Vermisst: Der 2 Tonnen schwere Schüssel, der auf der Einfahrt zu Al-Aida lag

10. Juli 2012 um 3:47 | Veröffentlicht in Deutschland, die Welt+Nahost, NGOs | 2 Kommentare
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Das Geheimnis des verschwundenen palästinensischen „Flüchtlings“-Monuments

David Bedein, FrontPageMag.com, 4. Juli 2012

Seit ein paar Jahren war an der Flüchtlingseinrichtung Al-Aida in Bethlehem, gegenüber des UNRWA-Hauptquartiers, ein zwei Tonnen schwere Schlüssel untergebracht, der auf der Einfahrt zu Al-Aida lag, die ähnlich wie ein Mammut-Schlüsselloch geformt ist.

Dieser Mammut-Schlüssel und das Schlüsselloch wurden einer Feier am 15. Mai 2008 als Eingang zur UNRWA-Flüchtlingseinrichtung Al-Aida errichtet, um 60 Jahr seit der Gründung des Staates Israel zu begehen – und der Deplatzierung von Arabern, die sich als Flüchtlinge mit Recht auf eine „Rückkehr“ betrachten in arabische Dörfer betrachten, die in Israel gar nicht mehr existieren.

Diese Woche allerdings entdeckten die Journalisten, als die Nachrichten-Teams die Al-Aida-Flüchtlingseinrichtung in Bethlehem besuchten, dass der massive, zwei Tonnen schwere Schlüssel. fehlte.

Statt das UNRWA-Fundbüro zu kontaktieren, fragen die Reporter UNRWA-Einwohner nach dem Verbleib des fehlenden Schlüssels. Diese hatten keine Ahnung.

Die Reporter fragen die offiziellen UNRWA-Vertreter, die ebenfalls sagte, sie wüssten von nichts.

Hatte es irgendwelche plötzlichen Bedenken wegen des Schlüssels zum Rückkehrrecht gegeben, das die Grundlage der UNRWA-Bildung und -Erziehung bildet?

Wohl kaum.

Eine Google-Suche bei den arabischen Medien führte zu der Entdeckung des Verbleibs des Schlüssels: Die PA unternimmt mit ihm eine Tour durch – Deutschland.

Hier ist der Link zu einem arabischen Medienbericht über die Tour des Schlüssels in Deutschland.

Der Schlüssel ist auf eine PLO-PR-Kampagne geschickt worden, um deutsche Unterstützung für die Rechte der Nachkommen der arabischen Flüchtlinge zu werben, sich die 531 arabischen Dörfer zurückzunehmen, auf die sie seit 1948 Anspruch erheben und die durch israelische Städte, Kollektiv-Landwirtschaft und Wälder innerhalb Israels Linien von 1967 ersetzt wurden.

Deutschlands Rolle in jeglicher Kampagne zur Werbung für das „Rückkehrrecht“ in Häuser aus den 1940-er Jahren dürfte als ungewöhnlich anzusehen sein, da neun Millionen Deutsche, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus ihren Häusern vertrieben wurden, niemals das „Rückkehrrecht“ an Orte wie Ostpreußen und dem Sudetenland zugestanden bekamen. Deutschland spielt jedoch eine wichtige Rolle bei Werbung für das arabische „Rückkehrrecht“ in arabische Dörfer der 1940-er Jahre, die es nicht gibt.

Ein typisches Beispiel: Ein ständiger Aspekt des kulturellen Lebens in den UNRWA-Lagern sind Filmvorführungen in den UNRWA-Jugendclubs, die die Nachkommen der arabischen Flüchtlinge motivieren sich nach dem palästinensischen „Rückkehrrecht“ in Dörfer zu sehnen, die sie 1948 verließen. Diese Filme werden über den Cine-Club organisiert und im Rahmen einer als Shaml bekannte Gruppe inszeniert, die von der Friedrich-Ebert-Stiftung gesponsert wird, die wiederum Gelder von der deutschen Regierung erhält.

Nach Angaben der Internetseite der Friedrich-Ebert-Stiftung besteht ihr Hauptauftrag darin „Frieden und Verständnis zwischen Völkern zu fördern“. Doch UNO-Artikel 194 wird von der von den Deutschen gesponserten Shaml als Beweis für ein absolutes „Flüchlings-Rückkehrrecht“ beworben.

In diesem Artikel heißt es: „Flüchtlinge, die in ihre Häuser zurückkehren und in Frieden mit ihren Nachbarn leben wollen, sollte erlaubt werden das zum frühestmöglichen Datum zu tun; denen, die sich entscheiden nicht zurückzukehren, sollten für ihr Grundeigentum und Verlust oder Schaden an ihrem Eigentum nach den Prinzipien des internationalen Rechts oder gleichwertig von den verantwortlichen Regierungen oder Behörden entschädigt werden.“

Neben Shaml hilft die Friedrich-Ebert-Stiftung auch PASSIA, der Palestinian Academic Society of the Study of International Affairs (Palästinensische Akademische Gesellschaft zum Studium Interionaler Angelegenheiten). 2004 veröffentlichte PASSIA, eine akademische Organisation in der PA, ein vielfarbiges Bulletin mit dem Titel „Palästinensische Flüchtlinge“, das immer noch zirkuliert und die Fakten und Beweise zur Werbung für das „Rückkehrrecht“ bietet. Diese Veröffentlichung wirft ein Licht auf die von der deutschen Regierung finanzierte Friedrich-Ebert-Stiftung als einziger Finanzier dieser Broschüre.

Als Bundespräsident Horst Köhler 2005 die israelische Knesset besuchte, schwenkte Gila Finkelstein, eine Abgeordnete, eine PASSIA-Broschüre und verließ die Knesset unter Protest. Finkelstein traf sich mit Präsident Köhler, um persönlich ihrer Empörung Ausdruck zu verleihen, dass Deutschland eine Anstrengung finanziert, die das „Rückkehrrecht“ unterstützt – ein Codename für Zerstückelung Israels.

Köhler versprach sich die Sache anzusehen.

Im April 2005 schrieb Präsident Köhler an MK Finkelstein, dass er sich auf das professionelle Urteil der Friedrich-Ebert-Stiftung verlässt und wies Finkelsteins Protest zurück.

Deutschland setzt die Politik der Werbung für das arabische „Rückkehrrecht“ fort; es erlaubt, dass der zwei Tonnen schwere Schlüssel der UNRWA-Flüchtlingseinrichtung Al-Aida in Bethlehem durch Deutschland tourt.

Vielleicht sollte Israel eine Kampagne starten, mit der es Deutschen hilft nach Ostpreußen zurückzukehren.

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2 Kommentare »

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  1. Das ist doch nur gerecht, dass die, die den Schlüssel bezahlt haben, ihn auch mal zu Gesicht bekommen.

  2. Aus den 9 Millionen deutschen Vertriebenen dürften nach Maßgabe der UNRWA mittlerweile trotz der dürftigen mitteleuropäischen Vermehrungsrate rund 30 Millionen Flüchtlinge geworden sein. Da gäbt’s schon ein Heidenspektakel, würde man ein solches Ansinnen mal in der EU problematisieren. Möglicherweise schnallt dann selbst die “EU-Außenministerin” den Unsinn, den sie so gerne verzapft.


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