„Sommerbräute“ in Ägypten – Menschenhandel im Iran

18. Juli 2012 um 14:42 | Veröffentlicht in Araber, Islamstaaten | Hinterlasse einen Kommentar
Schlagwörter: ,

Elder of Ziyon, 16. Juli 2012

Aus Al-Arabiya:

Reiche arabische Touristen aus den Golfstaaten bezahlen Geld, um minderjährige ägyptische Mädchen als „Sommerbräute“ zu erwerben, behauptet ein neuer Bericht zu Menschenhandel, der vom US-Außenministerium veröffentlicht wurde.

Die Ehen sind rechtlich nicht bindend und enden, wenn die Männer in ihre Heimatländer zurückkehren.

Nach Angaben des Berichts „Trafficking in Persons“ werden diese Ehen oft von den Eltern der Kinder ermöglicht, die von der Transaktion profitieren.
Die britische Daily Mail berichtet, die reichen Touristen bezahlten armen Familien über Vermittler eine Summe, die von $495 bis $4.950 reichen kann. Die jungen Opfer, einige davon jünger als 18 Jahre, werden dann gezwungen ihren „Ehemännern“ sowohl als Sexsklavinnen als auch als Haushälterinnen zu dienen.

In Ägypten gibt es Gesetze, die Menschenhandel bekämpfen sollen und die verhindern, dass Ausländer ägyptische Frauen zu heiraten, wenn es einen Altersunterschied von mehr als zehn Jahren gibt; doch Ehevermittler haben einen Weg gefunden das zu umgehen, indem Geburtsurkunden gefälscht werden, damit die Mädchen älter und die Männer jünger erscheinen.

Diese Verträge eliminieren auch alle potenziellen Probleme mit Hotels und Vermietern, die einen Beweis für die Ehe fordern könnten, bevor sie einem Paar gestatten gemeinsam in einem Raum zu bleiben, da vorehelicher Sex im Islam verboten ist.

In vielen Fällen stimmen die Familien dem Eheschluss mit ihrer Tochter ohne deren Einverständnis zu, doch oft sind die Mädchen willige Teilnehmer, da sie es als einzige Möglichkeit betrachten dabei zu helfen ihre Familien zu versorgen.

In einigen Fällen nehmen die Männer die ägyptischen Mädchen mit in ihr Heimatland, um dort als Hausmädchen für ihre Erstfrauen zu arbeiten. Doch selbst den Mädchen, die in Ägypten bleiben, ergeht es nicht viel besser, da sie oft von der Gesellschaft ausgegrenzt werden und es für sie schwierig wird noch einmal auf traditionelle Weise zu heiraten, insbesondere, wenn die „Sommerehe“ ein Kind zur Folge hatte.

Viele der jungen Frauen enden in einem Kreislauf zeitlich begrenzte Ehen mit Golf-Touristen; hinter anderen sind ägyptische Männer her, die sie heiraten, um sie in die Prostitution zu zwingen.

Viele geben aus Scham ihre Kinder weg, entweder in Waisenhäuser oder setzen sie aus, damit sie sich den Hunderttausenden Straßenkindern anschließen, die es in Ägypten bereits gibt.

Doch Ägypten ist noch längst nicht so übel dran wie der Iran in dem Bericht des Außenministeriums:

Der Iran ist eine Quelle, Transitland und Ziel für Männer, Frauen und Kinder, die Opfer von Menschenhandel für sexuelle Zwecke und Zwangsarbeit sind. Im Iran lebenden iranische und afghanische Jungen und Mädchen werden im Land zur Prostitution gezwungen. Iranische Frauen, Jungen und Mädchen werden im Iran sexuellem Menschenhandel unterworfen, ebenso in Pakistan, dem Persischen Golf und Europa. Auch aserbaidschanische Frauen und Kinder werden dem Sex-Menschenhandel im Iran ausgesetzt.

Afghanische Migranten und Flüchtlinge werden im Iran Zwangsarbeit ausgesetzt. Männer und Frauen aus Pakistan, Bangladesch und dem Irak migrieren bei der Suche nach Arbeit freiwillig in den Iran. Einige werden dann Zwangsarbeit, auch Schuldknechtschaft unterworfen, indem gegen sie Reiseeinschränkungen eingesetzt, Löhne nicht gezahlt werden und physische oder sexuelle Gewalt gegen sie ausgeübt wird. NGO-Berichte deuten auf kriminelle Organisationen hin, manchmal mit politischen Verbindungen, die eine bedeutende Rolle beim Menschenhandel spielen in den Iran hinein und aus ihm heraus, insbesondere über die Grenzen mit Afghanistan und Pakistan und im Zusammenhang mit dem Schmuggel von Migranten, Drogen und Waffen. Unbestätigte Berichte deuten an, dass religiöse Leiter und Einwanderungsbeamte am Menschenhandel beteiligt sind.

Die Regierung des Iran erfüllt nicht einmal die minimalen Standards zur Eliminierung des Menschenhandels und unternimmt keinerlei bedeutsame Schritte in dieser Richtung. Die Regierung teilte in der Zeit des Berichts keine Informationen zu ihren Maßnahmen gegen Menschenhandel mit der internationalen Gemeinschaft; das behindert die Sammlung von Informationen zum Menschenhandels-Problem des Landes und den Bemühungen der Regierung, diesen zu einzudämmen. Öffentlich verfügbare Informationen von NGOs, der Presse, internationalen Organisationen und anderen Regierungen deuten dennoch darauf hin, dass die iranische Regierung keine ausreichenden Schritte unternimmt, um ihre umfangreichen Herausforderungen wegen des Menschenhandels anzugehen.

About these ads

Hinterlasse einen Kommentar »

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Create a free website or blog at WordPress.com. | The Pool Theme.
Einträge und Kommentare feeds.

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 422 Followern an

%d Bloggern gefällt das: