Das Gegenteil ist gemeint und Israel ist schlimmer

26. September 2009 um 19:45 | Veröffentlicht in Geistesgrößen, Medien+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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Wenn Werner Pirker in junge Welt etwas über den iranischen Chef-Gangster schreibt, dann kann das nicht sein, ohne dass er Israel in den Dreck zieht. Er folgt hier einer eigenen Tradition, die selbst in junge Welt zu Kritik geführt hatte. Heute ist das anscheinend nicht mehr der Fall. Da haben sich halt zwei gesucht und gefunden.

Wie üblich erklärt Pirker zwar, dass Achmadinedschad eklig ist. Aber das lässt ihn nicht folgern, dass konsequentes Vorgehen gegen ihn und seine Rückendecker und Mit-Terrorprediger/unterstützer nötig ist. Im Gegenteil. Denn Pirker beschreibt „Eklat“ und „Skandal“ – in diesem Fall in der UNO – in einer Art und Weise, dass klar wird: Seiner Meinung ist nach ist das Kinderkram und die Skandale und Eklats finden woanders statt. Natürlich greift er dann die jüdische Minderheit im Iran auf, die „eine respektierte Minderheit mit allen Bürgerrechten“ ist – hohle Phraseologie, die immer nötig ist, um zum eigentlichen Punkt zu kommen: Ahmadinedschad zum Krieg der Worte gegen Israel zu nutzen.

Und so fährt er in der zweiten Hälfte eines Kommentars zu Ahmadinedschads Nicht-Antisemitismus alles auf, was der gemeine Nahost-„Experte“ so anführen muss: israelische Gewaltpolitik gegenüber den Palästinenser (wenn auch „Völkermord“ übertrieben ist), ethnische Säuberungsaktion vor der Gründung des Staates Israel (klar, dass die tatsächlichen arabischen ethnischen Säuberungen nicht erwähnt werden), Existenzbedrohung der Palästinenser durch die „Lebensaufgabe“ „Tod den Arabern“ seitens der Siedler. Alle Vorurteile und falschen Behauptungen zusammengefasst in ein paar Sätzen, die vor Fakten-Ignoranz nur so trotzen. Und wenn von Hass die Rede ist, dann nur von dem „in Washington und Tel Aviv“ – womit der Ignorant die israelische Hauptstadt verlegt und den arabischen und muslimischen Hass völlig außen vor lässt.

Einseitigkeit, Beschreibung von Unmenschen als nicht gut, aber eher harmlos – die übliche Vorgehensweise derer, die Terror und Völkermord behilflich sind und dabei behaupten für Frieden zu stehen.

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