Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (23.-29.10.11)

29. Oktober 2011 um 22:32 | Veröffentlicht in Nahost-Konflikt, Palästinenser, UNO, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 23.10.2011:

Die Polizei bestätigte, dass eine ganze Reihe von Feuern in Galiläa „fast definitiv“ von Arabern gelegt wurden, um Israels natürliche Ressourcen zu schädigen. Freitag und Samstag wurden mindestens 30 Feuer gelegt, im Verlauf der letzten Woche mehrere Dutzend. Einige der Feuer könnten durch „Feiern“ zur Freilassung von mehr als 1000 Terroristen entstanden sein, ein paar auch durch unvorsichtige Camper. Inzwischen hat die Polizei definitive Beweise für einige der Brandstiftungsfälle.

Dienstag, 25.10.2011:

Ein saudischer Scheik hat eine Belohnung von $100.000 für jeden ausgelobt, der einen israelischen Soldaten entführt.

Mittwoch, 26.10.2011:

Heckmeck:
- Wegen Olmerts Versprechen an Abbas, er würde inhaftierte Araber nach Fatahstan entlassen, wenn ein Shalit-Deal ausgehandelt ist, will Abbas jetzt entsprechende Entlassungen zur Vorbedingung für die Erneuerung von Verhandlungen mit Israel machen. Vor allem Marwan Barghouti und Ahmed Saadat sollen freikommen. Barghouti hatte die „zweite Intifada“ losgetreten, Saadat ist Generalsekretär der PFLP. Zwei Erzterrorosten also, die nicht mehr als solche gelten sollen. Und wie war das noch: Abbas dreht die Schraube immer weiter. Das hat System.
- Außerdem lehnt die Fatah jede Lösung ab, die nicht auf einem Siedlungsbaustopp gründet. (???)
- Der finnische Außenminister betätigt sich als Hetzer: Er sagte, Israels Besetzung der „Westbank“ sei gleichbedeutend mit Apartheid und die Zeit für eine Zweistaatenlösung laufe davon. Schuld für alles Ungemach ist Israel, die „Palästinenser“ sind Unschuldslämmer. Astloch! (Er glaubt, dass die Mehrheit in Israel das auch schon begriffen hat, aber nicht in der Lage ist eine Führung zu stellen, die eine Zweistaatenlösung voranbringen kann! Doppeltes Astloch!)

Donnerstag, 27.10.2011:

Die pädagogischen Zielsetzung israelischer Araber (Fünfte Kolonne – einige, nicht alle!):
Der „Arabische Pädagogische Rat“ einen unabhängige Instanz, die von der Führung der arabischen Autoritäten unterstützt wird, hat ein Papier veröffentlicht, dass seine Bildungsagenda für die Araber in Israel beinhaltet.
Die Veröffentlichung definiert die Gründung des Staates Israel als eine „Katastrophe“ und beschuldigt Israel des gewalttätigen Rassismus und der ethnischen Säuberung gegen Araber. Das Papier trägt den Titel „Bildungsziele für die palästinensische Minderheit in Israel“.

Da muss einer auf Nummer sicher gehen, damit sie im In- und Ausland nicht auf falsche Gedanken kommen: An den Beziehungen zu Israel ändert sich auch nach der Katastrophenhilfe für die Türkei gar nichts, betonte Außenminister Davutoglu.

Die Einwanderungsbehörden verhafteten einen 30 Jahre alten Jordanier, der in Ramallah wohnte und sich als Konsularbeamter ausgab.

Mahmud Abbas verspricht: Shalit war nicht der erste und er wird nicht der letzte gewesen sein. Mit anderen Worten, der „Friedenspartner“ hat vor Verbrechen zu begehen. Wird er dafür von der internationalen Gemeinschaft zur Verantwortung gezogen werden?

Die Hamas lässt im TV verbreiten: Noch 6 israelische Soldaten entführen, dann sind alle Gefangenen frei.

Heckmeck:
- Der US-Botschafter in Israel hat eine Botschaft seines Herrn weitergegeben: Ein Siedlungs-Baustopp würde es leichter machen, in der UNO gegen den PA-Aufnahmeantrag zu agieren. Deshalb sollten die Israelis jede Peinlichkeit zu der Frage vermeiden. (Wie wäre es, wenn das umgekehrt gemacht würde: Die Palästinenser tun mal endlich etwas in Richtung Frieden, danach macht Israel etwas? Bisher gibt es immer und ausschließlich israelische Vorleistungen, denen nicht einmal ansatzweise etwas seitens der Araber folgte, das als Gegenleistung angesehen werden könnte.)
- Im Gegenzug sagten der Innenminister dem Amerikaner, dass Israel keinen Baustopp einführen wird.

Freitag, 28.10.2011:

Heckmeck:
- Anders als bisher ist Israel bereit innerhalb von drei Monaten einen umfassenden Plan vorzulegen, der die Grenzen zwischen Israel und den PA-Arabern eines zukünftigen arabischen Staates vorschlägt. Das hatte Netanyahus Regierung bisher nicht tun wollen, weil damit für die Verhandlungen eine Karte aus dem „Spiel“ ist. (Nach Angaben des Nahost-Quartetts haben die PalAraber in Annapolis einen solchen Plan vorgelegt.) So konnte dann ein Sprecher von Ban Ki-moon sagen, die Parteien hätten dem Quartett zugestimmt Vorschläge zu Territorium und Sicherheit innerhalb von drei Monaten vorzulegen.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2011“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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