Lehren aus den Protesten vom Wochendende, von denen Sie nichts lesen werden

2. Juli 2012 um 16:06 | Veröffentlicht in Friedensinitiativen, Medien+Nahost, Nahost-Konflikt, Palästinenser | 1 Kommentar
Schlagwörter:

Elder of Ziyon, 30. Juni 2012

Am Wochenende protestierten rund 10.000 Menschen wegen sozialer Fragen in Tel Aviv. Anders als bei den gewalttätigen Protesten eine Woche davor, bei denen Krawalle ausbrachen und in Banken eingebrochen wurde, war dieser Protest weitgehend friedlich und – so weit ich es sagen kann – niemand wurde festgenommen.

Es gab am Wochenende einen weiteren, viel kleineren Protest, der aber viel mehr über den israelisch-arabischen Konflikt offenbart. Und obwohl alle Weltmedien darüber berichteten, so war er doch fast nicht einmal eine Fußnote.

Ma’an schreibt:

Media_http2bpblogspot_ocfih

Dutzende junger Palästinenser lieferten sich Samstag Zusammenstöße mit PA-Sicherheitskräften in Ramallah bei einem Protest gegen die Terminierung eines Treffens der Führung mit dem israelischen Vizepremier Shaul Mofaz.

Die Jugendlichen versammelten sich im Zentrum von Ramallah und versuchten auf die Muqata, das Hauptquartier der Führung, zu marschieren, wo ihnen von Bereitschaftspolizei und einigen Polizisten in Zivil der Weg versperrt wurde.

„Sie haben sie heftig verprügelt“, sagte ein Zeuge, der nicht genannt werden wollte, gegenüber Ma’an. Er fügte hinzu, das drei Personen ins Krankenhaus gebracht wurden, doch das Ausmaß ihrer Verletzungen nicht sofort klar war. Sie wurden als der Journalist Mohammed Jaradat, Hassan Faraj und Waed Barghouti identifiziert.

Wir haben also bei diesem kleinen Protest mit nur ein paar Dutzend Menschen, wir haben sechs Festnahmen und gravierende Prügel, u.a. gegen einen Journalisten.

Und bei ihrem Protest ging es nicht um soziale Gerechtigkeit oder palästinensisch-arabische Einheit oder irgendetwas in der Art. Es war ein Protest dagegen, überhaupt nur mit irgendeinem Israeli zu reden.

Und hier ist der Clou: Es hat funktioniert.

Präsident Mahmud Abbas sollte Mofaz am Sonntag in Ramallah treffen, doch Offizielle verkündeten Samstag, dass der Gipfel auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.

Ein hochrangiger Fatah-Vertreter, der unter der Bedingung nicht genannt zu werden sprach, sagte Ma’an, das Treffen sei aus mehreren Gründen, darunter der öffentlichen Opposition, wegen der derzeitigen Umstände verschoben worden.

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der palästinensische Araber dafür protestieren mit Israel Frieden zu schließen. Ist das jemals – auch nur einmal – in der Geschichte vorgekommen?

Es wird nie geschehen. Denn nur eine Seite hat je echtes Interesse an irgendeiner Art von tatsächlichem Frieden Interesse gezeigt, die Art Frieden, bei der beide Seiten Kompromisse eingehen, um eine dauerhafte Lösung zu erzielen. Und die andere Seite ist zu den Glauben gebracht worden, dass sie nur lang genug warten muss, dann wird sie alles bekommen, was sie verlangt, egal, was – also gibt es keinen Grund jemals einen Kompromiss einzugehen.

About these ads

1 Kommentar »

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI

  1. Das Schlimme ist, diese Haltung der Araber, unnachgibig abzuwarten, wurde bisher, das ist jedenfalls mein Eindruck, immer belohnt.
    Es gibt also keinen Grund von diese erfolgreiche Strategie aufzugeben.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder einen kostenlosen Blog – auf WordPress.com!. | The Pool Theme.
Entries und Kommentare feeds.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 518 Followern an

%d Bloggern gefällt das: