Der grausame israelische Maestro im Vatikan willkommen

26. Juli 2012 um 11:41 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Geistesgrößen, UNO | 3 Kommentare
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Wenn ein Jude, der es besser weiß, versucht Israel anzuschwärzen, dann verursacht das eine besondere Art von Ekel. Besonders, wenn dieser Ruhm bedeutet, dass auf seine gehört wird. Und besonders, wenn er „die Seite aufschlägt“, die mit jüdischem Blut übergossen ist.

Giulio Meotti, Arutz-7, 16. Juli 2012

Papst Benedikt XVI. genoss die Musik Beethovens, dirigiert von Daniel Barenboim und gespielt vom West-Östlichen Diwan, seinem aus Musikern aus Israel und arabischen Ländern bestehenden Orchester, „die hoffen die Sache des Friedens zu fördern“. In einer Rede sagte der Papst: „Musik eint Menschen über jede Trennung hinweg.“

Die katholische Kirche, die heute schwer damit beschäftigt ist die jüdische und freie Existenz des Staates Israel zu bekämpfen, könnte keinen besseren Ausführenden ausgesucht haben als diesen gefühlskalten und egozentrischen „Maestro“, kosmopolitischen Juden und selbsterklärten Weltbürger.

Eine Woche vor seinem Auftritt in Rom veröffentlichte Barenboim ein Interview mit dem SPIEGEL, in dem er „die Politisierung der Erinnerung an den Holocaust in Israel“ zusammen mit der „Allianz der rechten und orthodoxen Juden, die heute in Israel regieren“ und „Israels starke Lobby in Washington“ attackierte. Er blendete nicht nur den arabischen Hass gegen Israel aus („die Palästinenser waren zuerst nicht antisemitisch; sie akzeptierten nur ihre Vertreibung nicht“), sondern Barenboim lehnte es auch ab als Israeli bezeichnet zu werden: „Worauf kann man da heute stolz sein? Wie kann man in einem Land Patriot sein, das seit 45 Jahren fremdes Land besetzt? Eines, das nicht in der Lage ist zu akzeptieren, dass es auch eine andere Darstellung der letzten 60 Jahre gibt?“

Und dann die ultimative eindimensionale historische Einkapselung: „Ja, die Palästinenser hätten die Teilung Palästinas am 29. November 1947 akzeptieren können und das genau machten sie nicht, weil sie glaubten, die Teilung sei ungerecht. Warum können wir das nicht als historische Tatsache akzeptieren und die Seite umblättern? Das ist einfach unmenschlich.“

Das ist Barenboim, der jüdische Antisemit.

Mitbegründer seines Orchester war der verstorbene palästinensische Intellektuelle Edward Said, der Intifada-Ideologe, der – peinlich, peinlich – mit der Kamera erwischt wurde, wie er an der libanesischen Grenze nach dem israelischen Rückzug Steine auf IDF-Soldaten warf und der sich einen Namen als einer der glühendsten Befürworter der Vernichtung des jüdischen Staates machte.

Letztes Jahr führte der berühmte Dirigent ein Ensemble europäischer Musiker nach Gazas Hamastan; es befanden sich darunter Italiener aus dem weltberühmten Opernhaus La Scala in Mailand. Der jüdische Pianist und Dirigent, der einst zusammen mit seiner verstorbenen Frau Jacqueline Du Pre 1967 für israelische Soldaten spielte, überschritt mit einer höchst unethischen Geste eine rote Linie: „Wir spielen dieses Konzert als Zeichen unserer Solidarität und Freundschaft mit der Zivilgesellschaft des Gazastreifens“, sagte Barenboim. Er wünschte außerdem der in Ägypten unterzeichneten Einheitsvereinbarung zwischen Hamas und Fatan „Erfolg“.

Barenboim lehnte es ab an den Feierlichkeiten zu Israels 60-jährigem Bestehen 2008 teilzunehmen, während er ein Buch signierte, das er mit Said geschrieben hatte; er lehnte es ab von einer Reporterin von Israels Armeeradio interviewt zu werden, weil die eine IDF-Uniform trug.

2008 erhielt Barenboim einen palästinensischen Reisepass, eine Geste, die von der ehemaligen, von der Hamas geführten palästinensischen Einheitsregierung befürwortet wurde. Er schwor also einer antisemitischen Körperschaft die Treue, die versucht das andere Land auszulöschen, von dem Barenboim einen Pass hat: „Israel“.

Im März 2002, als Jihad-Gruppen Selbstmordanschläge gegen israelische Restaurants, Einkaufsmeilen und Cafés lancierten, spielte Barenboim in Ramallah.

2005 verglich Barenboim während eines Vortrags an der Columbia University in New York israelische Soldaten mit Nazis.

Sein Schweigen, wenn er denn schweigt, sagt auch viel. Im August 2003 dirigierte er ein Friedenskonzert seines jüdisch-arabischen Orchesters in Spanien. Derweil wurde in Jerusalem ein Bus der Linie 2, voller hareidischer Juden, die von der Westmauer zurückkehrten, gesprengt. Unter den Toten und Verletzten waren viele Kleinkinder. Der völkermörderische Schlag wird wegen der großen Zahl von Babys inzwischen „der Anschlag auf die Kinder“ genannt. Barenboim hätte das Spanien-Konzert nutzen können, um ddas Massaker an Juden zu verurteilen. Doch er schwieg stille.

Jetzt wendet sich der humanistische Held, der unschuldige Demokrat, der Atheist und linke Hüter der Menschenrechte an den Papst, um seinen horrende Vision dessen zu fördern, wie eine „jüdisch-arabische Utopie“ für die Juden aussehen würde.

Wir leben in einer Zeit, in der beschämende Kaltschnäuzigkeit, arroganter Antisemitismus und politischer Opportunismus eine tödliche Besessenheit für einen mörderischen Frieden schaffen.

Mit seiner so eleganten Anmaßung sagte Barenboim: „Die Kunst muss triumphieren.“ Selbst umd en Preis eines weitere jüdischen Blutbades.

So wie dem, dass stattfand, als dein geliebter Größenwahnsinniger, Richard Wagner, dessen Glaube an „Wahrheit als Schönheit und Schönheit als Wahrheit“ seinen logischen Ausgang in den Gaskammern fand.

Nachtrag: Von Ulrich Sahm erreichte mich am 26. Juli 2012 die folgende Meldung

Erklärung des UNO-Sonderkoordinators Robert Serry zur Verschiebung eines geplanten Konzerts in Ostjerusalem

Zur sofortigen Veröffentlichung

Jerusalem, 25. Juli. Der UNO-Sonderkoordinator für den Friedensprozess im Nahen Osten, Herr Robert Serry, bedauert verkünden zu müssen, dass ein geplantes Konzert des Orchesters West-Östlicher Diwan in Ostjerusalem verschoben worden ist. Die Vereinten Nationen waren erfreut ein solches Ereignis präsentieren zu können, besonders, da der Sonderkoordinator sich sehr bewusst ist, dass die Lebenswirklichkeit der im besetzten Ostjerusalem lebenden Palästinenser schwierig ist. Kultur, Erholung und die tagtäglichen Aktivitäten leiden als Folge der Besatzung.

Das international gefeierte Orchester West-Östlicher Diwan, vom verstorbenen palästinensischen Akademiker Dr. Edward Said und Daniel Barenboim gemeinsam gegründet, hat sich lange darum bemüht begabte palästinensische, israelische und Musiker aus anderen Ländern des Nahen Ostens in ihrem gemeinsamen Streben nach musikalischer Güte und Verständnis zusammenzubringen. Maestro Barenboim hat unermüdlich dafür gearbeitet das Orchester zu entwickeln und seine musikalischen Geschenke denen zu bringen, die unter den Folgen des Konflikts leiden. Letztes Jahr waren die Vereinten Nationen zufrieden seine Bemühungen zur Aufführung eines einzigartigen Auftritts in Gaza zu ermöglichen, um die Menschen dort zu unterstützen, was von ihnen Rückhalt erhielt.

Der Sonderkoordinator hatte gehofft ein ähnliches Konzert in Ostjerusalem für Mitglieder der Zivilgesellschaft durchzuführen. Doch diese Bemühungen sind von der Teilnahme der palästinensischen Zivilgesellschaft abhängig. Unter Zurkenntnisnahme der Einwände einiger Gruppen wurde – mit Bedauern – entschieden die Pläne für das Konzert nicht weiter zu verfolgen. Statt, wie manche sagten, damit die Besatzung zu „akzeptieren“, würde eine solche Veranstaltung aus seiner Sicht eine starke Botschaft geschickt haben, dass die Palästinenser in der Lage sein müssen ihre kulturellen Rechte und Freiheiten in der einzigartigen Stadt Jerusalem zu erfahren, von der die Vereinten Nationen glauben, dass sie sich zur offenen Hauptstadt zweier Staaten entwickeln muss, die in Frieden und Sicherheit Seite an Seite leben. Herr Serry ist enttäuscht, dass das Konzert derzeit nicht weiter geführt wird und dass die Palästinenser in Ostjerusalem nicht die Gelegenheit haben werden ein solch einzigartiges kulturelles Angebot in ihrer Stadt zu genießen.

Richard Iron, Chief Public Information Officer
United Nations Special Coordinator’s Office

Kommentare:
(1) Der Mann lässt vom “besetzten Ostjerusalem” reden – das ist ziemlich widersprüchlich, die Stadt so zu trennen, wenn andererseits „die Vereinten Nationen glauben, dass sie sich zur offenen Hauptstadt zweier Staaten entwickeln muss, die in Frieden und Sicherheit Seite an Seite leben“. Entweder ist die Stadt im „Osten“ besetzt und getrennt oder sie ist die eine Stadt. Anscheinend mag Herr Serry keine von Juden geeinte Stadt. Wenn schon, dann muss sie von anderen geeint werden.
(2) Die UNO kuscht also vor Extremisten. Was in Ramallah und im Gazastreifen möglich war, ist in „Ostjerusalem“ nicht drin. Warum eigentlich nicht dann das Teil nach „West“-Jerusalem verlegen? Ah, das geht nicht, dann ist die antiisraelische Symbolwirkung weg. Das umständliche Herumeiern Serrys, der von „einigen Gruppen“ sprechen lässt, entlarvt ihn: Diese „einige Gruppen“ sind Terrorbanden, die ohne Rücksicht auf Verluste alles ablehnen, was ihnen nicht passt. Und während in Gaza und Ramallah die Herrschaftsgruppen noch den Daumen draufhielten, um Propagandasiege feiern zu können, wird das in Jerusalem nicht gemacht – Jerusalem ist immer ein anderer Fall.
(3) Die Araber beweisen mit ihrer „Opposition“ zu diesem Propaganda-Konzert, dass sie absolut und ausschließlich antisemitisch agieren. Für sie spielt es keine Rolle, dass Barenboim sich offen und übelst gegen Israel stellt, selbst ständig in die antisemitische Kiste greift und einseitig Propaganda gegen Israel und für die Terroristen macht. Es interessiert sie nicht, dass er „Ehrenbürger Palästinas“ ist. Für sie ist er Jude/Israeli und hat als solcher nichts im Land verloren. Gleiches gilt für die Kollaborateure seines Orchesters – Juden und Araber, die zusammen musizieren sind Symbol der Besatzung und dürfen nicht sein, auch nicht, wenn sie für die palästinensische Sache und gegen Israel streiten. Das wäre „Normalisierung“.
(4) An Jerusalem lässt sich die gesamte Propaganda offenbaren, die von Seiten der Araber in Ramallah und Gaza betrieben wird. Alles Schönreden und alle hohlen Worte gelten spätestens dann nichts mehr, wenn Jerusalem ins Spiel kommt. Hier gelten nur noch die extremsten Positionen, alles „Harmlosere“ wird verteufelt und abgelehnt.

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  1. Barenboim, J. du Pré und Pinchas Zukerman waren einst ein Traumtrio und “ihre” Beethoven Triosonaten eine einzige musikalische Offenbarung… Jahrelang war es “dieser” Barenboim, der mir vor Augen stand, wenn von ihm die Rede war. Anfänglich hielt ich seinen “Diwan” für eine wundervolle Angelegenheit, heute möchte ich nur noch spucken… Wenn ein Mann wie er schon nicht gegen den grassierenden Antisemitismus im Gewand der Israelkritik vorgeht, sollte er doch wenigstens schweigen und nicht auch noch die Sache des antisemitischen Pöbels vorantreiben und diejenigen mit Argumenten “versorgen”, die eh zu Israels “besten Freunden” gehören und nur darauf warten den Dolch auch zum Einsatz zu bringen, den sie schon lange mehr oder weniger sichtbar “im Gewande” tragen…

  2. Es ist immer wieder bedrückend, wie Prominente, seien es nun Musiker, Schauspieler, Schriftsteller usw. usf. immer wieder Gelegenheit bekommen ihre zum Teil sehr kruden politischen Anschauungen wirkungsvoll einer Öffentlichkeit zu präsentieren, unter wesentlicher Teilnahnme der Medien. Dadurch wird der Eindruck zu erwecken versucht, teilweise gelingt es sogar, dass diese Menschen auch in der dargestellten politischen Frage eine Kompetenz haben, die ihnen aber zweifellos nur für ihr eigenes Fachgebiet, in diesem Fall die Musik, gegeben ist.

    Barenboim ist ein guter Musiker. Wie er als Mensch ist, weiss ich nicht. Als Politiker ist er eine Katastrophe. Aber er hat aauf Grund seiner Prominenz einen ziemlichen Einfluss.
    Es ist gut, das dies hier in aller Ausführlichkeit dargestellt wurde.
    Mir geht es dabei wie Rika. Das Orchesterprojekt, gemeinsames musizieren von Israelis und PA-arabern hielt ich für eine gute Sache.
    Aber auch eine an sich gute Sache wird zur schlechten Sache, wenn sie politisch missbraucht wird.

    —————————————–

    Ein anderes, mit einer kleinen Bemerkung in diesem Beitrag erwähntes Thema veranlasst mich zu einer Nachfrage:

    “Die katholische Kirche, die heute schwer damit beschäftigt ist die jüdische und freie Existenz des Staates Israel zu bekämpfen,”

    Gibt es für diesen Kampf belastbare Belege? Mir ist nicht bekannt, dass der Papst oder irgendeine Dikasterie (das sind die “Ministerien” des Vatikans) des Vatikans sich entsprechend geäußert hat. Mit “die katholische Kirche” kann ich nichts anderes verstehen, als den Vatikan.
    Es geht also nicht um irgendwelche Verlautbarungen örtlicher Bischöfe, z.B. in Jerusalem oder anderswo und schon garnicht um Verlautbarungen von Bischöfen der Piusbruderschaft oder ähnlicher Gruppierungen, denn die sind nicht “die katholische Kirche”.
    Es geht auch nicht um Antisemitismus, der eventuell, ich weiß es nicht, möchte es aber auch nicht in Abrede stellen, unter den Gläubigen der Katholischen Kirche stärker verbreitet ist, als unter der übrigen Bevölkerung.

    • Lieber Paul, hier hätten wir so etwas:

      http://heplev.wordpress.com/2012/11/27/aus-dem-vatikan-zu-gaza-israel-ist-ein-baby-killer/

      Von Ulrich Sahm habe ich weiteres Material über einen (deutschen) Bischof bekommen, das ich noch bearbeiten muss.
      Und wenn eine Gruppe (deutsche) Bischöfe in den Nahen Osten reist und dann nur auf Israel einprügelt, während sie vollstes Verständnis für die Terroristen haben oder vorgeben, der arabische Terror sei eine Randerscheingung, die Israel veschuldete und an der Terrorführer keinen Anteil haben, dann frage ich mich, was von Seiten des Vatikans getan wird, um diesen Tendenzen und Fakten der deutschen Abteilung der Kirche etwas entgegenzusetzen.


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