„Palästina-Freunde“ – entlarven sich selbst

7. Juli 2012 um 11:45 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost | 5 Kommentare
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Eine offene Gruppe bei Facebook namens Palästina-Freunde Ostbayern schreibt in ihrer „Vorstellung“ (oder wie immer man das nennt, was als Information oben drüber steht):

Während die israelischen Einwohner des ehem. britischen Mandats Palästina seit 1948 ihren eigenen Staat, Israel, haben, warten die palästinensischen Einwohner immer noch darauf, dass die UNO auch einen Staat “Palästina” anerkennt um so die seit 64 Jahren dauernde Besatzung durch Israel aufzuheben und es so über 4 Mio. palästinensischen Flüchtlingen zu ermöglichen, aus den Flüchtlingslagern in den umliegenden Staaten in “ihren” Staat Palästina zurückzukehren um dann Seite an Seite mit Israel in Frieden und Freiheit zu leben.

Da haben wir die gesammelte dumme Heuchelei der „Palästina-Freunde“ in ganz kurzer Form zusammengefasst:

Die „palästinensischen Einwohner [warten] immer noch darauf, dass die UNO…“ – „Selbst ist der Mann“, war einmal ein gutes deutsches Sprichwort, das heute nicht mehr gilt. Heute stellt man Ansprüche, die gefälligst andere erfüllen sollen. Insbesondere für einen selbst. Und so unternehmen die „Palästinenser“ nichts Konstruktives selbst, um zu ihrem Staat zu kommen, sondern verlangen, dass die UNO, die „arabischen Brüder“, der Westen ihnen ihren Staat auf dem Silbertablett servieren, ohne dass sie selbst etwas dazu beizutragen brauchen. Selber aktiv werden, verhandeln, Entscheidungen treffen, die tatsächlich zu einem eigenen Staat führen können ist offenbar zu viel verlangt.

„…um so die seit 64 Jahren dauernde Besatzung durch Israel aufzuheben…“ – „seit 64 Jahren“? Hier entlarvt sich der Palästinenserfreund als jemand, der Israel vernichtet sehen will. Ein echter Friedensfreund eben. Denn vor 64 Jahren wurde der Staat Israel ausgerufen. Wenn also Israels Besatzung Palästinas vor 64 Jahren begann, wo sollte Israel überhaupt noch sein? Wer von der „Besatzung seit 64 Jahren“ schwadroniert, will Israels Existenz beendet, den jüdischen Staat von der Landkarte gelöscht sehen.

„… über 4 Mio. palästinensischen Flüchtlingen zu ermöglichen, aus den Flüchtlingslagern in den umliegenden Staaten in ‚ihren‘ Staat Palästina zurückzukehren…“ – über 4 Millionen Flüchtlinge? Auf wie viele Menschen sind die 9 bis 12 Millionen Ostvertriebenen angewachsen und wer fordert, dass diese „nach Hause“ „zurückkehren“ können sollen? Neulich wurde überschlagen, dass von den tatsächlichen Flüchtlingen nur noch etwa 30.000 leben, während der gesamte Rest nach der gültigen UNHRC-Resolution niemals als Flüchtling betrachtet würde. Nur aufgrund einer Sonderregelung, die ausschließlich für die Araber gilt, sind selbst Enkel, Urenkel und Ururenkel weiterhin „Flüchtlinge“ und das wird so weiter gehen, bis wir irgendwann alle palästinensische Flüchtlinge sind. Eine weitere Sonderregelung hat dafür gesorgt, dass es überhaupt erst so viele arabische Flüchtlinge gab – weil jeder als Flüchtling galt, wer sagte, zwischen 1946 und 1948 im britischen Mandatsgebiet gelebt zu haben. Damit war dem Schummeln schon Tür und Tor geöffnet (mal abgesehen davon, warum jemand, der erst Anfang 1946 nach „Palästina“ „einwanderte“, schon „Palästinenser“ ohne jede Alternative sein sollte), denn Nachweise wurden nicht allzu wichtig genommen und so schlossen sich Leute den Flüchtlingen an, die einfach nur die Versorgung durch die UNO wahrnehmen wollten, weil es ihnen schlechter ging als den tatsächlich Geflohenen.

„…aus den Flüchtlingslagern in den umliegenden Staaten in ‚ihren‘ Staat Palästina zurückzukehren…“ – in ‚ihren‘ Staat Palästina zurückkehren? Das ist so verlogen, dass man den Herrschaften ihr Papier – verstärkt durch ein paar weitere Materialien – um die Ohren schlagen möchte. Es gibt den besatzungsfreien Gazastreifen und „palästinensische“ Autonomiegebiete, aber die dortigen „Flüchtlingslager“ aufzulösen, weil diese „Flüchtlinge“ bereits unter arabischer Herrschaft leben und nicht mehr israelischer, das kommt selbst diesen „Palästina-Freunden“ nicht in den Sinn. Sie fordern nämlich gar nicht, dass diese Leute in einen eigenen Staat „zurückkehren“, sondern nach Israel – in die „seit 64 Jahren besetzten“ Gebiete.

Ach übrigens: „in ‚ihren‘ Staat Palästina zurückzukehren“? Wie kann jemand in einen Staat „zurückkehren“, den es nie gegeben hat? Die Anführungszeichen hätten auch für das Wort zurückkehren genutzt werden müssen. Aber solche „Details“ kümmern „Palästina-Freunde“ nicht, ihr Ziel ist ja nicht wirklich der Verbesserung der Lage der „Palästinenser“, sondern die Vernichtung Israels – was sie als „Seite an Seite mit Israel in Frieden und Freiheit … leben“ bezeichnen. Mit toten und vernichteten Juden lässt sich schließlich prima leben. Vielleicht aber doch nicht, wenn man Araber ist, wie die Vergangenheit zeigt, als selbst noch jüdische Gräberfelder vernichtet und die Grabsteine bzw. Grabmale zur Errichtung von Latrinen und als Straßenbelag genutzt wurden.

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5 Kommentare »

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  1. Ostbayrische Dummheit bleibt mir unerklärlich. Ich stehe staunend davor.

    • Nun, das scheint mir nicht regionalbedingt zu sein.

  2. Diese Bekundung aus Ostbayern stellt wirklich alles in den Schatten, was bisher an Lüge verbreitet wurde.
    In Abwandlung einer Liedzeile von Reinhard Mey kann ich nur feststellen:
    “In Ostbayern, muss die Dummheit wohl grenzenlos sein.”

    • s.o.: Das ist nicht regionalbedingt. Ich bekomme Ähnliches aus dem ganzen deutschsprachigen Raum.

      • Heplev, sag ich doch, frei nach Mey:
        “Die Dummheit ist grenzenlos.”


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