Lügen über christlichen Zugang zu Jerusalem während der Karwoche

8. April 2012 um 12:44 | Veröffentlicht in Israel, Medien+Nahost | 2 Kommentare
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Elder of Ziyon, 5. April 2012

Die Washington Post schrieb:

Wegen der Reisebeschränkungen der vergangenen Jahre ist die überwiegende Mehrheit der in der Westbank lebenden Christen an Checkpoints aufgehalten und daran gehindert worden, einem der wichtigsten religiösen Dienste des Jahres beizuwohnen. Die israelischen Behörden verlangen für Jerusalem Einreisegenehmigungen. Örtliche Christen schätzen, dass nur 2.000 – 3.000 Genehmigungen ausgestellt werden, trotz des überwältigenden Wunschs unter den 50.000 palästinensischen Christen aus der Westbank und dem Gazastreifen in der Osterwoche zu den Feiern nach Jerusalem zu reisen.

Diejenigen, die es über die Checkpoints und nach Israel hinein schaffen, werden immer noch von zahlreichen Mauern und anderen Sicherheitshindernissen verbarrikadiert. Als Ergebnis davon sind sogar viele, die eine Genehmigung haben, nicht in der Lage es zur Grabeskirche zu schaffen. 2010 war ein palästinensischer Kollegin von mir bei World Vision, die angenehme Kindheitserinnerungen an den Gottesdienst des heiligen Feuers hat, nicht in der Lage zur Grabeskirche zurückzukommen. Sie beschrieb die Szene für diejenigen, die in der Lage waren in Eingang in die Kirche zu finden: „Die Menge, im Versuch voll Freude zu bleiben, konnte dennoch die Veränderung dessen spüren, was Ostern jetzt geworden ist und die dunkle Wolke der Checkpoints, Polizeikräfte und Eintrittsverweigerung, die die Freude über diesen Feiertag verfinstert hat.“

Während uralte christliche Gemeinden im Umland von Jerusalem diese Woche auf das Wunder des heiligen Feuers warten, bete ich für ein anderes Wunder – eines, das den Christen in der Westbank und dem Gazastreifen volle religiöse Freiheit bringt. Die Karwoche ist eine Zeit der Pilgerreise nach Jerusalem; Christen haben dort seit der Geburt der Kirche Gottesdienste gefeiert und diese Stätten sind ein Kern der Hingabe der palästinensischen Gläubigen.

AFP schreibt:

Christliche Palästinenser aus der Westbank und dem Gazastreifen brauchen eine Einreisegenehmigung, die von den israelischen Behörden allgemein großzügig ausgestellt wird, um an den religiösen Festen in Jerusalem teilzunehmen.

Times of Israel:

Israels Botschafter in den Vereinigten Staaten verurteilte Donnerstag einen Artikel als „beleidigend“, der in der Washington Post erschien und behauptete Israel verwehre „der überwiegenden Mehrheit der in der Westbank lebenden Christen“ den Zugang zu Jerusalem, um an den Feierlichkeiten der Karwoche teilzunehmen.

„Es ist ein verleumderischer Artikel“, sagte Botschafter Oren über den Text.

„Die Armee und die Sicherheitsdienste haben eine Situation geschaffen, in der praktisch jeder Christ der Westbank die Heiligen Orte in Jerusalem am Karfreitag und an Ostern besuchen kann.“ Er schätzte, dass dieses Jahr rund 20.000 Genehmigungen ausgegeben wurden.

Beamte sagten, nur Westbank-Christen unter Verdacht ein Sicherheitsrisiko darzustellen wurden Genehmigungen verweigert. Sie sagten Israel habe jährlich ebenfalls Hunderte Genehmigungen für die schrumpfende christliche Gemeinde des von der Hamas kontrollierten Gazastreifens ausgegeben, so dass diese an Ostern nach Jerusalem kommen können.

Die Geschichte wiederholt sich. Lesen Sie meinen Text von 2010, mit dem ich einen Reuters-Artikel widerlege, in dem behauptete wurde die Zahl der Jerusalem während der Karwoche besuchenden Christen sei abgestürzt, seit Israel Jerusalem kontrolliert. In Wahrheit sie sie enorm stark gestiegen. Und das war zu einer Zeit, als Israel nur 10.000 Genehmigungen für palästinensische Christen ausgab – die Hälfte der dieses Jahr erteilten.

Sie möchten vielleicht auch meinen damit in Zusammenhang stehenden Artikel aus dem Jahr 2010 lesen, der die Lüge über den Zugang zu heiligen Stätten in Jerusalem unter jordanischer Herrschaft vernichtet, die von einem Araber propagiert wurde, der keineswegs ein Extremist ist – was ihn aber nicht weniger einen Lügner sein lässt.

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2 Kommentare »

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  1. Brauchen christliche Araber aus den umstrittenen Gebieten ein Visum um nach Jerusalem zu gelangen? Benötigen moslemische Araber ein Visum um die Altstadt Jerusalems zu besuchen? Welche Behörde ist für die Erteilung eines solchen Visums zuständig?
    Zwanzig tausend verteilte Visa sind jedenfalls bedeutend mehr als Menschen sich während der Zeromonie wegen der engen Bebauung am Ort aufhalten können. Wenn dort bei dem Hantieren mit Feuer Panik ausbricht, ist Hilfe unmöglich. Zwanzig tausend Visa sind unter dem Aspekt der Sicherheit der frommen Teilnehmer zu viel.
    Übrigens nehmen am Gottesdienst des heiligen Feuers nicht alle, unterschiedlichen, christlichen Glaubensbekenntnisse teil. Europäischen Christen mutet diese Zeremonien sehr fremd an.

    • Wer von außerhalb Jerusalems nach Jerusalem will, braucht eine Genehmigung. Die Leute wissen alle, wie sie die bekommen können (bzw. wer keine bekommen wird).
      Die 20.000 waren auch nicht alle auf einmal da. Manche kommen Karfreitag, andere Ostersonntag, usw.


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