Kölsche Hetze – zum ‚Anti-Islamisierungskongress‘ (2)

10. Mai 2009 at 21:50 | In Deutschland, Europa+Islam, Medien + Islam | 1 Comment
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Samstag: Um 18.10 Uhr zeigt sich der Kommentator auf WDR2 erleichtert: Es hat kaum Übergriffe gegeben, alles ist ruhig geblieben, nur ganz wenige Festnahmen. Und durchgängig wurde der Eindruck erweckt, dass, hätte es Gewalttaten gegeben, „die Rechtsextremen“ dafür verantwortlich gewesen wären, nicht die Täter – obwohl die Linken dafür gelobt werden, dass kaum jemand festgenommen werden musste („letztes Jahr hatte es noch mehr als 800 Festnahmen“ linker Gegendemonstranten gegeben). Allgemeines Schulterklopfen also. Man feiert sich dafür, den rechte Kongress aufgewertet und den Pro-Parteien Munition geliefert zu haben, damit die sich weiter als Opfer darstellen können. Die können sich jetzt hinstellen und festhalten, dass die Meinungsfreiheit in Deutschland im Allgemeinen und Köln im Besonderen nur mit massivem Polizeischutz aufrecht erhalten werden kann. Völlig zu recht können sie behaupten, dass die Undemokraten, die Intoleranten, die Gewalttätigen links zu verorten sind, denn die haben es auch diesmal wieder gezeigt, wenn auch die meisten sich angesichts des massiven Polizeiaufgebots doch lieber einigermaßen im Griff hielten. Wer da Sieg skandiert, der muss sich mindestens im Klaren sein, dass es ein Pyrrhussieg ist – denn wieder haben die angeblich so „Toleranten“ und Friedensfreunde in Köln Menschen verloren, die sich den Pro-Parteien zuwenden, weil sie keine Alternative finden. Hier gibt es eine Aufgabe für andere. Nur, dass es denen so gehen wird, wie Ralph Giordano: Er wurde nach seiner Islamkritik nur nicht als Neonazis bezeichnet, weil er Holocaust-Überlebender ist.

n-tv macht dann wieder beim Fälschen weiter: In den Nachrichten von 21.00 Uhr wird vom „Antiislam-Kongress“-Geschehen „berichtet“. Darüber hinaus wurden Bilder von Versuchen von Gegendemonstranten, gewaltsam die Polizeisperren zu durchbrechen, mit Text von friedlichem Protest überlagert.

Am Sonntag analysiert cosmo tv auf WDR-Fernsehen die Problematik der Pro-Köln-Lage. Völlig richtig Analyse: Die Leute haben Sorgen, die Sorgen werden nicht ernst genommen, die Besorgten wollen nicht in die rechte Ecke gestellt werden, aber sie haben niemanden sonst, der sich der Thematik annimmt, weil „die da oben“ über alle Köpfe hinweg entscheiden. Konsequenz? Nichts. Wir machen immer so weiter, auch der WDR. Na, herzlichen Glückwunsch!

Ansonsten gibt es kaum noch Informationen. Der Express höhnt, die Teilnahmezahlen am Anti-Islamisierungs-Kongress seien peinlich niedrig. Dafür blähen sie dort die Zahl der Gegendemonstranten auf, wie die Pro-Leute die ihren nach oben „korrigieren“.

1 Kommentar »

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  1. Blöderweise kann noch geheim gewählt werden. Und da könnte es sein, dass einigen die Kinnlade runterfällt, wenn Pro-Köln bei der nächsten Kommunalwahl über 20 % kriegt. Denn so viel werden die ungefähr kriegen.


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