Knallchargen
4. Juli 2009 at 15:30 | In Geistesgrößen | 1 CommentInge Günther, Frankfurter Rundschau – „Seit den Massenprotesten im Iran ist den Israelis das gewohnte Feindbild durcheinander geraten“ und „Um Gottes Willen, wen sollen wir denn da bombardieren“, brachte es der Journalist Zvi Bar’el von der Tageszeitung Haaretz polemisch auf den Punkt. Hallo? Frau Günter! Wieso sollte Israel die Demonstranten bombardieren? Hat Israel jemals behauptet, dass es den ganzen Iran platt machen will? Oder richtet sich der potenzielle Militärschlag gegen die Atomanlagen, statt gegen das Volk? Wann hat Israel jemals behauptet, es betrachte das iranische Volk als Feind?
André Brie, DIE LINKE, MdEP – Das offizielle Wahlergebnis, der überwältigende Sieg von Präsident Ahmadinedschad, ist „Ausdruck für das Scheitern der westlichen Konfrontations- und Demütigungsstrategie“.
Scusi, linker Blog mit antisemitischen Anklängen – bei der Irankrise geht es, wie beim Zweiten Weltkrieg, nur um Öl. „Madoffs“ haben die Wirtschaft in der Hand und „Itzhaks“ versuchen mit Hilfe von Twitter, flickr, YouToube usw. die fortschrittsbegeisterte Jugend Teherans zu infiltrieren, damit sie gegen die rechtmäßig Herrschenden putschen.
Joachim Guillard, Spendensammler für Terroristen – jetzt ist er Beirat bei CASMII und denkt, die Demonstranten im Iran sind von den Amerikanern aufgewiegelt und dienen den Zielen der Imperialisten. Und die Polizeieinsätze in Teheran sind auch nichts anderes als die in Westeuropa, (z.B. beim G8-Gipfel).
Louis Begley, Rechtsanwalt (i.R.), Schriftsteller und Alibi-Jude – er packt sein Jude sein nur aus, wenn er „antisemitischen Geist sich regen sieht“; ansonsten ist er alles andere als ein Jude. Und vor allem: Die Regierung Bush verhielt sich in Sachen Islam nicht anders als die Nazionalsozialisten. Ah ja, wir suchen mal nach den KZs und den Krematorien…
Den Lohnschreiber der FAZ, der Begley in den Himmel hebt (Edo Reents), darf man gleich mit zu den Knallchargen zählen. Sein Applaus verursacht Brechreiz.
Dass Mario Adorf „launig“ Passagen des Machwerks von Begley las, lässt wiederum einen Großen der Schauspielerei als Geistesgröße der falschen Seite erkennen.
(Was von Begley und Reents zu halten ist, hat – in Englisch – John Rosenthal auf Pajamas Media festgehalten.)
Daniel Bernbeck, Geschäftsführer Deutsch-Iranische Industrie- und Handelskammer.
Mohsen Massarat, CASMII – Aus Solidarität mit den Demonstrationen im Iran, schreibt Massarat in einem offenen Brief an Angela Merkel, dürfe man sich nicht in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates einmischen. Mit anderen Worten: Der Westen soll zuschauen, wie das Regime die Proteste im Iran unterdrückt.
Charly Kneffel, Berliner Umschau – Die „tatsächliche Bedeutung und Wahrheitsgehalt“ der Ereignisse im Iran … könnten „kaum überprüft werden“. Tatsächlich hätten die USA die Unruhen inszeniert, um ihre imperialistischen Machtinteressen durchzusetzen.
Nicolas Sarkozy, Präsident – er forderte Netanyahu auf sich des Außenministers Avigdor Lieberman zu entledigen. Es gibt von Herrn Sarkozya keine vergleichbaren Äußerungen über Regierungen und deren Mitglieder im Sudan, Iran, China, Russland, Saudi-Barbaria, Libanon, Ägypten, Syrien oder sonstigen Staaten mit fragwürdigen Regierungszuständen. Aber das ist wahrscheinlich der Grund – bei solchen Staaten traut er sich nicht, die könnten böse werden. Mit der Demokratie Israel hat er das Problem weniger.
Rüdiger Göbel, Junge Welt – stellvertretend für die gesamte Linke. Lest selbst, wie der Dämagoge einen Iraner „interviewt“.
Hans-Peter Uhl, CSU-Sicherheitsexperte – “Es ist an der Zeit, die Priorität des Afghanistan-Einsatzes vom Militär zur Polizei zu verlagern”, sagte er der Neuen Osnabrücker Zeitung. Ja klar, die Taliban werden dann sofort mit den Polizisten kuscheln und sich auf weniger terroristische Unterdrückung der Bevölkerung bestehen!
Mairead Maguire, Free Gaza-Freak (und Nobelpreisträgerin) – ruft aus einem israelischen Gefängnis einen Israelhasser-Radiosender an und beschwert sich bitter über die üblen Zustände, unter denen sie dort sitzt. Sie hat Angst jeden Moment erschossen zu werden. Oh ja, wenn die Zionistenschweine das vorhätten, würden sie sie bestimmt mit ihren Hasspropagandisten-Freunden telefonieren lassen, oder? (Mal ganz abgesehen von dem Müll, den sie sonst noch von sich gibt.)
Amnesty International – „Die Überwachung der Demonstrationen sollte der Polizei oder anderen Sicherheitskräfte überlassen werden, die adäquat ausgebildet und ausgerüstet werden.“ Im Iran. Soll heißen: Nicht mehr die Baisj-Miliz soll die Leute zusammenschlagen und erschießen, sondern die „reguläre“ Polizei. Aha. Ist inzwischen geschehen – die Polizei ist ausgerüstet und ausgebildet mit folgenden Materialien zu agieren: Sprengstoffe, Tränengas, Aufstand-Bekämpfungsmittel, …
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Hans-Peter Uhl, CSU-Sicherheitsexperte – “Es ist an der Zeit, die Priorität des Afghanistan-Einsatzes vom Militär zur Polizei zu verlagern”, sagte er der Neuen Osnabrücker Zeitung. Ja klar, die Taliban werden dann sofort mit den Polizisten kuscheln und sich auf weniger terroristische Unterdrückung der Bevölkerung bestehen!
Sehen wir ihm den groben Schnitzer ausnahmsweise nach – immerhin hat er bei Durban 2 eindeutig mit Kristina Köhler zusammen Position bezogen.
Kommentar von Bernd Dahlenburg — 4. Juli 2009 #