Schaschlik

13. November 2009 at 23:32 | In kurz notiert | 8 Comments

Für einen libanesischen Beamten kann es keine andere Möglichkeit geben: Da die Hisbollah zu dieser Zeit (!) keine Schlacht will, steckt jemand hinter der Rakete auf Israel, der der Hisbollah schaden will. Und man habe Informationen, dass a) die Fatah al-Islam (Al-Qaida nahe) die Rakete schoss und dafür von außen unterstützt wurde. Und das muss Israel sein. Wer sonst?

Shaul Mofaz, Kadima-Parteimitglied und ehemaliger Verteidigungsminister und Generalstabschef, hat seine eigenen Vorstellungen, wie Frieden mit den PalArabern erzielt werden kann, in einen Plan gegossen. Dass der illusorisch ist, wird fast überall so gesehen, sogar seine Parteifreunde sind mächtig sauer. Er will von Israel wieder einseitige Vorleistungen gegenüber den Terroristen; außerdem soll Israel die Hamas anerkennen und mit ihr verhandeln. Das freut die schnellen Terroristen natürlich, deshalb haben sie auch nicht gleich rundheraus alles abgelehnt. Und Abbas et. al.? „Inakzeptabel, völlig inakzeptabel; erfüllt unsere Forderungen nicht.“ Wie war das noch mit Verhandlungen? Da muss man Kompromisse machen. Und wie mit dem Palästinenser-Staat? Denen reicht nichts, was weniger als die Selbstvernichtung Israels ist – haben sie bei allen Verhandlungen bisher immer wieder bewiesen.

Das nenne ich einen Gipfel der Verlogenheit: Der türkische Chef-Hetzer Erdogan befindet, Israel habe im Gazastreifen weit schlimmere Verbrechen begangen als der Sudan in Darfur. Aber der Dorktator aus Damaskus mahnte Ankara inzwischen an, es sei wichtig, dass die Türken gute Beziehungen zu Israel pflegen sollten, damit sie ihre die Vermittlerrolle weiter wahrnehmen kann. Am dreistesten ist dabei wohl Erdogans ganz private „Ermittlung“: Bei seinem Besuch im Sudan habe er Darfur besucht und keine Beweise für Völkermord gefunden. Dem schickte er noch voraus: „Ein Muslim kann niemals Völkermord begehen. Das ist unmöglich.“ Damit ist der Mordspräsi von Khartoum entlastet und muss freigesprochen werden. Jawoll. (Franz-Josef Strauß‘ lächerliche „Ermittlung“, Tempo 100 im Selbstversuch ausprobiert und als undurchführbar befunden zu haben, hat mehr mit Fakten zu tun als die höhnische Sch… dieses miesen Dreckstücks!)

Amerikanische und afghanische Truppen haben eine Offensive gegen die Taliban durchgeführt. Im Gebiet um Kundus – also da, wo eigentlich die Bundeswehr zuständig ist, die aber, wie bekannt, nur bellen und nicht beißen darf. Beim SPIEGEL wollen sie natürlich Schwerter zu Wattebäuschen machen und finden die Aktion „brachial“. Und das geht nicht, macht der Ton klar. Taliban muss man mit dem erhobenen Zeigefinger bekämpfen, nicht militärisch, das ja bekanntlich nie eine Lösung ist (wie 1939-45 usw.). Von Krieg keine Ahnung, aber die Klappe aufreißen. „Angriff ist die beste Verteidigung“ ist kein blöder Spruch, sondern militärisches Prinzip – weil der (in diesem Fall verbrecherische) Feind nur so geschwächt wird. Rumsitzen und abzuwarten, bis der Feind zuschlägt, ist kontraproduktiv. Ihn zu verfolgen und aus dem Verkehr zu ziehen, notfalls indem man ihn vernichtet – und in Afghanistan macht man die Taliban nur stärker, wenn man sie nicht vernichtet. So furchtbar sich das anhört, solchen Leuten muss man die Luft rauslassen. Andernfalls ziehen sie nur zurück, formieren sich neu und machen weiter. Fanatikern dieser Kategorie kommt man nicht anders bei. Leider und grausam. Aber das ist besser als das Problem zum Perpetuum mobile zu machen.

Die PA lässt den Mob auf Journalisten losgehen: Durch die Verbreitung des Gerüchts, israelische Sicherheitskräfte würden als Journalisten getarnt undercover arbeiten. Dadurch neigen „Demonstranten“ dazu auf Journalisten loszugehen. Als Reporter lebt man also gefährlich – und Israel hat nichts damit zu tun, sondern die pal-arabische Führung.

Israel legt immer mehr Beweise vor, dass die Francop eine iranische Waffenlieferung für die Hisbollah-Terroristen an Bord hatte, was die Mullahs ja leugnen. Das werden sie wahrscheinlich auch dann noch tun, wenn man sie mit den Waffen in der Hand erwischt.
Das israelische Außenministerium zeigt, wie viel Mühe die Iraner sich machten, um 500t Waffen zu verbergen – wie sehr werden sie sich wohl anstrengen, wenn es um ihr Atomprogramm geht?

Donald Boström revidiert seine Meinung – jedenfalls ein wenig. Aber nicht, weil er eingesehen hat, dass er antisemitische Ritualmord-Klamotten aufleben ließ oder es keine Beweise gibt oder weil selbst die von ihm „zitierten“ Palästinenser nichts von der Sache wussten. Nein, er hat die Erfahrung gemacht, dass es ein paar nette Israelis gibt, die so etwas nicht tun würden. Ansonsten behält er den Antisemitismus-Preis aus Algerien; er entschuldigt sich nicht für seine Lügen; er hat nur seine Teilnahme an einer antisemitischen Veranstaltung in Beirut abgesagt. Reicht nicht.

Wirtschaftliche Effizienz: Syrien hat eine Airline; diese Airline besitzt zwei (ziemlich alte) Flugzeuge. Und 5.000 Angestellte. Jetzt verhandeln sie mit den Russen, um zwei Iljuschins zu kaufen.

Britische Unterwerfung: Ein Hardcore-Islamist bekommt eine Top-Posten bei der Terrorbekämpfung.

Britischer Irrsinn (Allgemeinbildung?): Der Gewinner einer Quiz-Show der BBC beantwortete die Frage, wer der bekannteste israelische Geheimdienst sei mit einem Schulterzucken und dem fragenden: „Al-Qaida?“

Backlash“ in Kalifornien: Ach nee, kein Übergriff gegen Muslime, sondern ein Muslim, der jemandem ein Kruzifix vom Hals riss. Ein Muslim, der in einem Einkaufszentrum arbeitet, einen Übersetzer zur Kommunikation mit der Polizei braucht und schon Jahre bei Starbucks beschäftigt ist. Muss ein Opfer antimuslimischer Stimmung sein… Immerhin schaffte der Typ es „Allah is power“ und „Islam is great“ zu brüllen, während er gegen Kruzifix-Islamophobie vorging.

Mehr „Backlash“ in Rochester (New York) – autsch, nein, eventuell eher der nächste Fall von „Plötzlicher Jihad“-Syndrom: Ein Muslim macht mit dem Auto Jagd auf Fußgänger. Kann sein, kann nicht sein. Nur ist es hier wieder ein Muslim, der Menschen umzubringen versuchte, aber nicht das Opfer ist.

Und hier der nächste Islam-Missversteher: Ein Mann aus Florida versuchte dem Massenmörder von Fort Hood Blumen mit einer Gratulationskarte zu schicken.

Obama Watch:
- Zwei Tage nach den Morden von Ft. Hood hat der Superpräsi immer noch nicht den Nerv gefunden, sich auf die Basis zu begeben und den Truppen, Angestellten und Familien zu begegnen. Stattdessen hat er „Termine“ – und zieht sich für’s Wochenende nach Camp David zurück. Verhält sich so ein Oberkommandierender?
- Einige US-Blogger gehen alles andere als zimperlich mit Obamas Video-Ansprache zu den Feiern in Berlin um – zwei als Beispiel. PowerLine: „Er scheint seine Präsidentschaft für einen wichtigen Meilenstein beim Fall der Berliner Mauer zu halten… Er bewies, dass er nicht in der Lage ist davon abzulassen, seine eigene Biographie in das Ereignis einzuflechten.“ Gateway Pundit: „Noch schlimmer (als seine Abwesenheit): Er sprach von sich selbst … und natürlich erwähnte er weder Ronald Reagan noch Margaret Thatcher in seiner Ansprache.“
- Der Superpräsi hat sich wieder einen Experten in sein Team geholt: Die für den Iran zuständige Abteilung im Außenministerium wird jetzt von einem Typen geleitet, der als Lobbyist der Mullahs gilt. Gehört das zur „ausgestreckten Hand“?
- Ob das unter Obama mal aufhört? Wohl kaum, der lässt gerne antiamerikanische und antisemitische Propaganda finanzieren: Das pal-arabische Nachrichtenorgan Ma’an freut sich, dass ein Großteil seiner Sendungen vom US-Steuerzahler (über das Außenministerium) finanziert wird – ohne dass die Amis versuchen in Ma’ans „Objektivität“ einzugreifen.

8 Kommentare »

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  1. Ob der Superheini Hussein Obamsche sich wohl zur Wiederwahl aufstellen wird? Witzig wären auf jeden Fall die Ergebnisse im Vergleich zur vorhergegangenen Wahl.

    • Die interessanterer Frage ist vielleicht sogar eher, ob die Demokratische Partei den wieder aufzustellen bereit ist (was schwer zu verhindern wäre, weil es gegen ihren eigenen Mann geht und das macht sich nicht gut). Ich könnte mir vorstellen, dass es bei den Eseln (das ist ja ihr Maskottchen) ziemlich düster aussieht, wenn die nächsten Präsidentschaftswahlen anstehen.
      Heute pfeifen es die Spatzen schon von den Dächern, dass der nächste Präsident nicht Obama heißen wird.

  2. Wenn das so weiter geht, ist die Frage wohl eher, ob er die gesamte Regierungszeit übersteht … es wurde schon manch ein Präsident wegen weniger in die ewigen Jagdgründe verfrachtet … seine Innenpolitik ist ja fast noch verheerender, als seine Außenpolitik (und das hat schon was zu sagen!).

    • Welcher? Meines Wissens kann der Präsident nur über ein Impeachment aus dem Amt entfernt werden. Und dazu müsste er kriminell sein – heißt: juristisch widerrechtlich handeln. Das tut der Superpräsi-Narziss bisher nicht.

      • Welche?

        Abraham Lincoln
        James Garfield
        William McKinley
        John F. Kennedy

        Die Amerikaner brauchen doch keine Gesetze, um solche Probleme zu lösen … es gibt doch schließlich Waffen!

        • Das ist die Variante, die ich nicht in Betracht ziehe. Sollte sie doch zum Zuge kommen, wäre ich ziemlich geknickt. Ich glaube nicht, dass es so kommt. Insbesondere, weil Obama und seine Truppen immer wieder streuen, dass die Republikaner ihn würden ermorden wollen.
          Ich hatte an demokratische Wege.
          Aber selbst, wenn einer Obama umbringen würde, wäre Biden Präsident. Meine Beschreibung trifft dann auf jeden Fall zu.
          Der einzige mir bekannte Präsident, der seine Amtszeit nicht zu Ende führte (ohne widerrechtlich aus dem Amt entfernt worden zu sein – per Mord), ist Nixon und der trat zurück, bevor ein Impeachment durchgeführt wurde. (Kann sein, dass ich mich nicht gut genug auskenne – gibt es einen weiteren?)

          • Nun, es gab auch noch einige, die im Amt gestorben sind:
            - William Henry Harrison, 1841
            - Zachary Taylor, 1850
            - Warren G. Harding, 1923
            - Franklin D. Roosevelt, 1945

            Zu Obama: wenn der weiter so viel Porzellan zerdeppert, bleibt von den USA am Ende seiner Amtszeit nicht mehr viel übrig. Seit Carter hat es m.E. keinen so schlechten Präsidenten gegeben.

            • Heißt also, wir hoffen, dass er eines natürlichen Todes stirbt oder einen Unfall hat? :)
              Carter – selbst der hat nicht so beständig nur Mist gebaut.


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