Wenn es etwas Einzelnes zur UNRWA gibt, das die Leute unserer Meinung nach verstehen sollten, dann dies

13. Juni 2012 um 15:26 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, UNO | 2 Kommentare
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This Ongoing War, 5. Juni 2012

Vor einer Woche unterschrieb Australien eine 90 Millionen US-Dollar teure Partnerschaftsvereinbarung mit der UNRWA zur Unterstützung dessen, was deren Kern-Programme im gesamten Nahen Osten genannt wird. Die australische Verpflichtung gilt für fünf Jahre und scheint eine Initiative von Außenminister Bob Carr zu sein.

Dass Australien, ein aufgeklärtes und unvoreingenommenes Land voller Menschen gleichen Charakters große Mengen Spendengelder an diese erbärmliche Organisation übergibt, ist erschütternd. Es kommt selten vor, dass der öffentliche Verstand einer wichtigen internationalen Körperschaft derart im Widerspruch zu dem steht, was sie tatsächlich tut, wofür sie steht. Man hofft, dass die Menschen in der Regierung über etwas derartiges hinaus blicken können. Doch allzu oft geschieht das nicht.

UNRWA, die vor 63 Jahren für Versorgung der palästinensischen Araber geschaffene UNO-Organisation, sollte einer der Lichtblicke der kläglichen Geschichte der UNO sein. Man kann sich höher stehende humanitäre Prinzipien kaum vorstellen: den Enteigneten helfen, die Armen bilden und kleiden, Leben Bedeutung geben, das von politischem Tumult und Enteignung geschädigt ist.

Wie sich das in der Praxis darstellt, ist nicht ganz so leuchtend.

Die meisten Australier, wenn sie überhaupt achtgeben, werden wahrscheinlich Kritik an der Entscheidung Carrs als in ihrer Natur politisch interpretieren. Das ist schade. Kritik an der UNRWA, wie sie unterstützt wird, was sie mit dem erhaltenen Geld anstellt, geht quer durch das politische Spektrum. Man muss kein Freund Israels sein, um wegen dem, was die UNRWA ist und tut, entsetzt zu sein.

Hier findet sich aber keine detaillierte Auseinandernahme der UNRWA, vielleicht ein anderes Mal. Fürs Erste wollen wir einfach einen einzelnen Faktor herausstellen. Wir haben darüber im Februar gebloggt. Es ist dieser:

Wenn die Arbeit der UNRWA so wichtig ist, wenn sie uns dem Frieden näher bringt, wenn sie die Würde des Lebens der enteigneten und mittellosen Araber wieder herstellt, warum ist dann, wenn man sich die Top-20-Liste der Spendengeber dieser Organisation, die ausschließlich von Spenden lebt, ansieht, nur ein einziger dieser Spender arabisch? 2010, dem derzeit letzten Jahr, für das wir verlässliche Daten finden können, kommt diese arabische Spende (von der Islamic Development Bank) erst an 19. Stelle. Australien gab dreimal so viel und das war vor dem angekündigten großen Geschenk von letzter Woche.

Jeder Aussie, der Steuern zahlt und/oder sich um einen anständigen humanitären Ausgang des arabisch-israelischen Konflikts kümmert, muss sich fragen, warum die Araber ständig nichts geben, um das Leiden ihrer palästinensisch-arabischen Brüder zu lindern. Das ist eine echte Schlüsselfrage, zu der es einige überzeugende und zutiefst verstörende Antworten gibt.

Wir sind mehr als bereit eine Analyse dessen zu teilen, warum die Arbeit der UNRWA – die gesamte Arbeit – den Nahost-Konflikt verschlimmert, nicht besser werden lässt und warum es immer die Absicht war diesen Effekt zu haben, seit der Gründung der UNRWA im Dezember 1949.

Ohne jeden Zweifel sind Australiens erhöhte Zahlungen ein Schritt weg vom Frieden, nicht hin zu ihm – und geht in die Richtung zu mehr und mehr und mehr Terror zu ermutigen. Aber das ist etwas für einen eigenen Eintrag.

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2 Kommentare »

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  1. Die Flüchtlinge, die durch die UNRWA “betreut werden, sind für die Araber lebende Zeitbomben, die zur Vernichtung Israels eigesetzt werden. Sie im Elend zu halten und im Zustand permanenter Unrzufriedenheit ist also zielführend. Satte und zufriedene “Flüchtlinge” sind entschärfte Bomben.
    Deshalb unterstützen arabische Staaten die UNRWA nicht. Im Gegenteil, es wird alles getan um die Spendengelder nicht zum Nutzen der Betroffenen auszugeben, sondern für die ‘gemeinsame Sache’ oder sie versickern im Korruptionssumpf. In diesem Zusammenhang leistet die UNRWA ganze Arbeit, sehr zur Zufriedenheit der Araber und Palaraber.

  2. Um die These von Paul zu ergänzen, kann noch beigefügt werden, dass die Intifada ein solches Werkzeug ist, Unruhe wach zu halten. Vorher lebten die sogenannten Palästinenser im gegenseitigen Einvernehmen mit Israel. Beide profitierten voneinander und lebten im Wohlstand. Was natürlich nicht das Ziel der politischen “Denker” sein konnte. Man braucht die unzufriedenen Bürger.


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