Exposé: Katholiken bezeichnen Rahelgrab als Moschee

3. Juli 2012 um 15:18 | Veröffentlicht in Christen+Kirchen, Palästinenser | 1 Kommentar
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Die PA will die Geburtskirche als erste Welterbe-Stätte haben und jetzt sagen sie sogar, dass das nahe gelegene Rahelgrab eine Moschee ist. Sie lebte Tausende Jahre vor Mohammed, also können sie sie nicht für den Islam in Anspruch nehmen. Christen stützen sie.

Giulio Meotti, Arutz-7, 29. Juni 2012

Die palästinensische Autonomiebehörde stellt einen historischen Antrag, die Geburtskirche in Bethlehem als ihr erstes Weltkulturerbe nach Maßgabe der Vereinten Nationen anzuerkennen.

Die PLO kennt die Konsequenzen davon, die Stadt König Davids und Jesu im „Land Palästina“ zu verorten. Das Endziel ist die Entjudung des Landes Israel. Oras Hamdan Taha, der palästinensische Minister, der mit Antiquitäten zu tun hat und Gelder von der UNESCO erhält, machte klar: „Das ist das Schreiben bzw. Neuschreiben der Geschichte Palästinas“.

Als nächstes auf der Liste steht das Rahelgrab, die drittheiligste Stätte des Judentums – oder wie die Juden auf Hebräisch sagen, „Rahel Imenu“; auf Jiddish „Mame Rochel“ – unsere Mutter Rahel.

In der Bibel heißt es im 1. Buch Mose: „Als ich aus Paddan-Aram kam, starb mir unterwegs Rahel in Kanaan; nur noch ein kleines Stück war es bis Efrata. Ich begrub sie dort auf dem Weg nach Efrata, das jetzt Betlehem heißt… Und Jakob errichtete ein Steinmal auf ihrem Grab. Das ist das Grabmal Rahels bis auf den heutigen Tag.“ Jahrtausende lang ist das Grab Rahels, das an der Straße zwischen Jerusalem und Bethlehem liegt, ein Ort der Sehnsucht, der Pilgerreise und des Gebets des jüdischen Volkes gewesen, obwohl es etwas Streit um die genaue Stelle der Grabstätte gibt.

Erst 1996 begannen die Palästinenser diese Stelle als „Bilal ibn Rabah-Moschee“ zu bezeichnen, was die UNESCO schändlicherweise 2010 in ihre Listen aufnahm.

Die PLO schrieb während der Zweiten Intifada das Grab als Waffe in ihr Arsenal, erhob Anspruch auf die Stätte und schoss täglich auf jüdische Betende. Am Yom Kippur 2000, sechs Tage nachdem die israelische Armee vom Josephsgrab in Nablus abzog, veröffentlichte die PLO-Zeitung Al-Hayat al-Jadida einen Artikel, in dem erklärt wurde, das Rahelgrab sei das nächste palästinensische Ziel. Vor der PLO-Propaganda bezeichneten die Araber die Stätte schlicht als „Kubat Rahil“, Rahels Kuppel.

Nicht bekannt ist, dass die christlichen Institutionen in Judäa und Samaria mit den Muslimen kollaborieren, um den jüdischen Charakter der heiligen Stätte zu vernichten und zu leugnen. Die Strategie hat sich schon als sehr erfolgreich erwiesen.

Im Februar beanspruchte die UNESCO – die die PA bereits als Staat anerkannt hat – das Rahelgrab und das Patriarchengrab als nicht exklusiv jüdische Stätten, sondern als solche, „die auch den Christen und Muslimen gehören“. Im Palestine Chronicle leugnete der Christ Fadi Kattan „das Jüdische“ und „den exklusiven jüdischen Zugang zu Rahels Grab“.

Es war bei einem Treffen christlicher Leiter im März 2010, dass der oberste islamische Richter, Taysir Tamimi, die muslimischen und christlichen Leiter aufforderte sofort zu handeln, weil Israel versuche Jerusalem und „die Bilal ibn Rabah-Moschee“ zu „judaisieren“.

Pax Christi, eine der berühmtesten katholischen Organisationen des Globus, nannte auf seiner Internetseite die jüdische heilige Stätte wiederholt eine „Moschee“.

Dann gibt es die Bethlehem-Universität des Heiligen Landes, die einzige vom Vatikan betriebene Bildungsinstitution in der Gegend; deren Gründung kann man zum Besuch Papst Paul VI. im Heiligen Land im Jahr 1964 zurückverfolgen. Die katholische Universität startete vor kurzem ein Projekt zu Rahels Grag. Das Dokument nennt es „eine historische religiöse Stätte für Anhänger des Christentums und des Islam, eine heilige Stätte auch für Juden, die heute allen Zugang zu ihr kontrollieren, obwohl sie sich auf palästinensischem Land befindet.“

Die Institution des Vatikan scheint zu ignorieren, dass das gesamte Gelände des Rahelgrabes zum C-Gebiet gehört, das die Oslo-Vereinbarungen israelischer Zuständigkeit unterstellte.

Schon der Titel des katholischen Projekts, „Rahel: Eine Fremde in ihrer Heimatstadt“, legt nahe, dass das Grab eine Stelle ist, die die Israelis an sich gerissen haben. Das Grab, sagt der katholische Bericht, „ist auch Muslimen bekannt, als Bilal ibn Rabah-Moschee“. Nach Angaben der Vatikan-Universität haben die Juden die Vergangenheit gestohlen, die jüdischen Schreine sind von den Zionisten gestohlene arabische Schätze und die Juden sind nichts weiter als einmarschierte Kolonisatoren.

Als ich das Rahelgrab zuletzt vor zwei Jahren besuchte, zeigte mir der israelische Bauunternehmer, der an der Sicherheitsbarriere arbeitete, die arabischen Häuser, von denen aus die palästinensischen Heckenschützen auf die das Grab besuchenden Juden schossen. Darunter befand sich ein romantisches, mittelalterliche Bild des einst einfachen, stillen, ruhigen, gelassenen und allein stehenden Grabes.

Das 20. Jahrhundert des Joseph Goebbels hat uns alle gelehrt, dass eine Lüge klein beginne, aber wenn sie nicht richtig gestellt wird, eitert sie wie ein Krebst und zerstört Wahrheit, Gerechtigkeit und schließlich – Menschen. Eine Lehre, die die Katholiken besser gelernt haben sollten.

Heute wirkt das Rahelgrab wie ein Bunker, von hohen Mauern, Stacheldraht, Soldaten, Kameras und Gängen geschützt. Jemand sollte es auch vor furchtbaren Lügen schützen.

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