Geschichten aus dem „Freiluftgefängnis“ Gazastreifen

24. Januar 2012 um 16:44 | Veröffentlicht in Araber, Nahost-Konflikt | Hinterlasse einen Kommentar
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Elder of Ziyon, 22. Januar 2012

Im jüngsten Bericht von COGAT, der die Im- und Exporte zwischen dem Gazastreifen und Israel detailliert beschreibt, erfahren wir ein interessantes Detail:

Das Dieselöl für das Elektrizitätswerk wird entsprechend einer palästinensischen Entscheidung direkt aus Ägypten geliefert; daher wird aus Israel kein Diesel transferiert.

Seit Jahren haben die palästinensischen Araber und ihre antiisraelischen Kohorten Israel dafür verantwortlich gemacht das Elektrizitätswerk des Gazastreifens abzuwürgen. Und jetzt sagt die Hamas, sie braucht überhaupt keinen Diesel von Israel!

Klingt das nach einem belagerten Gebiet?

Weitere interessante Storys über den als „Freiluftgefängnis“ bekannten Gazastreifen, die man nicht in den Nachrichten sehen wird:

·         In derselben Woche exportierte der Gazastreifen 56 Tonnen landwirtschaftlicher Güter (Nelken, Kirschtomaten und Erdbeeren).

·         Zum ersten Mal wurden Möbel aus dem Gazastreifen exportiert; ein LKW voller Möbel fuhr diese nach Jordanien.

·         Letzten Monat erhielten 99,5% der Personen, die versuchten den Gazastreifen zu medizinischer Behandlung in Israel oder den PA-Gebieten zu verlassen, eine Genehmigung dafür. Diese Zahl ist im Verlauf der letzten Jahre stetig gestiegen.

Ebenfalls in der letzten Woche schickte die Arabische Liga über Rafah 45 Tonnen Lebensmittel in den Gazastreifen.

Klingt nach enorm viel, nicht wahr?

Hier sind die Mengen, die von Israel aus während der zweiten Januarwoche in den Gazastreifen geschickt wurden:

Lebensmittel

LKWs

Tonnen*

      Weizen

6

120

      Öl zum Kochen

7

140

      Reis

2

40

      Obst und Gemüse

57

1140

      Fleisch, Geflügel und Fischprodukte

44

880

      Salz

8

160

      Milchprodukte

25

500

      Mehl

23

460

      Zucker

8

160

      Gemischte / zusätzliche Lebensmittelprodukte

92

1840

Total (Lebensmittel, Tonnen)

272

5440

Der größte Teil der über die Übergänge zu Israel kommende Hilfe stammt aus dem Westen; das zeigt, dass die Araber zwar jedes Mal groß hinausposaunen, wenn sie dem Gazastreifen Hilfe liefern, das aber nur etwas Symbolisches ist, wenn man es mit dem vergleicht, was aus dem Westen kommt.

Und übrigens: Juan Cole’s Internetseite gibt immer noch an, dass Exporte aus dem Gazastreifen bei „Null“ stehen.

* Ich habe dazu 20t pro LKW angenommen. Die in den Statistiken von COGAT angegebenen Gesamtlieferungen deuten an, dass 25t pro LKW geliefert wurden, ich habe also recht konservativ geschätzt.

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