Wochenend-Schaschlik
28. Juni 2009 at 21:49 | In kurz notiert | Leave a CommentDas muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Der in der Türkei lebende Mann (verheiratet, 4 Kinder) lauerte seiner Ex-Freundin (die ihn verließ, als sie von seiner Familie erfuhr) in Köln nachts auf, sticht sie in Tötungsabsicht nieder – und wird nicht wegen versuchten Mordes verurteilt, weil das Mordmerkmal der Heimtücke fehlt. Er hatte in monatelangem Telefonterror der Frau die Tat angekündigt, sie wusste also, was auf sie zukam!
Die Bundesregierung und besonders Verteidigungsminister Jung machen einen auf Vogel Strauß: Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Und so befindet sich die Bundeswehr in Afghanistan nicht im Krieg (wie wird dann Deutschland am Hindukusch verteidigt?) und braucht ggf. auch keine schweren Waffen, die nach Krieg aussehen könnten. Was völlig richtig so kommentiert werden muss: Das Hauptziel der Bundesregierung in Afghanistan ist nicht der Sieg über die Aufstandsbewegung und das Erreichen von Zielen wie der Stabilisierung des Landes, sondern die Vermeidung unpopulärer Entscheidungen. Lasst ruhig weiter deutsche Soldaten dort zu Tode kommen, spielt es herunter und macht die Terroristen stark. Das ist gut für Deutschland!
Die Außenminister der G8 drängten Israel alle Bautätigkeiten in der Westbank einzustellen… Am Rande des Gipfels traf sich das Nahost-Quartett, um den Versuch zu unternehmen den israelisch-palästinensischen Friedensprozess voranzubringen… Eine Reihe Staaten der Arabischen LOIga wird an einem Nachfolgetreffen am Freitagnachmittag teilnehmen. Israel war nicht eingeladen; das italienische Außenministerium sagte, die Entscheidung habe das Quartett getroffen, nicht Italien.
Lapidarer Kommentar von FresnoZionism: „Die Tschechen waren in München auch nicht eingeladen.“ Passt.
Hamas kann eins besonders gut: fordern. Und so bekommen die so verzweifelt versuchten Versöhnungs-Anstrengungen einmal mehr einen besonderen Terror-Touch. Denn solche wird es nur geben, wenn die Fatah-Regierung in der „Westbank“ alle Gefangenen der Hamas frei lässt. Wenn das üblich Muster ablaufen sollten, dann wird jetzt mächtig Druck auf Mahmud Abbas ausgeübt werden, die Forderung zu erfüllen, denn Terroristen-Forderungen müssen ja erfüllt werden, damit es Frieden gibt, nicht wahr?
Syrien betreibt einmal mehr die üblich Hetze in Sachen Kuneitra: Einer Delegation aus Kolumbien wurde jetzt wieder weis gemacht, Israel habe die Stadt beim Abzug entgegen aller Vereinbarungen in Schutt und Asche gelegt. Es folgten die üblichen Verdammungen Israels wegen „Kriegsverbrechen“ und „Terrorismus“. Dabei ist es Syrien, das hier lügt und betrügt: Die Stadt wurde infolge der Kämpfe (mehrfacher Besitzerwechsel im Yom Kippur-Krieg, 81 Tage Artillerie-Beschuss durch Syrien) vernichtet, was die TIMES of London am 5. Mai 1974 (vor der angeblichen Zerstörung durch Israel) berichtete. Syrien verpflichtete sich, die Stadt wieder aufzubauen und die Bewohner zurückkehren zu lassen – was bis heute nicht geschehen ist.
Dafür geht die Lügen-Legendenbildung gezielt weiter: Assad Junior hisste zum 35. Jahrestag der „Befreiung“ der Stadt eine seidene Fahne, 20×10m groß, an einem 50m hohen Flaggenmast. Am 26 Juni 1974 hatte sein Vater eine syrische Flagge in Kuneitra aufgezogen und „die Befreiung der Stadt von israelischer Besatzung“ gefeiert – nachdem Israel nach einem vermittelten Waffenstillstand abgezogen war.
Zur Unterstützung der syrischen Lügen-Propaganda wird jetzt in Kuneitra ein „Sende- und Fernsehzentrum“ eingerichtet. Vom syrischen „Informationsministerium“ – früher hieß so etwas „Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda“, das war wenigstens einigermaßen ehrlich.
Die EU und die USA (=Obama) unternehmen immer mehr, um die Hamas in weiter gefasste diplomatische Anstrengungen für eine Friedensregelung einzubinden. Wunschdenken beherrscht die Realität. Und damit verschließt man die Augen davor, dass die Terroristen ihre Forderungen immer weiter steigern, damit sie ihre Art von Frieden – Friedhofsfrieden über israelischen Leichenbergen – durchsetzen können.
Die Free Gaza-Idioten haben den zypriotischen Behörden Erklärungen aller Beteiligten übergeben, mit denen die ihre Selbstverantwortung erklären und die Zyprer von aller Verantwortung für die Boote und die Besatzungen entlasten. Darüber hinaus beschimpfen sie die US-Regierung, diese solle gefälligst Druck auf Israel ausüben, statt ihnen israelische Politik zu erzählen.
Sie sind ja ach so integriert: Ein Drittel der Muslime in Belgien empfindet sich zuerst muslimische; 7% empfinden sich zuerst belgisch.
Obama Watch:
- Seine Weigerung, sich moralisch klar auf die Seite der Bevölkerung zu stellen, begründete der US-Präsident damit, dass man nicht wisse, „wie die Sache ausgehe“, zititert Joachim Steinhöfel den Superpräsi. Das passt zu dem Mann ohne Rückgrat. Er hängt sein Fähnchen in den Wind – und auch das erst, wenn er genau weiß, woher der Wind bläst.
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