Deutscher Fotograf stellt Hetze aus – BBC berichtet positiv

15. Februar 2011 um 16:04 | Veröffentlicht in Geistesgrößen, Medien+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: ,

Robin Shepherd, 11. Februar 2011

Da sie ein führender Spieler in der globalen Delegitimisierungskampagne ist, überrascht es nie, wenn die BBC auf den jüdischen Staat einschlägt. Manchmal allerdings ist das Vorhandensein einer Agenda gegen Israel offensichtlicher als andere Male. Und so ist es bei einem Videoausschnitt über eine Foto-Ausstellung des deutschen Fotografen Kai Wiedenhofer in Londen über die Nachwirkungen des Krieges Israels mit der Hamas im Dezember 2008/Januar 2009.

Wiedenhofer hat Jahre lang unter den Palästinensern gelebt. Er ist praktisch ein antizionistischer Feldzügler. Er hat Nazi-Bildsprache verwendet, mit der er Parallelen zwischen dem Davidstern und dem Hakenkreuz implizierte, über Fotobeschreibungen mit Worten wie „Ghetto“ einen Vergleich mit dem Warschauer Ghetto 1943 schafft und die Idee israelischer „Apartheid“ fördert. Als er von Wiedenhofers Fotos der Sicherheitsbarriere sprach, saget Levi Salomon vom Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (einer Initiative der 12.000 Mitglieder starken Berliner jüdischen Gemeinde) im Jahr 2008 gegenüber der Jerusalem Post: „Durch die Motive, die er für seine Fotos wählt, werden Wiedenhofers politische Ansichten klar. In seiner Arbeit präsentiert er ein völlig verzerrtes, einseitiges Bild der israelischen Sicherheitsinstallation.“

Grundlegende journalistische Moral würde deutlich jede normale Presseorgan dazu bringen, solche Informationen an den Leser oder Zuschauer weiterzugeben, weil die Information des Publikums über die Glaubwürdigkeit der Quelle ein zentrales Element journalistischen Betriebs ist. Die Reporterin, Anna Macnamee, berichtet von der Tatsache, dass ihm Antisemitismus vorgeworfen worden ist, aber nur, um Wiedenhofer zu erlauben, das lässig abzutun:

„Oh“, lacht er, „was ist antisemitische Fotografie? Das ist auch so ein Begriff, den es nicht gibt.“ Alles, was er tat, war Bilder von dem zu machen, was die die israelische Armee zerstört hatte, sagte er, während die Kamera auf ein weiteres Foto einer verstümmelten Zivilistin schwenkt. Sein früherer Vergleich mit Nazideutschland – alle derartigen Vergleiche werden von der EU-Beobachtungsorganisation zu Rassismus als antisemitisch bezeichnet – werden ihm nicht entgegen gehalten. Seiner Leugnerei wird erlaubt stehen zu bleiben, ohne dass dem Publikum auch nur der geringste Beweis vorgelegt wird.

Der Text wird dann mit Bezugnahmen auf nicht weniger als den Goldstone-Bericht, der – wie unser Reporter uns sagt – beiden Seiten vorwirft Kriegsverbrechen begangen zu haben „und dass Israel unverhältnismäßige Gewalt mit Absicht gegen Zivilisten einsetzte“.

Das ist nicht Journalismus, das ist politische Propaganda der krassesten Art. Ich frage mich, ob irgendjemand etwas dagegen unternehmen wird.

About these ads

Hinterlasse einen Kommentar »

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen Sie auf WordPress.com. | The Pool Theme.
Einträge und Kommentare feeds.

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 420 Followern an

%d Bloggern gefällt das: