Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (08.-14.04.2012)

14. April 2012 um 21:53 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 08.04.2012:

Natürlich: Mahmud Abbas befindet, die Situation kann nicht so bleiben. Also wird er eine neue Initiative vorlegen, um den Friedensprozess voranzubringen. Da braucht es nur eine Frage: Welche neuen Bedingungen wird er aufstellen? (Die anwesenden Hofschranzen von der Genfer Initiative werden keine Gelegenheit auslassen, Netanyahu zu beschimpfen, wenn er sich vom Fatah-Terrorchef nicht einwickeln lässt.)

Der Frieden (soll heißen: die Gelegenheit zu Gesprächen darüber) hängt laut Abbas daran, dass Israel den Siedlungsbau einstellt und die „Grenzen von 1967“ akzeptiert (vorab natürlich). Sonst geht er wieder zur UNO.

Frieden! Khaled Meschaal – der gegenüber Ismail Haniyeh angeblich deutlich moderatere und friedfertigere Hamasführer – stellte kategorisch fest: Die Hamas lehnt jede Alternative zum Töten von Israelis ab. Ohne Jerusalem wird es kein politisches Programm geben und Befreiung geht nur über „Widerstand“.

Montag, 09.04.2012:

Die Gas-Pipeline durch den Sinai wurde jetzt zum 14. Mal gesprengt.

Die Zahl der Terroranschläge gegen Juden/Israelis hat im März gegenüber dem Vormonat beträchtlich zugenommen.

Das Elektrizitätswerk in Gaza bekommt 4 neue Transformatoren; Israel hat die Lieferung genehmigt.

Heckmeck:
- Es gibt Nachrichten, dass Israelis und PA-Araber sich wieder zu Verhandlungen zusammenzusetzen bereit sind. Es gibt aber keine Hinweise darauf, dass das irgendeine Art von Erfolg haben wird.

Dienstag, 10.04.2012:

Die israelische Polizei ist auf das Wochenende vorbereitet. „Flightilla“-Hetze werden festgenommen und deportiert, heißt es. Die Flightilla-Terroristen sehen das natürlich anders: Israel habe keine rechtliche Handhabe, ihre „Einreise nach Palästina“ zu verhindern.

Mittwoch, 11.04.2012:

Das „Nahost-Quartett“ traf sich und gab aus, dass die Führer Israels und der Palästinenser Vertrauen bildende Maßnahmen unternehmen sollten, um die Atmosphäre für die Verhandlungen zu verbessern. Sie forderten die internationale Gemeinschaft auf den Palästinensern zu helfen ihre Haushalts-Bedürfnisse erfüllen zu können. Dabei konnten sie wohl nicht anders: Sie setzten die institutionalisierte Gewalt der Araber mit Einzeltaten israelischer Siedler gleich.

1995 ermordete der Palästinensische Islamische Jihad 7 Israelis und verletzte weitere 60, mit einem Selbstmordbomber, der sein Auto in einen Egged-Bus rammte. Die Terroristen behaupteten „10 israelische Soldaten“ getötet zu haben. Der PIJ feierte das jetzt noch einmal groß als „großartige Leistung“.

Donnerstag, 12.04.2012:

Der Gouverneur von Nablus hat die Einfuhr israelischer Kartoffeln verboten. Das soll den Lebensunterhalt arabischer Bauern in Judäa und Samaria schützen.

Netanyahu fordert zu direkten Gesprächen auf – die PA weigert sich; Mahmud Abbas will erst seine Vorbedingungen erfüllt bekommen.

Freitag, 13.04.2012:

Die Lufthansa informierte mehrere Dutzend Fluggästen, dass ihre Tickets storniert wurden; Israel hatte der Fluglinie zu diesen Passagieren etwas mitgeteilt – dass sie auf den „Flytilla“-Listen stünden und deshalb nicht einreisen dürften. Damit ist die Lufthansa verpflichtet, diese Leute nicht nach Israel zu bringen (und müsste bei Zuwiderhandlung mit Strafen rechnen). Die Terror-Sympathisanten sehen das natürlich anders, definieren internationales Recht neu und behaupte, LH breche dieses.

Samstag, 14.04.2012:

Auch die britische Jet2.com gab bekannt, dass sie sich an die Regeln Israels hält; 3 Britinnen aus Birmingham wurden ihre Tickets storniert. Air France ließ zumindest eine Passagierin wissen, dass sie nicht nach Israel fliegen kann.

Bei ihrer Ankunft in Israel werden die „Flytilla“-Aktivisten einen offiziellen Brief der israelischen Regierung, in dem es heißt:

Wir schätzen Ihre Entscheidung, Israel zum Objekt Ihrer menschlichen Anliegen machen. Wir wissen, dass es viele andere würdige Alternativen gibt.
Sie hätten sich entscheiden können gegen die täglichen Grausamkeiten des syrischen Regimes gegen das eigene Volk zu protestieren.
Sie hätten sich entscheiden können gegen die brutale Niederschlagung von Widerspruch und die Unterstützung des weltweiten Terrorismus zu protestieren.
Sie hätten sich entscheiden können gegen die Herrschaft der Hamas im Gazastreifen zu protestieren, wo Terroristen das doppelte Verbrechen begehen Raketen auf Zivilisten zu schießen und sich dabei hinter Zivilisten zu verstecken.
Stattdessen entschieden Sie sich gegen Israel zu protestieren, die einzige Demokratie im Nahen Osten, in der Frauen gleichberechtigt sind, die Presse die Regierung kritisiert, Menschenrechtsorganisationen frei agieren können, die Religionsfreiheit aller geschützt wird und Minderheiten leben ohne Angst.
Wir schlagen daher vor, dass Sie zuerst die tatsächlichen Probleme der Region lösen und dann wiederkommen und Ihre Erfahrungen mit uns teilen.
Wir wünschen Ihnen einen guten Flug.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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