Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (Dienstag, 13.03.12)

13. März 2012 um 22:55 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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- Es soll so eine Art Waffenstillstand geben, der um 1 Uhr nachts in Kraft treten sollte (es gibt kein offizielles Dokument dazu). Die Terroristen vom Islamischen Jihad haben die Zeit „genutzt“, um noch ein paar Raketen zu schicken – die allerdings noch im Gazastreifen fielen. Und auch nach der Deadline mussten noch 2 Raketen und eine Mörsergranate losgeschickt werden. In den Kreisen Eshkol und Hof Aschkelon heulten die Sirenen und Einschläge von Mörsern und Raketen wurden berichtet. Es passt: „Ceasefire“ (Waffenstillstand) heißt für Israel immer: „We cease, they fire“ – Wir halten still, sie schießen.
Die Bilanz der 4 Tage: 222 Raketen auf Israel abgefeuert, davon drangen 166 in den israelischen Luftraum ein (eine ganze Reihe davon wurde abgeschossen). Das bedeutet, dass 56 Raketen es nicht über die Grenze schafften und im Gazastreifen einschlugen. (Arutz-7 schreibt, dass diese 56 Raketen die abgeschossenen sind; dann müsste man die im Gazastreifen eingeschlagenen Projektile noch draufrechnen. Auf dem IDF-Blog steht, dass das Abwehrsystem 56 von 73 Versuchen Raketen abzufangen erfolgreich durchführte; 10 Israelis wurden durch die Raketeneinschläge verletzt.)
Israel führte 37 Angriffe auf Terroristen und ihre Einrichtungen durch.

- Das Alarmsystem schlug im Kreis Eshkol mitten in der Nacht wieder an. (Meldung von 3:43 Uhr)
Soldaten verhafteten in Judäa und Samaria insgesamt 10 wegen Terrorverdacht gesuchte Araber.
Im Kreis Sha’ar HaNegev explodierte ein Rakete. (Meldung von 7:11 Uhr)
Gegen 7:45 Uhr schlug im Kreis Eshkol eine Rakete aus dem Gazastreifen ein.
Terroristen schossen eine Mörsergranate nach Israel ab; sie fiel noch im Gazastreifen. (Meldung von 11 Uhr)
In Untergaliläa wurden 2 israelische Araber festgenommen, in deren Haus die Polizei Munition fand und eine (vermutlich gestohlene) Pistole fand.
Gegen 12 Uhr Mittag wurden erst 4, dann weitere 2 Mörsergranaten aus dem Gazastreifen in den Kreis Eshkol geschossen.
An der Grenze zwischen Israel und Ägypten gab es einen Schusswechsel zwischen ägyptischer Polizei und Schmugglern. Dabei wurde von einem Querschläger ein Baufahrzeug auf israelischer Seite getroffen.
Bei einer Routinekontrolle bei Hebron versuchte ein PA-Araber einen Polizisten zu erstechen; der war zum Glück aufmerksam genug, dass der Anschlag fehl ging.
Nach Angaben der Araber im Gazastreifen wurden Araber, die zum Grenzzaun gingen und einen israelischen Posten mit Steinen bewarfen, von diesen beschossen wurden. 3 oder 4 wurden verletzt.
Nördlich von Jerusalem beschädigten Steine werfende Araber israelische Autos.
Am Abend schlugen im Kreis Hof Aschkelon 2 Raketen ein. (Meldung von 19:39 Uhr)
In der Nähe der Beit Horon-Kreuzung bewarfen PA-Araber Brandbomben auf einen israelischen Autofahrer.
Sicherheitskräfte griffen einen PA-Araber auf, der ein Messer mit sich führte und nach Elon Moreh eindringen wollte.
Im Kreis Eshkol schlug eine Mörsergranate ein.
– Eine Rakete schlug auf einem Parkplatz in Netivot ein. (Meldung von 22:43 Uhr)

Humanitäres:
120 Araber reisten während der viertätigen Kämpfe aus dem Gazastreifen zur medizinischen Behandlung nach Israel ein.

Die Terroristen des Palästinensischen Islamischen Jihad feiern. Sie behaupten gewonnen zu haben: „Es war ein Sieg für das Blut der Märtyrer, das palästinensische Volk und den Widerstand.“ Was sie da gewonnen haben wollen, ist zwar schleierhaft, aber so sind sie halt.
Die Terroristen stellen natürlich auch Bedingungen für die Einhaltung der Waffenruhe. Klar doch, als Sieger diktiert man, nicht wahr? Interessant ist aber, wie Lila richtig anmerkt, dass nirgendwo auch nur ansatzweise erwähnt wird, was die Terroristen dafür tun müssen, dass die Waffenruhe eingehalten wird.

Auch Ismail Haniyeh heftet sich Leistungen ans eigene Revers: „Wir haben das israelische Morden gestoppt!“ Sieg Heil!

Bauliche Schutzmaßnahmen werden jetzt auch für Krankenhäuser in Zentralisrael getroffen.

Premierminister Erdogan schwadroniert von einer „langsamen, aber steten Abschlachtung, die an den Menschen des Gazastreifens durchgeführt würde. Natürlich, ein Dutzend Tote sind eine Abschlachtung des Volks und die mehr als 200 Raketen und Mörser sind nicht mal rohe Eier!

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