Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (06.-12.06.11)

12. Juni 2011 um 22:30 | Veröffentlicht in Araber, Nahost-Konflikt, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Montag, 06.06.2011:

Es stellt sich mehr und mehr heraus, dass die syrischen „Proteste“ am Wochenende am Grenzzaun vom Regime initiiert, gefördert und bezahlt waren (was die Medien natürlich nicht interessiert). Neben den $1.000 für die Teilnahme an der Randale soll jede Familie mit Todesopfern $25.000 erhalten.
Außerdem sind aus der Sicht Israels die Opferzahlen mächtig aufgeblasen. Syrien sagte nachts, israelische Soldaten hätten 23 „Protestierende“ getötet. Israel gibt an, es hätte problemlos durch ungezieltes Schießen ein Mehrfaches an Toten geben können, man habe sehr zurückhaltend gehandelt. 8 Tote sind die Folge der durch von Arabern auf syrischer Seite gelegten Feuer explodierten Landminen.
Ansonsten haben die Israelis anscheinend reichlich wenig Leuten einen Herzenswunsch verweigert – als Märtyrer zu sterben.

Auch im Libanon gibt es den bezahlten Grenzterror – ausgerechnet der antiisraelische Guardian bringt Informationen über einen libanesischen „Demonstranten“, der von der Hisbollah $900 wegen seiner Verletzung bekam, nachdem sie ihm schon für lächerliche $50 zum Randalieren anstiften konnten.

Der „Jerusalem-Pakt“ der Terroristen von Fatah, Hamas, Islamische Bewegung (in Israel) und anderen geschlossen, erklärt Folgendes: Jerusalem ist die ewige Hauptstadt des „palästinensischen Volks“ und integraler Bestandteil der besetzten Gebiete. Die Siedlungspolitik, „Judaisierung“ und „Auslöschung“ der arabischen und islamischen Identität der Stadt ist null und nichtig und gibt der Besatzung kein Recht an der Stadt. Die Einwohner der Stadt gehorchen der PLO und sind ihrer Verteidigung und ihrem arabischen Charakter verpflichtet. Die Zusammenarbeit mit der Besatzung und der Transfer von Land und Grundbesitz sind Verrat an der Religion und der Heimat.
Juden? Quatsch, judenrein!

Friedenspartner Fatah: Fatah-Kommandeur Munir Maqdah schwor, dass man „innerhalb Israels Rache nehmen“ wird.

Heckmeck:
Die USA haben den israelischen Unterhändler Yitzhak Melchior und den PA-Verhandler Saeb Erekat still und heimlich zu Gesprächen nach Washington eingeladen. Hillary will Vorschläge unterbreiten, von denen sie glaubt, sie würden die Kluft zwischen den beiden Seiten überbrücken. Ob dazu auch gehört, dass die Fatah der Hamas einen Tritt in den Hintern gibt? Oder dass die Terroristen den Terrorismus aufgeben? Oder die Hetze? Oder sonst irgendeine selbstverständliche, winzige Vorleistung bringen?

Dienstag, 07.06.2011:

Die Hamas hält den Grenzübergang in Rafah weiter geschlossen – inzwischen den dritten Tag in Folge.

Syrien droht: Die „Naksatag“-Vorfälle sind erst der Anfang.

Navi Pillay (UNO-Chef-Menschenrechtlerin) legt auch wieder los: Israel muss sicherstellen, dass seine Sicherheitskräfte übertriebene Gewalt vermeiden, sagte die wegen der jüngsten Zusammenstöße „zutiefst besorgte“ Chefin der antisemitischen Einseitigkeit. (Sollte sie nicht stattdessen den Syrern etwas sagen?)

Mahmud Abbas lügt wieder, dass die Schwarte kracht: Israel habe nie seit 1993 von den Arabern verlangt es als jüdischen Staat anzuerkennen, das ist eine ganz neue, ungeheure Forderung aus dem letzten Jahr, um den Friedensprozess zu sabotieren. Ein vereinzeltes Beispiel für die Lüge: Olmert verlangte das schon 2007 in Annapolis; die Israelis hatten vorher schon deutlich klar gemacht, dass sie darauf bestehen; und die PalAraber wollten damals nicht einmal zugeben, dass es ein jüdisches Volk überhaupt gibt!

Heckmeck:
Saeb Erekat traf Außenministerin Clinton. Erekat stritt Berichte ab, er habe an Geheimgesprächen mit Netanyahus Abgesandten teilgenommen.
Obama drängte die PalAraber auf einseitige Schritte zu verzichten und an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Grundsätzliches aus dem Iran: Die Gründung eines Palästinenserstaats neben Israel würde nicht das Recht Israel zu vernichten bedeuten. Das „Recht Israel zu vernichten“ – mal sehen, was die Iran-Apologeten daraus wieder für einen Übersetzungsfehler basteln…

Mittwoch, 08.06.2011:

Heckmeck:
Ein israelischer Offizieller hat noch einmal Selbstverständlichkeiten geäußert: Nachdem Saeb Erekat so etwas wie Verhandlungsbereitschaft heuchelte, hieß es aus Israel, dass die Fatah erst mal mit der Hamas brechen muss.
– Trotz der Ablehnung durch Netanyahu und reservierter Haltung der USA will Alain Juppé (frz. Außenminister) mit seinem „Friedens“-Vorschlag weitermachen und Israel mit der PA an einen Tisch zwingen.

Donnerstag, 09.06.2011:

Mushir al-Masri von der Hamas verkündete am 7. Juni, dass „die Palästinenser“ ihr Blut, ihr Leben, ihre Kommandeure und ihre Soldaten opfern würden, „bis die palästinensische Flagge und die grüne Flagge (des Islam) über der Al-Aqsa und dem befreiten Tel Aviv wehen“.

Heckmeck:
Saeb Erekat betont wieder einmal (anlässlich Behauptungen in den USA) dass die PA nicht auf den „Baustopp in der gesamten Westbank und Jerusalem) verzichtet, um an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Freitag, 10.06.2011:

Die Hamas verkündet, dass ihre „Sommerlager“ weit stärker gebucht sind als im letzten Jahr. In diesen „Sommerlagern“ bildet die Hamas ihr Kanonenfutter physische wie ideologisch heran. Die UNRWA-Sommerlager werden wie üblich belästigt und unter Druck gesetzte, weil sie nicht terroristisch genug sind.

Ein neu ernannter Hamas-Repräsentant im Iran hat wieder Klartext geredet: Israel ist ein Krebsgeschwür und muss ausgerottet werden.

Samstag, 11.06.2011:

Heckmeck:
Nabil Shaath betonte erneut, dass die PalAraber eisern an ihrem Vorhaben festhalten im August die Eigenstaatlichkeit bei der UNO zu beantragen.
Obama versucht jetzt amerikanische jüdische Leiter unter Druck zu setzen, dass die Druck auf Israel ausüben seinem Schwachsinn von Konflikt-Lösungsversuch zuzustimmen.

Sonntag, 12.06.2011:

Hamas: Keine Verhandlungen mit Israel, nur „Widerstand“.

In mancher Beziehung hat sich nicht viel geändert in Ägypten: Wie das alte Regime leugnet auch das jetzige, dass es Waffenschmuggel aus Ägypten in den Gazastreifen gibt.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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