinaus. Weniger als 10.000 Hamas-Kämpfer besiegten mehr als 70.000 von den USA unterstützte Fatah-Polizeikräfte. Es stellt sich die Frage, wie schaffte sie das?

Die Antwort ist ganz einfach. Sobald die Hamas zu schießen begann, kämpften diese Leute nicht. Sie rannten davon. Sie ergaben sich der Hamas. Im Grunde genommen gingen sie zur Hamas und erklärten: »Nein, nein, Hamas, bitte. Wir werden euch all diese Waffen ausliefern, alles. Nur lasst uns in Frieden.« Und sie rannten davon.

Zunächst versuchten sie Richtung Ägypten zu fliehen. Aber Mubarak ist nicht dumm. Er machte die Grenze dicht. Ich war dort, als es geschah.

Israel war das einzige Land der Welt, das Soldaten und Hubschrauber und Kriegsschiffe und Krankenwagen schickte, um Muslime davor zu bewahren, von Muslimen hingemetzelt zu werden, um die Leute der PLO davor zu retten, von der Hamas abgeschlachtet zu werden. Israel nahm sie auf und entsorgte sie in die Westbank.

Und wo stehen wir heute? Ich habe Ihnen bereits erklärt, dass ich zu jenen Menschen zähle, die einer Zwei-Staaten-Lösung den Vorzug geben. Ich halte das für eine wunderbare Lösung. Aber am Ende erhalten wir eine andere Art von Zwei-Staaten-Lösung. Wir haben zwei getrennte Einheiten. Eine im Gazastreifen, eine in der Westbank.

Die im Gazastreifen ist ein islamischer Staat unter Führung der Hamas und unterstützt von Ahamadinedschad, von Syrien, von der Hisbollah und einigen Leuten zufolge von Al Quaida sowie der Muslimbruderschaft. Das ergibt eine sehr gefährliche Lage und es ist für mich als moderatem Muslim der letzte Ort auf Erden, wo ich leben möchte.

In der Westbank haben wir das säkulare, korrupte, machtlose Regime der PLO. Abu Mazen, Abu Schmazen, all diese Abus. Die Arafat-Spezis, die ihr Volk während der vergangenen fünfzehn Jahre verraten haben. Die die Wahl im Januar wegen ihrer Korruption verloren. Die aus dem Gaza-Streifen hinausgeworfen wurden, weil sie versagt hatten. Die die Kontrolle über die mehr als die Hälfte der in diesem Teil der Welt lebenden Palästinenser eingebüßt haben. Und sie sitzen in Ramallah. Diese Leute sind nur dank der Präsenz der israelischen Streitkräfte in der Westbank an der Macht. Sollten die israelischen Truppen die Westbank morgen verlassen, würde diese PLO-Regierung binnen fünf Minuten zusammenbrechen und der Hamas weichen.

Die Frage, die wir uns in Folge dieses Szenarios stellen sollten, lautet, ob es auf palästinensischer Seite wirklich einen Partner für irgendein Abkommen gibt oder nicht, ganz zu schweigen von einem Friedensabkommen. Irgendeine Art von Abkommen. Gibt es dafür auf Seiten der Palästinenser wirklich einen Partner? Und die Antwort darauf lautet schlicht: Nein.

Die Hamas scheidet als Partner für jedwedes Friedensabkommen aus, weil die Hamas sich nicht ändern wird. All diese Leute, die daran glauben, dass die Hamas ihre Ideologie eines Tages ändern werde, daran, dass innerhalb der Hamas pragmatische Führer auftauchen werden, diese Leute unterliegen Illusionen. Die Hamas wird sich nicht ändern. Man muss zu ihren Gunsten sagen, dass ihre Botschaft sehr eindeutig war. Diese Botschaft lautet auf Arabisch wie auf Englisch gleich. Die Hamas ist diesbezüglich vollkommen ehrlich. Sie bekundet: »Leute, wir werden Israel niemals anerkennen. Wir werden uns niemals ändern. Wir werden den Weg des Widerstandes niemals verlassen.« Sie ist da absolut unmissverständlich.

Nebenbei bemerkt: Nachdem die Hamas die Wahlen gewonnen hatte, ging die internationale Gemeinschaft zur Hamas und erklärte: »Hört zu. Wenn ihr ein Abkommen mit uns treffen wollt, erkennt Israel an und alles wird gut sein.« Und die Hamas war überaus ehrlich. Sie entgegnete: »Nein. Wir werden dem Terror nicht abschwören. Wir werden frühere Abkommen zwischen Palästinensern und Israel nicht anerkennen. Und wir werden das Existenzrecht Israels nicht anerkennen.« Das haben sie ganz klar gesagt. Und sie sagen noch immer dasselbe.

Zehn Tage vor dem Hamas-Coup in Gaza wurde ich von einigen US-Diplomaten eingeladen, darüber zu berichten, was vor sich ging. Ich erklärte ihnen: »Die Hamas wird die Vertreter der PLO aus dem Gaza-Streifen hinauswerfen, denn Sie stellen sich offen auf die Seite der PLO und das hat sie bei den Leuten auf der Straße in Verruf gebracht. Ihretwegen erscheinen die PLO-Leute wie CIA-Agenten.«

Die US-Diplomaten erwiderten: »Sie wissen nicht, wovon Sie reden. Die PLO ist 70.000 Mann stark. Wer ist schon die Hamas? Sie wird vernichtet werden. Sie werden schon sehen.«

Meine Voraussage war nicht 100%ig zutreffend, weil ich glaubte, es würde drei Wochen später passieren. Es passierte zehn Tage später. Das Menetekel war deutlich genug.

Es gibt so viele Dinge in diesem Teil der Welt, die offensichtlich sind, vor denen aber internationale Führer, Diplomaten, all diese Leute im Westen, die mit der Palästinenserfrage zu tun haben, weg sehen und sie nicht wahr haben wollen. Ehe ich mich Ihren Fragen stelle, möchte ich Ihnen noch ein kleines Beispiel dafür liefern, wie die Menschen im Westen nicht begreifen wollen, was hier abläuft.

Vor der Parlamentswahl im Januar 2006 trat die PLO an Condoleezza Rice heran und erklärte: »Ihr begeht einen großen Fehler, indem ihr uns zwingt, herzugehen und eine freie und demokratische Wahl abzuhalten. Unsere Leute vertrauen uns nicht. Wir sind korrupt und werden verlieren. Die Hamas wird gewinnen. Also lasst uns bitte keine Wahl abhalten. Es ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür.«

»Nein, nur keine Sorge«, erwiderte Rice. »Lasst die Hamas an der Wahl teilnehmen. Die Hamas wird nicht gewinnen. Alles wird gut ausgehen.«

Sie fragten Condoleeza Rice, woher sie wisse, dass die Hamas nicht gewinnen werde. Rice erklärte, sie habe die Palästinenser gewarnt, sie würde sie bestrafen, falls sie für die Hamas stimmten. Diese Warnung, am Rande bemerkt, brachte der Hamas zehn zusätzliche Prozentpunkte bei der Wahl ein. Die Hamas benutzte Rices Äußerung und machte große Spruchbänder daraus, auf denen stand, dass Condoleezza Rice Nein zur Hamas sagt.

Also legte Rice, obschon sie wusste, dass die Hamas eine Terrororganisation ist, keine Voraussetzungen für die Teilnahme der Hamas an der Wahl fest. Sogar in Israel, nebenbei bemerkt, machten Kandidaten der Hamas offen Wahlkampf, in Jerusalem. In Ost-Jerusalem zwar, aber in Israel. Sie machten offen Wahlkampf. Sie versprachen: »Reformen, Demokratie, und übrigens: wir wollen Israel vernichten.«

Was veranlasste Rice, nachdem die Hamas die Wahl gewonnen hatte, zu der Aussage, die Hamas sei eine Terrororganisation? War sie denn vor der Wahl keine Terrororganisation? Rice trägt Verantwortung dafür, dass die Hamas an der Macht ist. Es war ein großer Fehler. Statt aus ihren Fehlern zu lernen, nachdem die Hamas ans Ruder gelangt war, machten sie mit denselben Fehlern weiter. Man werfe nur einen Blick auf das Schlamassel, in dem wir nun stecken.

Ich weiß nicht, wie dieses Problem zu lösen wäre. Heutzutage über einen Palästinenserstaat zu reden, ist ein Witz. Wo sollte dieser Staat gegründet werden? Israel hält beinahe die halbe Westbank unter Kontrolle. Diese PLO-Leute können nicht liefern. Wenn Israel die Westbank aufgibt, werden Sie nach Kairo oder Amman reisen müssen, um den Flug zurück nach Amerika zu nehmen, denn auf den Bergkämmen über dem Ben-Gurion-Flughafen werden Scharfschützen hocken.

Wenn Sie diese Politik weiter verfolgen, eine Partei gegen die andere zu unterstützen, wird der Gaza-Streifen in die Westbank ziehen und wir werden noch mehr Anarchie und Gesetzlosigkeit bekommen und Gott weiß, was noch alles geschehen wird. Es ist ein sehr unerfreuliches Bild. Ein sehr düsteres, wie ich weiß.

Anthony Cordesman, Center für Strategic and International Studies: Mal seh’n, ob wir dies auf das Geschehen im Gaza-Streifen anwenden können. Angesichts dessen, was Sie sagten, was wird die Auswirkung auf diese Kämpfe im Gazastreifen und in der Westbank sein?

Khaled Abu Toameh: Dieses ganze Gerede, die Hamas sei am Ende oder am Rande des Zusammenbruchs oder es sei nur eine Frage der Zeit, bis die Palästinenser im Gaza-Streifen sich gegen die Hamas erheben … Ich sage es Ihnen ungern, aber Sie sollten diese Einschätzungen nicht teilen. Die Hamas mag einen herben Schlag eingesteckt haben. Viele Einrichtungen der Hamas wurden zerstört. Sie ist in vieler Hinsicht geschwächt worden. Aber was mich stört, ist, dass die Hamas noch immer jede Menge politischer Unterstützung genießt. Die Hamas ist in Gaza noch immer so stark wie je.

Warum? Ich sage dies seit Langem: Der einzige Weg, die Hamas zu schwächen und schließlich ihren Zusammenbruch herbeizuführen, besteht darin, den Palästinensern eine bessere Alternative zur Hamas zu bieten. Nicht, indem man ihre Hauptstützpunkte und ihr militärisches Arsenal bombardiert. Das ist gut, aber es reicht nicht aus.

Wäre ich an Stelle der Amerikaner und der Europäer gewesen, nachdem die Hamas an die Macht gelangte, wäre ich zu den Leuten von der PLO gegangen, die die Wahl verloren hatten, und hätte ihnen, statt ihnen Waffen und Geld zu liefern, gesagt: »Hört zu, Leute. Die Hamas ist wegen eurer Korruption an der Macht, aufgrund eures Missmanagements und weil ihr Burschen Diebe seid. Warum reformiert ihr Kerle euch nicht? Werdet diese ganzen korrupten Typen innerhalb der PLO und der Fatah los. Gründet eine Partei für die Jugend und fordert die Hamas bei den nächsten Wahlen heraus!« Das ist ein Weg.

Doch ich fürchte, unter den herrschenden Umständen wird es die Hamas noch lange geben. Heutzutage werden viele Palästinenser Ihnen erklären, dass Mahmud Abbas ein Verräter ist, dass all diese Leute leibhaftig in den Hauptstützpunkten der israelischen Streitkräfte weilten und den Krieg beobachteten. Die Hamas behauptet bereits, dass Mahmud Abbas die Israelis über die Aufenthaltsorte von Hamas-Führern informierte.

Diese Anschuldigungen wiegen sehr schwer, nebenbei bemerkt. Ich weiß nicht, ob Sie meinen heutigen Bericht in der Jerusalem Post darüber gelesen haben, wie die Hamas innerhalb der vergangenen 48 Stunden eine groß angelegte Razzia gegen die Fatah im Gazastreifen durchgeführt hat. Dabei hat sie ungefähr 100 Fatah-Mitglieder getötet oder verwundet. Sie zerren die Opfer auf die Straße und schießen sie in die Beine. Sie haben einigen von ihnen sogar die Augen ausgedrückt. Vielleicht wollen Sie nachher noch essen gehen, daher werde ich auf bildhafte Schilderungen dessen, was der Fatah dort widerfuhr, verzichten. Aber die Fatah befindet sich wirklich unter Beschuss und ich sehe niemanden, der etwas zu ihrer Rettung unternimmt.

Ich sehe keine Massenbewegung gegen die Hamas. Nicht derzeit. Ich habe mit vielen Menschen im Gaza-Streifen gesprochen. Ich habe keinen einzigen erlebt, der die Hamas für die Zerstörung seines Hauses verantwortlich gemacht hat. Ich habe jede Menge Stimmen gehört, die sich gegen Israel erhoben und gegen die arabischen Staaten. Und ein großer Teil des Zorns richtet sich gegen Mahmud Abbas. Diese Operation lässt die moderaten Araber wie Narren aussehen. Es lässt sie aussehen, als stünden sie auf der falschen Seite. Wenn Al-Jazira, der populärste Fernsehsender der arabischen Welt, Tag und Nacht gegen die arabischen Führer hetzt und Leuten eine Plattform bietet, die behaupten, unsere arabischen Führer seien Verräter, dass unsere arabischen Führer in geheimem Einverständnis mit den Israelis stehen, dass unsere arabischen Führer hoffen in israelischen Panzern Einzug im Gaza-Streifen zu halten … Das hat ein weit reichendes Echo, müssen Sie wissen. Bei der Mehrzahl der Proteste auf den arabischen Straßen in Kairo, in Khartum, im Jemen, wohin immer Sie gehen, werden Sie Menschen hören, die Sprechchöre gegen arabische Führer und Mahmud Abbas anstimmen, ehe sie Sprüche gegen Israel und Amerika skandieren.

Und nun noch dieses ganze Gerede darüber Mahmud Abbas nach Gaza zu bringen. Entschuldigen Sie bitte, aber wenn Mahmud Abbas den Gazastreifen betritt, wird er binnen Minuten auf dem Marktplatz öffentlich hingerichtet. Dort machen diese ganzen Milizen die Straßen unsicher. Die meisten davon haben nicht gekämpft. Sie haben sich versteckt. Sie wurden zu »Zivilisten«, sobald die Israelis angriffen. Sie waren alle versteckt oder allesamt als Zivilisten gekleidet. Brachte man sie ins Krankenhaus, hatten sie ihre Waffen nicht dabei. Sie zählten als Zivilisten.

Wir wissen nicht genau, was dort drüben vor sich geht, doch erkenne ich keinerlei Versuch der dortigen Palästinenser oder sonstiger Kräfte, die Hamas offen herauszufordern.

Max Boot, Council on Foreign Relations: Wie steht es um die Erwartungen der Israelis, mit diesen Angriffen eine Abschreckung der Hamas erreicht zu haben? Glauben Sie, dass das stimmt?

Khaled Abu Toameh: Ja. Ja. Hören Sie. Während des Angriffs im Gazastreifen war die Westbank ruhig. Nun, ich habe mit vielen Menschen gesprochen. Wissen Sie, was die gesagt haben? Und das ist das Lustige daran: »Wissen Sie was?«, sagten sie. »Die Juden sind verrückt geworden. Es ist nicht die rechte Zeit, Ärger mit ihnen anzufangen.«

Und wissen Sie was? Wenn man das vom Mann auf der Straße hört, bewirkt das wirklich eine Abschreckung. Ich würde Abschreckung lieber auf andere Weise bewirkt sehen, doch herrscht auf den arabischen Straßen derzeit die Wahrnehmung vor, dass die Juden verrückt geworden sind, dass es keine roten Linien mehr für sie gibt, nichts, dass es ihnen egal ist und wir vorsichtig sein sollten. Also herrscht in diesem Sinne, jawohl, eine Art von Abschreckung, zumindest kurzfristig.

Vor diesem Krieg, vier Tage vor dem Krieg, habe ich eine Anzahl von Hamas-Leuten interviewt. Ich veröffentlichte das in der Jerusalem Post. Und die Schlagzeile lautete: Die Hamas macht sich über Israels Nichtantwort auf die Kassam-Raketenangriffe lustig. Was äußerten sie, die Hamas-Führer? Im Grunde, dass die Juden Feiglinge sind.

Sie glaubten, dass Israel aus dem Libanon davon gelaufen sei, dass die Hisbollah Israel besiegt habe. Sie glaubten, die Juden seien verängstigt und würden nicht in den Gazastreifen kommen. Sie waren wirklich zuversichtlich, dass Israel nicht zurückschlagen würde. Wirklich. Das waren sie. Sie glaubten allenfalls, dass Israel einige wenige Panzer in offenes Feld schicken würde, um die öffentliche Meinung in Israel zu beruhigen. Daher erwischte die Reaktion der Israelis sie wirklich kalt, vor allem am ersten Tag.

Also ja, in der arabischen Welt herrscht diese Empfindung, dass unser Nachbar verrückt geworden ist.

Anthony Cordesman: Ich war diesen Sommer in der Westbank und es ist erstaunlich, was dort erreicht wurde, obzwar furchtbar viel Geld in die Taschen höherer Beamter fließt statt den palästinensischen Menschen zugute zu kommen.

Khaled Abu Toameh: Tags darauf kam jemand zum ersten Mal in seinem Leben in diesen Teil der Welt, rief mich an und bat mich, ihn nach Ramallah zu bringen. Ich fuhr ihn also in die Innenstadt von Ramallah, wo wir anhielten. Der Mann war schockiert. Er fragte: »Wo sind die Flüchtlingslager? Wo sind die Lehmhäuser? Wo ist die Armut?«

Ich entgegnete: »Warum fragen Sie mich das?«

Er sagte: »Ich bin schockiert. Sehen Sie nur, wie hübsch es hier ist.«

Wissen Sie, es gibt dort drüben Dinge, die widersprüchlich sind und keinen Sinn ergeben. Einige Restaurants in Ramallah sind teurer als die Restaurants in Tel Aviv. Es gibt dort Menschen mit einer Menge Geld.

Die Korruption wurde nicht unterbunden, aber sie wurde eingeschränkt. Einige Amerikaner und Europäer fahren damit fort, Geld in die Leute von der PLO zu pumpen, ohne sie dafür in die Verantwortung zu nehmen, weil dieses Geld angeblich eine mäßigende Wirkung hervorruft.

Max Boot: Es scheint die Wahrnehmung vorzuherrschen, dass die Westbank sich wirtschaftlich positiv entwickelt hat.

Khaled Abu Toameh: Ja.

Max Boot: Wird sich das in eine bessere Politik übertragen?

Khaled Abu Toameh: Nein.

Mario Loyola, National Review Magazine: Eine Strategie in der Außenpolitik der Regierung Bush bestand darin, die Zustände in der Westbank gegenüber dem Gazastreifen so sehr zu verbessern, dass die Menschen im Gazastreifen anfangen, zu sagen: »Sieht, unter der Fatah ist es besser.«

Khaled Abu Toameh:< Das sagen sie auch. Aber letztlich werden sie nicht für die Fatah stimmen. Warum? Hören Sie: Die Menschen werden das aus zwei Gründen nicht tun oder sie werden aus zwei Gründen für die Hamas stimmen.

Erstens, die Hamas ist an der Macht nicht korrupt, sie hat kein Geld gestohlen. Niemand gab ihr die Möglichkeit dazu, daher werden die Palästinenser es ihr nicht vorwerfen. In den Augen der Palästinenser ist die Hamas ein Opfer. Und als solches zieht sie die Sympathien der Menschen auf sich.

Zweitens, wenn die Menschen sich die Burschen von der PLO ansehen, diese ganzen in Ramallah sitzenden Abus, dann erkennen sie keinen Wandel. Sie sehen nicht, dass die Leute von der PLO, von der Fatah, irgendeinen Rückschluss aus ihrer eigenen Niederlage gezogen haben. Die Fatah versucht seit achtzehn Jahren, interne Wahlen abzuhalten und ist damit gescheitert. Mahmud Abbas hat versprochen, Parlamentswahlen innerhalb der Fatah abzuhalten, vor zwei Jahren, vor drei Jahren, vor vier Jahren. Der Machtkampf zwischen der alten Garde und der jungen Garde innerhalb der Fatah ging weiter. Die Menschen betrachten die Fatah und sehen nicht, dass es eine brauchbare Alternative zur Hamas gibt.

General Tom McInerney, Fox News Military Analyst: Gibt es eine Lösung für dieses Problem?

Khaled Abu Toameh: Das fragt ihr Amerikaner uns ständig. Warum fragen die Amerikaner mich ständig, ob es eine Lösung gibt? Eine Lösung wozu?

Michael J. Totten: Zu dieser ganzen Angelegenheit.

Khaled Abu Toameh: Was ist diese ganze Angelegenheit?

Anthony Cordesman: Gibt es etwas Brauchbares, das in diesem Jahr getan werden könnte?

Khaled Abu Toameh: Hören Sie. Schauen Sie. Wir müssen aufhören, vom Neuen Nahen Osten zu träumen und von Koexistenz und Harmonie und davon, dieses Gebiet in ein Hong Kong oder Singapur zu verwandeln. Falls irgendjemand glaubt, ein Palästinenser werde morgens aufwachen und die israelische Nationalhymne anstimmen – das wird nicht geschehen. Falls irgendjemand glaubt, ein israelischer Jude werde seine Einkäufe wieder in der Innenstadt von Ramallah erledigen oder seinen Zahnarzt in Betlehem aufsuchen oder Fisch in Gaza-Stadt essen – das wird nicht geschehen. Zwischen Juden und Palästinensern hat eine vollkommene Trennung stattgefunden. Wir wollen einander nicht sehen.

Ich halte das für gut. Trennung ist gut. Trennung bedarf keiner Harmonie und Koexistenz. Vergessen Sie das. Das wird nicht geschehen. Konzentrieren wir uns darauf, den Konflikt zu bewältigen. Statt von wahrem Frieden zu reden, lassen Sie uns zunächst versuchen, der Gewalt ein Ende zu bereiten, das Blutvergießen einzudämmen; und vielleicht wird das den Weg zu einem künftigen Frieden ebnen. Die einzige Lösung liegt derzeit in einer völligen Trennung der beiden Gemeinschaften. Israel sollte nicht mit den internen Angelegenheiten der Palästinenser befasst sein, doch zugleich hat Israel das Recht, für seine eigene Sicherheit Sorge zu tragen. Die Israelis sollten sich völlig von den Palästinensern lösen und ihnen erklären: »Hört zu, Leute. Macht uns keinen Ärger mehr. Wir werden zurückschlagen, wenn ihr Raketen auf uns abfeuert. Und wenn ihr die Hamas haben wollt, die Fatah, oder wen auch immer, dann geht und macht das dort bei euch ohne unsere Hilfe.« Das ist der einzig mögliche Weg. Ich sehe hier keinen wirklicher Frieden entstehen. Wir sollten aufhören, davon zu reden.

Max Boot: Doch vorhin sagten Sie, dass die Hamas, sollte Israel sich aus der Westbank zurückziehen, dort binnen fünf Minuten an der Macht sein würde.

Khaled Abu Toameh: Was ich meine ist, dass Israel sich unter den geeigneten Umständen ausklinken soll. Unter den gegenwärtigen Umständen sollte Israel das nicht tun. Sondern nur, wenn es einen Partner auf palästinensischer Seite hat.

Max Boot: Die Umstände werden sich so bald nicht ändern.

Khaled Abu Toameh: Ja. Gut. Also tut gar nichts. Wissen Sie was? Einige Israelis fragen mich, was sie tun sollen. Ich sage ihnen: »Nichts. Sitzt einfach da. Und wartet ab.«

Wäre ich heute ein israelischer Jude, würde ich zu den Palästinensern gehen und sagen: »Hört her, Leute. Ich bin bereit, euch einen palästinensischen Staat zu geben und die Mehrheit der Israelis ist damit einverstanden, nicht weil wir die Palästinenser lieben, sondern weil wir sie los werden wollen.«

Heutzutage gibt es eine Mehrheit unter den Juden, die die meisten Siedlungen aufgeben und nur zwei Prozent der Westbank behalten will. Meine israelischen jüdischen Freunde sagen zu mir: »Weißt du was, Khaled. Ihr Araber könnt euch alles nehmen, was ihr wollt. Nur lasst uns in Ruhe. Wir betrachten es nicht länger als territoriale Auseinandersetzung. Wir geben euch alles, was ihr wollt, wenn ihr bloß abhaut und uns in Ruhe lasst.« Einige von ihnen gehen sogar noch weiter. Einige von ihnen sagen: »Lasst uns nur Tel Aviv, den Flughafen und den Strand.«

Im Gefolge der positiven Änderungen, die innerhalb Israels stattfanden, ist alles, was man benötigt, ein starker Partner auf palästinensischer Seite. Es gibt etwas Hoffnung, aber nur, wenn auf palästinensischer Seite ein starker Partner existiert.

General Tom McInerney: Aber nicht die Hamas.

Khaled Abu Toameh: Das ist mir egal. Wäre ich ein Israeli, würde ich mit jedem Palästinenser reden, der mit mir reden will. Und ich würde jeden Palästinenser erschießen, der auf mich feuert. Ich würde nicht danach fragen, ob sie zur Hamas gehören. Wissen Sie was? Glauben Sie mir, wenn Sie der Hamas und der Fatah auf Arabisch zuhören, besteht kein großer Unterschied, schon gar nicht dieser Tage. Die Fatah kämpfte in Gaza Seite an Seite mit der Hamas. Heute erklärt sie, 36 Kämpfer verloren und 900 Raketen auf Israel abgeschossen zu haben. Die Fatah.

Mario Loyola: Die Hamas gibt vor, ihre Verluste seien niedriger, und die Fatah tut so, als seien ihre Verluste höher.

Khaled Abu Toameh: Hören Sie. Hören Sie. Wie ich bereits sagte, sollten Sie damit aufhören, von »der Fatah« und »der Hamas« zu sprechen. Reden Sie mit jedem, der reden will. Mit der Hamas zu reden bedeutet nicht, dass Sie die Hamas anerkennen oder sich mit ihr verbrüdern. Das Sonderbare daran ist, dass Israel gegen eine Partei in den Krieg zog, die es nicht anerkennt. Und letztendlich schloss Israel einen einseitigen Waffenstillstand und verhandelte mit den Amerikanern und den Ägyptern darüber, wie das Ganze zu beenden sei. Und die Hamas sitzt noch immer da.

Es ist nichts falsch daran, wenn Israel mit der Hamas über einen Waffenstillstand verhandelt. Israel kann die Tatsache nicht außer Acht lassen, dass die Hamas an der Macht ist. Und die Hamas genießt dort noch immer gewaltige Unterstützung.

Dr. Barry Posen, MIT Security Studies Program: Ich würde gern ein paar Schritte zurückgehen und danach fragen, wie Sie die Strategie der Hamas beurteilen, den Waffenstillstand ablaufen zu lassen und den Raketenbeschuss zu verstärken. Sie erwähnten bereits, dass die Hamas die Reaktion der Israelis falsch einschätzte, doch was versprach sie sich davon? Und was sagt uns das bezüglich der künftigen Abschreckung der Hamas?

Khaled Abu Toameh: Ich glaube, dies ist etwas, das viele Menschen in Israel und im Westen nicht hören. Ich höre es auf Arabisch und ich höre es direkt von ihnen.

Dr. Barry Posen: Deshalb frage ich Sie.

Khaled Abu Toameh: Unmittelbar bevor der Waffenstillstand endete, ging die Hamas zu den Ägyptern und erklärte: »Hört zu, Leute. Wir haben dem vorangegangenen Waffenstillstand zugestimmt, weil ihr, die Ägypter, uns verspracht, den Grenzübergang von Rafah zu öffnen. Aber das geschah nicht. Aber wir, die Hamas, waren darauf festgelegt. Wir haben unser Bestes getan, um den Waffenstillstand einzuhalten.«

Schön, hier und da gab es ein paar Verstöße gegen die Waffenruhe, aber auf gewisse Weise hielt die Hamas den Waffenstillstand ein. Sie nahmen Leute fest, die auf Israel schossen.

Mubarak entgegnete: »Zum Teufel damit. Ich werde den Grenzübergang von Rafah nicht öffnen, bis ihr Mahmud Abbas gestattet, in den Gazastreifen zurückzukehren. Macht, was ihr wollt. Ich stehe unter dem Druck der Israelis, der Amerikaner und von Mahmud Abbas, den Grenzübergang von Rafah nicht zu öffnen.«

Mahmud Abbas ging zu Mubarak, bevor der Waffenstillstand endete, und sagte: »Präsident Mubarak, bitte öffnen Sie nicht wieder den Grenzübergang von Rafah, denn das wird die Hamas stärken. Falls Sie ihn offen haben wollen, dann geben Sie ihn mir nur in Übereinstimmung mit der 2005 von den USA vermittelten Vereinbarung zurück.«

Daher also tragen Mahmud Abbas und Hosni Mubarak, wenn man es recht bedenkt, eine indirekte Verantwortung für diesen Krieg. Als die Hamas erkannte, dass die Grenzen geschlossen bleiben würden, sagte sie »Zum Teufel mit dem Waffenstillstand« und begann wieder mit dem Raketenbeschuss. Israel reagierte darauf, und jetzt sind wir da, wo wir heute stehen.

Wir sind also wieder am Nullpunkt angelangt. Die Hamas stellt noch immer dieselbe Forderung. Sie sagt: »Gut, wir stimmen einem Waffenstillstand zu, aber macht die Grenze wieder auf.« Sie fordern weiterhin: »Macht die Grenze wieder auf!«

Max Boot: Glauben Sie, dass Mubaraks Haltung sich irgendwie ändern wird? Wird er irgendetwas Hilfreiches tun, das er zuvor nicht getan hat?

Khaled Abu Toameh: Nein. Wir stehen wieder am Nullpunkt. Schauen Sie. Für Mubarak ist es besser, wenn diese Waffen in den Gazastreifen gelangen und Juden töten, denn wenn diese Waffen nicht in den Gazastreifen gelangen und Juden töten, könnten sie am Ende in die Straßen von Kairo gelangen. Sie könnten am Ende in die Hände der Muslimbruderschaft gelangen.

Schmuggel ist ein Geschäft. Wir tun der Hamas Unrecht, wenn wir behaupten, sie hätte die Tunnel geschaffen. Diese Tunnel waren seit 1967 dort. In den 1970er Jahren besuchte ich die Tunnel. Diese Tunnel sind ein kultureller Bestandteil. Sie sind hier eine kulturelle Sache. Wenn Sie ihren eigenen Tunnel besitzen, dann ist das so, wie wenn Sie ein eigenes Geschäft besitzen. Die Hamas erhebt jetzt Steuern und erteilt den Menschen eine Lizenz zum Tunnelbau.

Hören Sie. Die Ägypter sind Heuchler. Sie sind eifrig damit beschäftigt, afrikanische Flüchtlinge zu töten, die versuchen, in Israel Asyl zu erhalten. Sie eröffneten das Feuer auf eine afrikanische Mutter und ihren Sohn, die aus dem Sudan zu entkommen versuchten, um Zuflucht in Israel zu finden. Ich habe nichts davon vernommen, dass die Ägypter Tunnel zerstören oder dergleichen. Davon habe ich nichts gehört.

Dr. Barry Posen: Was sollte denn der Raketenbeschuss nach Auffassung der Hamas bewirken? Sollte der Raketenbeschuss bei der Wahl hier in Israel Falken an die Macht bringen? Wollte die Hamas die Aufmerksamkeit zurückgewinnen? Versuchte sie, die israelisch-ägyptischen Wahlen zu beeinflussen? Denn auf merkwürdige Weise hat es für mich den Anschein, dass dieser Krieg den eigentümlichen Zweck hatte, dass sowohl die Israelis wie die Hamas um Ägypten kämpften.

Khaled Abu Toameh: Schauen Sie. Ich glaube, dass dieser Krieg hätte verhindert werden können. Wirklich. Wären wir zu Hosni Mubarak und den Amerikanern gegangen und hätten erklärt: »Also schön, lasst uns das Abkommen von 2005 vergessen. Lasst uns ein neues Abkommen treffen.« Die Hamas hätte zugestimmt, im Gegenzug einige palästinensische Behördenvertreter an der Grenze zu haben. Aber niemand wollte zuhören. Alle forderten nur: »Bringt die Hamas zu Fall, bringt die Hamas zu Fall!«

Um Ihre Frage zu beantworten: Die Hamas glaubte, wenn sie Raketen auf Israel abfeuerte, würde die israelische Öffentlichkeit rebellieren und zu jammern beginnen und zu ihren Führern gehen und fordern: »Geht und findet irgendeine Lösung!« Sie glaubte, dass die Israelis keinen Krieg wollten und sich kurz vor den Wahlen keinen Krieg leisten könnten. Daher erwartete sie, die israelische Öffentlichkeit werde rebellieren, die ägyptische Regierung werde zurückkehren und einen neuen Waffenstillstand zu den Bedingungen der Hamas aushandeln. Sie glaubten wirklich, diese Raketen würden irgendeine internationale Reaktion oder eine Reaktion der israelischen Öffentlichkeit auslösen.

Mario Loyola: Ist denn nicht Gewalt für die Hamas Mittel und Zweck zugleich?

Khaled Abu Toameh: Natürlich. Natürlich. Doch in diesem besonderen Fall benutzte sie die Raketen, um Druck auf Israel und den Westen und die Ägypter auszuüben in der Hoffnung, einige Zugeständnisse herauszuschlagen. Die Hamas glaubt ein Gleichgewicht des Schreckens mit Israel aufgebaut zu haben und sie versucht die Hisbollah nachzuahmen.

Anthony Cordesman: Wie wird die palästinensische Haltung gegenüber dem Iran und Syrien aussehen? Und was werden die Palästinenser von den Europäern denken?

Khaled Abu Toameh: Zunächst einmal kämpfen die Hamas und die Fatah darum, wer von ihnen die internationale Hilfe erhält. Das ist sehr schlecht und sie beschuldigen einander bereits, Hilfsgüter zu stehlen, die aus dem Westen und arabischen Ländern kommen.

Der Iran, Syrien, die Hisbollah, Al Kaida, der Islamische Dschihad, die Muslimbruderschaft, all diese Leute spielen eine überaus negative Rolle in diesem Teil der Welt. Der Iran wollte nicht, dass die Hamas den Waffenstillstand unterzeichnet. Der Iran will bis zum letzten Palästinenser kämpfen. Und er will das mittels der Hamas tun, mittels der Hisbollah. Sie verfolgen ihre eigenen Absichten, diese Iraner. Die Hamas hätte 2007 die Herrschaft über den Gazastreifen nicht erringen können, wäre sie nicht vom Iran und von Syrien unterstützt worden. Sie erhielt logistische und finanzielle Unterstützung, sprich: Waffen. Der größte Teil der Waffen, die in den Gazastreifen gelangen, werden vom Iran bezahlt und von Syrien vermittelt.

Wie also stellen sich die Palästinenser zu diesen Kräften? Es gibt einige Palästinenser, die Ihnen erklären werden, die Iraner seien böse, dass wir ihre Einmischung in unsere Angelegenheiten ablehnen: Seht nur, was sie angerichtet haben; diese Iraner und Syrer sind verantwortlich für die Gräben zwischen den Palästinensern, sie hetzen die Hamas auf! Andere werden Ihnen gegenüber bekunden, den Iran willkommen zu heißen. Es gibt auch gemischte Sichtweisen. Aber ich glaube nicht, dass die Mehrheit lieber Hilfe aus Norwegen, der Schweiz oder Kanada erhielte als vom Iran oder der Hisbullah.

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