Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (16.-22.05.11)

22. Mai 2011 um 22:47 | Veröffentlicht in Europa+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser, USA | 1 Kommentar
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Montag, 16.05.2011:

Die Polizei wertet das Überfahren zweier Polizisten in Jerusalem gestern nicht als Terroranschlag; der Fahrer traft die Beamten nicht absichtlich, heißt es. Das Auto des Täters wurde gefunden, nach ihm wird gefahndet.

Saeb Erekat: „Die Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern sind vorbei. Ich bin es leid, dass die Israelis mich ignorieren; ich bin es leid, dass Leute mir diktieren wollen, was gut ist und was nicht.“ Aha. So weit ich das sehe, haben alleine die Araber versucht zu diktieren.

Grundsätzliches von der Hamas: „Alle tödlichen Bakterien sind weit weniger gefährlich als die Juden.“ Hinweis für die Friedenshetzer: Mahmud Zahar hat „Juden“ gesagt, nicht Zionisten.

Am 11. Mai konnte man im PA-Fernsehen mal wieder sehen, welche Friedensfreunde da agieren: Der Hamas-Abgeordente und Kleriker Yunis al-Astal „predigte“ Judenmord – die Palästinenser werden die Ehre haben, diese Bande [die Juden] auszulöschen; dass die Juden nach Palästina kommen, geschieht dazu, dass sie massakriert werden, womit Allah die Menschheit von diesem Übel erlösen will.

Naqba-Demo-Nachlese:
Der britische Außenminister Hague sieht in den Grenzzwischenfällen von gestern den Beweis, dass einen umfassende Lösung des Konflikts zwischen den Palästinensern und Israel dringend nötig ist. Er ruft „alle Seiten“ müssten „äußerste Zurückhaltung“ üben. Als hätten die Soldaten das gestern nicht gemacht, bis es nicht mehr anders ging. Ach ja: Diese Lösung wird nur über Verhandlungen zu erreichen sein – sag das den Terroristen!
– Wegen der massiven Grenzverletzungen legt Israel bei der UNO Beschwerde gegen Syrien und den Libanon ein.
Michael Williams, UNO-Sonderkoordinator für den Libanon, ist „geschockt“ von der Zahl der Toten. Natürlich hat aus seiner Sicht Israel „unverhältnismäßige Gewalt eingesetzt“. Ich möchte den mal sehen, wenn Tausende Mordlustige auf ihn zumarschieren. Aber der Knallkopp hat ja genug Vorbilder in Israel selbst. Die Irren von Linksaußen wollen natürlich auch nicht wahr haben, dass das keine spontanen „Volksaufstände“ waren.
Ban Ki-moon findet wenigstens noch einen Hauch Anstand und ruft die Aggressoren auf nicht zu provozieren.
– Der britische Telegraph reiht sich in die Schlagzeilen-Hetzer ein: Israel greift Proteste an Grenze an. „Proteste“ – keine Grenzverletzer, keine Leute, die Sachbeschädigung begehen, keine Hass-Skandierende; es werden nur die arabischen Propaganda-Äußerungen berichtet.

Bei „netten“ Demonstrationen weltweit ließen sich die Israelfeinde nicht lumpen. Dieses Foto aus New York ist beispielhaft: nichts von zwei Staaten für zwei Völker, sondern ausschließlich die Vernichtung Israels, damit es einen arabischen Staat „vom Fluss zum Meer“ gibt (mehr bei Pamela Geller):

Dienstag, 17.05.2011:

MEMRI hat eine Sendung von Hamas-TV aufgezeichnet; darin tönt eine 92-jährige Araberin, die Palästinenser sollten „die Juden massakrieren, wie wir sie in Hebron massakrierten“. Niedlich, nicht?

Ein Fatah-Offizieller äußerte sich bei den Gesprächen zur Feinabstimmung der „Aussöhnung“ in Kairo, das Fatah und Hamas in allen Punkten übereinstimmen.

Palestinian Media Watch hat die nächsten beiden Beispiele dafür, dass die PA alles tut, aber nicht ihre Ziele der Vernichtung Israels aufzugeben – mit Erziehung des Volkskörpers über das Fernsehen.

Heckmeck:
Mahmud Abbas durfte – mal wieder – seine Sülze in die New York Times schmieren: Die Vereinten Nationen müssen die PA zum Staat erklären, auf Grundlage ihrer territorialen Forderungen und ohne Verhandlungen mit Ausnahme des Status mehrerer Millionen Auslandsaraber. Was für eine „Frieden“ soll das sein, bei dem Israel nur noch über die Geschwindigkeit seiner Vernichtung „verhandeln“ darf? (Daled Amos und Jeffrey Goldberg nehmen die gesamte Ansammlung von Lügen in diesem Op-ed auseinander.)
Der Superpräsi unterhielt sich mit Abdallah von Jordanien. Dabei befand er, dass es überlebenswichtiger denn je ist, Israel und die Palästinenser zurück zu Verhandlungen zu einem Friedenshandel zu bringen. Dann man los – macht den Terroristen endlich Druck!

Mittwoch, 18.05.2011

Heckmeck:
– Ach, der Superpräsi – er betont mal wieder, dass Frieden zwischen Israel und den „Palästinensern“ der einzige Weg sei. Heute sei das „noch überlebenswichtiger als je zuvor“. Warum eigentlich? Ah, „trotz oder auch wegen der vielen Veränderungen, die in der Region statt fanden“. Hä? Was denn nun, trotz oder wegen? Und was haben die damit zu tun? Sollen die Israelis sich den Terroristen ergeben, weil die Revolten immer antisemitischer werden? Und wie sollen Verhandlungen geführt werden, wenn die potenziellen „Verhandlungspartner“ sie gerade erst wieder kategorisch ablehnen?
Und wieder die Vorbedingungen des Fatah-Terrorchefs für die Wiederaufnahme der Verhandlungen: absoluter Baustopp in Judäa, Samaria und „Ost“-Jerusalem – hatten wir schon: Als das gemacht wurde, waren die Terroristen auch nicht bereit an den Verhandlungstisch zu kommen!
Dabei behauptet Abbas, er würde verhandeln, wenn Israel die Verpflichtungen der Road Maß erfülle. Sollte er mal mit anfangen, das war nämlich die Voraussetzung dafür, dass Israel mehr tut als bisher (was es auch nicht tun musste, so lange die PA ihren Verpflichtungen nicht nachkommt).

Donnerstag, 19.05.2011:

Was ist ein „Freiheitsbaum“? Ein Dings, an dem die PA die Bilder von Terroristen aufhängt, die wegen ihrer Morde zu lebenslänglichen Gefängnisstrafen in Israel verurteilt wurden. Helden also.

Heckmeck:
Ban Ki-moon mal wieder: Er sagte, er habe die Israelis vor kurzem gedrängt gegenüber den PalArabern mehr Flexibilität zu zeigen, damit sie „gute Gründe haben“ ohne Vorbedingungen an den Verhandlungstisch zurückzuholen. Die PalAraber hat er nur „gedrängt an den Verhandlungstisch zurückzukehren“. Außerdem sollte der Aussöhnung zwischen Fatah und Hamas sollte ein Chance gegeben werden. Wieso kann der Kerl den Terroristen nicht mal sagen, sie sollten den Israels „gute Gründe“ zum Verhandeln bieten?
Obama mit harschen Worten: Abbas sollte entweder die Veränderungen in seinem Land („seinem Land???) anführen oder seinen Posten aufgeben. Mal sehen, ob er das wirklich ernst meint – jedenfalls wollte er schon mal wieder sagen, wie das ausgehen soll, wenn die miteinander verhandeln, wobei er aber natürlich wieder hauptsächlich die „Rechte der Palästinenser“ in den Vordergrund rückte. Na ja, noch so etwas wie Kritik: Die Palästinenser würden ihre Unabhängigkeit nicht kriegen, wenn sie Israels Existenz nicht anerkennen. Aber nicht, ohne Israel wieder eins reinzuwürgen: Ein jüdischer, demokratischer Staat kann nicht erfüllt werden, wenn er permanente Besatzung ausübt. Hauptpunkt von Obamas Rede war aber, dass Israel sich auf die „Grenzen von 1967“ zurückziehen soll – übersetzt: Entgegen seiner Versprechen von früher (aber was kümmert ihn sein Geschwätz von gestern) will er Jerusalem wieder teilen! (Elder of Ziyon hat allerdings ein paar positive Punkte in dieser Rede gefunden; vor allem, dass die Araber Gift und Galle spucken, weil sie mehr erwarteten. Robert Spencer zerpflückt Obama in der Luft.)
Abbas reagierte auf Obamas Äußerungen damit, dass er zum baldmöglichen Zeitpunkt die Palästinenserführung zusammenrufen will. Die Hamas findet, Obama streue der Öffentlichkeit Sand in die Augen, sei inhaltsleer und sie sei gegen die Einmischung in innere Angelegenheiten der PalAraber.
Saeb Erekat erklärte, die Palästinenserführung begrüße Obamas Friedensbemühungen. Und man wäre bereit die eigenen Verpflichtungen zu erfüllen, sollte Israel das mit seinen tun. (hahahahaha!!!!!)

Freitag, 20.05.2011:

Heckmeck:
– Und wenn sie’s noch so oft beschreien, die Hamas wird ihnen den Willen nicht tun: Sie haben schon wieder erklärt, dass es keine Verhandlungen mit Israel geben wird. (Was die Friedenshetzer natürlich nicht davon abhalten wird die Israelis die Verantwortung dafür zuzuschreiben.)
Netanyahu lehnte Obamas „Friedens“-Schwachsinn schlicht ab – der Superpräsi ist „not pleased“.

Samstag, 21.05.2011:

Eine Pew-Umfrage ergab, dass die PalAraber Selbstmord-Bombenanschläge rechtfertigen und Osama Obama vorziehen. Fazit: Terror ist gut, Friedenshetzer sind Sch…

Wegen der „Aussöhnung“ von Fatah und Hamas können sich die Bewohner der „Westbank“ jetzt auch wieder solche Hamas-Predigerhetze ansehen: „Die Juden sind das ekelhafteste und verachtenswerteste Volk, das auf der Oberfläche der Erde herumkriecht.“

Heckmeck:
Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhari kommentiert Netanyahus Reaktion auf Obamas Quatsch: Das beweise die Absudität der Verhandlungen. Welcher Verhandlungen? mal abgesehen davon, dass die einzig Absurden die Friedensschwätzer sind, die ständig von Israel Konzessionen verlangen, den PalAraber aber ansonsten freie Hand lassen. (Leute wie Obama eben.)
Merkel, Westerwelle, die Außenminister von Polen und Frankreich befürworten Obamas „Plan“. Offensichtlich haben sie keine Ahnung, was der Superpräsi tatsächlich von sich gegeben hat – oder wollen dasselbe.
– Vor diesem Hintergrund ist es nur natürlich, dass das „Nahost-Quartett“ ebenfalls voll des Lobes ist.

Sonntag, 22.05.2011:

Frieden, Frieden, Frieden mit der Hamas: Die „Aussöhnung“ mit der Hamas bedeutet das Recht Israel anzugreifen.

Das kann er die Vollidioten erzählen: Mahmud Abbas behauptet gegenüber dem jordanischen Premierminister, mit dem Anstreben der Anerkennung durch die UNO versuchen die PalAraber nicht Israel zu isolieren.

Heckmeck:
Die Regierung von Kanada hat ausdrücklich gesagt, dass sie Obamas Haltung zu Israel und den Palästinensern nicht mittragen kann – die Regierung Harper ist für eine Verhandlungslösung, nicht für Vorgaben der Art, wie Obama sie zum Nachteil Israels in die Welt setzte.
Hamas erneut: Die USA können uns nicht überzeugen Israel anzuerkennen.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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  1. Die Tel Aviver Polizei hat dagegen die Haft des palaestinensischen Attentaeters (ebenso vom Nakba – Tag) verlaengert. Noch immer wird ermittelt, ob es sich bei dem LKW Fahrer, der in Tel Aviv in eine Menschenmenge raste, um einen Attentaeter handelt oder ob das ganze ein Unfall war, wie der Palaestinenser behauptet. Allerdings schrie der Pali nach Verlassen seines LKWs “Allah Akbar” und sprang auf Passanten los. Was also soll das wohl gewesen sein ?


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