Wer tatsächlich Christen verfolgt

22. Mai 2012 um 16:07 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost | 2 Kommentare
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Jonathan S. Tobin, Commentary Magazine, 18. Mai 2012

Letzten Monat verdiente sich die CBS-Sendung „60 Minutes“ einige Kritik wegen eines einseitigen Berichts über den Umgang Israels mit palästinensischen Christen. Alana stellte damals richtig fest, dass die Prämisse des Stücks – dass Routine-Sicherheitsvorkehrungen seitens der israelischen Streitkräfte zu einer Abnahme der christlichen Bevölkerung in der Westbank führte – absurd war. Warum sollten israelische Maßnahmen die Abnahme der Zahl der Christen verursachen, aber nicht die rapide wachsende muslimische Bevölkerung? Nur eine Entscheidung Israel für alles verantwortlich zu machen, konnte das Team von „60 Minutes“ dazu geführt haben die offensichtlichen Erklärungen zu meiden: den Aufstieg des militanten Islam in traditionell christlichen Hochburgen, der viele Christen allmählich dazu gezwungen hat aus dem Land zu fliehen. Israel bleibt das einzige Land im Nahen Osten, in dem die Rechte der – wachsenden – christlichen Minderheit respektiert werden.

Doch der Gegendruck gegen diesen Rufmord verlangt mehr Hintergrund als nur ein Faktencheck zur Westbank. Das Gatestone Institute hat einen wichtigen monatlichen Online-Bericht über die muslimische Verfolgung von Christen in ganz Asien und Afrika veröffentlicht – und den zu lesen ist erschreckend. Selbst eine kurze Zusammenfassung der Litanei des Schreckens, die die Muslime den Christen bringt, relativieren die lächerlichen Anschuldigungen gegen Israel.

* Es gab Anschläge auf Kirchen in Aserbaidschan, Indonesien, Kenia, Nigeria, dem Sudan und Tunesien.

* Christen wurden wegen „Blasphemie“ und Abfall vom Glauben in Algerien, Bangladesch, Ägypten, dem Iran und Pakistan mit dem Tod bedroht. Gleichzeitig haben muslimische Terroristen christliche Pastoren auf den Philippinen bedroht.

* In einer gesonderten Kategorie namens „Dhimmitum“ diskutiert der Bericht den „allgemeinen Missbrauch, die Erniedrigung und Unterdrückung von Nichtmuslimen als geduldete Bürger“. Solche Vorfälle wurden in Ägypten, Indien, dem Iran, Pakistan, Syrien, Tunesien und der Türkei festgehalten.

Das weit verbreitete Ausmaß von Vorfällen der Verfolgung in der gesamten muslimischen Welt sollte die Christen im Westen alarmieren. Aber aus irgendwelchen Gründen tut es das nicht. Die Palästinenser, deren Ziel die Auslöschung des einzigen jüdischen Staates in der Welt ist, scheinen in Europa und Amerika mehr Mitgefühl zu generieren, als die bedrängten Christen der Dritten Welt.

All das geschah alleine im April diesen Jahres.

Diejenigen, die behaupten sich um die Menschenrechte Sorgen zu machen, untergraben ihre bereits wackelige Glaubwürdigkeit, wenn sie die weit größeren Vorfälle der Misshandlung von Christen durch Araber und Muslime ignorieren, während sie die Delegitimierung der einzigen Demokratie des Nahen Ostens sowie des einzigen Landes der Region, das Christen beschützt, unterstützen.

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2 Kommentare »

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  1. Christen gegen Juden aufhetzen ist nichts anderes als eine zeitgenössische Variante des divide et impera. Wirkliche Christen wissen es besser. Nicht die Juden sind ihre feinde, sondern jemand anders…

  2. [...] {heplev.wordpress.com -  Jonathan S. Tobin, Commentary Magazine, 18. Mai 2012} [...]


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