Waffenstillstand und Friedfertigkeit (26.10.-01.11.)
1. November 2009 at 23:12 | In Araber, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | 2 CommentsTags: Waffenstillstand
Montag, 26.10.2009:
- Soldaten verhafteten in Judäa und Samaria 6 Palästinenser wegen Terroraktivitäten.
- Eine von einem Palästinenser geworfene Rohrbombe explodierte bei Mevo Dotan auf offenem Feld.
- Mehr als 96 LKWs liefern Hilfsgüter in den Gazastreifen. Der Erez-Übergang ist offen.
- Palästinenser warfen bei Ofarim zwei Brandbomben auf israelische Fahrzeuge.
Der moderateste der moderaten Palästinenserführer, Marwan Barghouti (sitzt fünfmal lebenslänglich wegen fünffachen nachgewiesenen Mordes in Israel ein), hat sich für eine Wiederaufnahme der Terroranschläge auf Israelis ausgesprochen. Er verglich Israel mit Nazideutschland (dem negativen Bild, nicht dem heldenhaft judenmörderischen). Passt doch gut zu einem Friedensengel, der verhandeln will, oder?
Das Lügenmaul Erekat sprüht wieder Geifer: Die USA und Israel sollten verlangen, dass Israel die Hetze gegen Beter im besetzten Ostjerusalem einstelle. Andernfalls „fürchten wir, dass die Gewalt außer Kontrolle drehen könnte“. Und das von einem auf der Seite, die ständig Lügen verbreitet, um die PalAraber zur „Verteidigung“ der Al Aqsa-Moschee aufrufen – was nur in Gewalttaten gegen Juden und Touristen enden kann. Und soll – wieso sonst werden Steine gebunkert und Brandbomben vorbereitet? Erekats Lügen sind genauso Müll wie seine Behauptung die Israelis verweigerten Friedensverhandlungen; immerhin ist es Abbas, der sich zurücklehnt und sagt, er werde nicht verhandeln!
Unterstützt wird Erekat aus Jordanien: Von dort erging die Warnung an die israelische Polizei und „die religiösen jüdischen Radikalen“, dass weitere Provokationen „die Gewalt in der Region antreiben und die Friedensbemühungen gefährden“ würden. Ah ja: Damit gibt Jordanien zu, dass es arabische Gewalt gibt. Natürlich hat Israel die Schuld dafür. Und äh: Welche Friedensbemühungen?
Hamas-Exilchef Khaled Meschaal machte wieder Nägel mit Köpfen: „Jerusalems Schicksal wird durch Jihad und Widerstand entschieden, nicht durch Verhandlungen.“ Berichte bei uns? Die suchen immer noch die moderaten Hamas-Leute…
Weitere Lügenpropaganda kommt von Palestine Today: Während Israel den Besuch des Tempelbergs wieder frei gibt, schreibt man bei der Terroristenzeitung: „Die israelischen Besatzungsbehörden entschieden Montag „Besucher den Eintritt in die Gemeinde der heiligen Aqsa-Moschee“ zu erlauben, „d.h. den Zugang für Vergewaltiger und Provokateure“. Ist wieder mal Irgendjemand der Meinung, das sei ein Hilfeschrei nach Frieden?
Ägyptische Sicherheitskräfte haben wieder einmal ein Waffenlager ausgehoben; eine große Anzahl Feuerwaffen und Munition für die Terroristen im Gazastreifen. Ein Mann wurde verhaftet. (Die MSM berichten natürlich immer nur über Konsumgüter…)
Die al-Qassam-Brigaden feiern den 8. Jahrestag der ersten auf Sderot abgeschossenen Qassam-Rakete. Die sind ja sooo friedlich! Zu Feier des Tages stellten sie ihre damalige Presseerklärung ein: „Es ist Jihad, Sieg oder Märtyrertum.“ Vermutlich auch wieder nur ein Hilfeschrei nach von Israel verweigertem Frieden.
Dienstag, 27.10.2009:
- Soldaten verhafteten in Judäa und Samaria drei wegen Terrorverdachts gesuchte Palästinenser.
- Mehr als 95 LKWs liefern Hilfsgüter in den Gazastreifen. Der Erez-Übergang ist offen.
- Palästinenser warfen bei Teqoa Steine und beschädigten ein israelisches Fahrzeug.
- Im nördlichen Galiläa schlug eine Katjuscha-Rakete ein und löste bei Kiryat Schmona ein feuer aus. Die IDF beschoss die Ausgangsorte des Beschusses mit Artillerie (Kanal 2 berichtet von Luftangriffen auf den Ausgangsort der Rakete). Israel hat bei der UNO eine Beschwerde eingereicht. Der libanesische Ministerpräsident verurteilte zwar sowohl den Raketenschuss als auch die israelische Antwort, bezeichnete aber nur letztere als Aggression und Verletzung internationalen Rechts.
- Die libanesische Armee und UNIFIL fanden am Dienstagabend vier weitere Katjuschas dort, wo eine auf Israel abgeschossen worden war.
- Und wer war es in Wirklichkeit? Natürlich die Israelis, d.h. ihre Handlanger, denn nur Israel zieht aus dem Terrorangriff Nutzen. Das ist die Logik von Michel Suleiman, dem libanesischen Präsidenten. Völlig logisch, ist doch klar. (Kommentar von tw24: Wann hat eigentlich die Hisbollah die Kontrolle über ihr Herrschaftsgebiet an Israel abgegeben?)
- Bekannt hat sich zum Verschuss der Katjuscha eine Gruppe mit Verbindung zur al-Qaida.
- Maan berichtet, dass zwei Mitglieder „einer bewaffneten Gruppe aus dem Gazastreifen“ getötet wurden, „während sie Dienstag eine Jihad-Mission ausführten“. „Jihad-Mission ausführen“ ist der Code dafür, dass die armen Terroristen zu ihren 72 Jungfrauen geschickt wurden, weil ihr Werkzeug unerlaubt vorzeitig explodierte, statt damit zu warten, bis es Juden erwischt. (Bei der „bewaffneten Gruppe“ handelt es sich übrigens um die An-Nasser Salah Ad-Din Brigaden, den „bewaffneten Arm“ der Terror-Organisation „Volkswiderstands-Komitees“.)
- Soldaten verhafteten in Judäa und Samaria 15 terrorverdächtige Palästinenser.
Mittwoch, 28.10.2009:
- In Nablus entdeckten Soldaten eine Tasche mit Brandbomben, die zum Gebrauch fertig waren.
- 87 LKWs liefern Hilfsgüter in den Gazastreifen; 440.000l Treibstoff sollen ebenfalls geliefert werden. Der Erez-Übergang ist offen.
- Nahe des Kissufim-Übergangs schlug eine Qassam ein.
- Ein Palästinenser eröffnete am Grenzzaun zum nördlichen Gazastreifen das Feuer auf israelische Soldaten.
Die libanesische Regierung bezeichnet die im Südlibanon gefundenen vier verschussfertigen Raketen als „auf die besetzten palästinensischen Gebiete“ gerichtet. Nett, „Kern-Israel“ ist „besetztes palästinensisches Gebiet“? Hinweis an die Friedenshetzer: Kümmert euch mal darum, wo der Friedenswille fehlt!
Donnerstag, 29.10.2009:
- 107 LKWs mit Hilfsgüter und 440.000l Treibstoff gehen in den Gazastreifen. Der Erez-Übergang ist offen.
- Palästinenser warfen fünf Brandbomben und Steine auf den Qalandiya-Übergang. Der ist folglich vorläufig geschlossen.
- Arbeitsunfall im Gazastreifen – bei einem „besonderen Jihad-Auftrag“ fand ein Mitglied der al-Qassam-Brigaden getötet.
Ismail Haniyeh auf der Internetseite der al-Qassam-Brigaden: „Die Hamas war nicht gegen Frieden, sondern unterstützte Frieden auf Grundlage von Gerechtigkeit, die die Rechte des palästinensischen Volks wiederherstellt und die Besatzung seines Landes beendet.“ Bevor irgendjemanden den Friedensengel lobt: Die Hamas betrachtet „ganz Palästina“ als besetzt – Tel Aviv, Netanya, Nahariya, Haifa, Herzliya, Aschkelon, Kiryat Schmona …
Freitag, 30.10.2009:
- Die IDF verhaftete während der Nacht in Hebron einen Palästinenser.
- Bei den üblichen (gewalttätigen) Krawallen am Sperrzaun in Bil’in verletzte sich ein israelischer Soldat mit einer Blendgranate.
- Der Palästinensische Islamische Jihad zeigt, wo er steht: Bei einer Kundgebung zur Erinnerung ihres getöteten Gründers werden im Gazastreifen Mordparolen gegen Israel gerufen; der aktuelle Anführer forderte die „Menge“ auf Verhandlungen mit Israel abzulehnen und gewalttätigen Widerstand zu unterstützen.
- Die israelischen Behörden erlauben die Einführung von insgesamt 7.000 Kühen in den Gazastreifen. Sie werden über den Keren Shalom-Übergang geliefert und sind für die Schlachtung zum Id al-Adha-Fest Ende November vorgesehen.
Der libanesische Botschafter bei der UNO warnte: Israel plane einen Angriff auf sein Land. (Kommentar von Aussie Dave: Jo, wahrscheinlich nachdem wir aufhören uns selbst anzugreifen.)
Die PA will lieber, dass es ihren Leuten schlecht geht, als dass sie Güter und Waren aus den „Siedlungen“ bekommen: Die Behörden führen Razzien durch, bei denen solche Waren beschlagnahmt (und vernichtet) werden. Auch eine Art Frieden abzulehnen.
Samstag, 31.10.2009:
- Bei Karme Zur wird ein israelisches Fahrzeug durch Steine und Brandbomben werfende Palästinenser beschädigt.
- Bei Ofra wird ein israelisches Fahrzeug durch Steine und Brandbomben werfende Palästinenser beschädigt.
- Die IDF verhaftet bei Ofra einen Verdächtigen, der früher am Abend Brandbomben geworfen hat.
Sonntag, 01.11.2009:
- Die IDF verhaftet bei Nablus einen palästinensischen Mann, der wegen Terroraktivitäten gesucht wurde.
- 100 LKWs sollen Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen. Der Erez-Übergang ist offen.
Ach ja, DAS Friedenshindernis schlechthin: die israelischen Rechten, allesamt Extremisten und ethnischer Säuberer usw. Besonders solche Rechtsextremisten wie Yitzhak Rabin, Ehud Barak…
2 Kommentare »
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Ich bin dafür, dass Israel endlich alles was man Israel vorwirft auch endlich erfüllt (oder wenigstens die 10% davon).
Ich bin sicher, dass wir im nachhinein mehr Ruhe haben werden und die Palis danach mehr Verhandlichsbereitschaft zeigen werden. Und wenigstens lügen die weltweiten MSM dann nicht mehr so unverschämt. Sie müssen nur so weiterschreiben wie sie es jetzt ja sowieso schon tun.
Kommentar von Guerreiro — 2. November 2009 #
Als wenn die Fakten jemanden der Israel verteufelt interessieren! Das meiste von Dir erwähnte wird man nicht mal ansatzweise in den deutschen Medien antreffen.
LEIDER!
Kommentar von joschuacohen — 3. November 2009 #