Gaza-Mythen platzen lassen – leichter, als Sie glauben

3. August 2012 um 15:03 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Nahost-Konflikt, Palästinenser | 9 Kommentare
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Alexander Kogan, the algemeiner, 5. Juli 2012

„Der größte Feind der Wahrheit ist sehr oft nicht die Lüge – bewusst, erfunden und unehrlich – sondern der Mythos – hartnäckig, überzeugend und unrealistisch.“ Ich weiß nicht genau, woran John F, Kennedy dachte, als er dies sagte, aber ich denke, diese Worte passen perfekt zu der unbehaglichen Lage, in der wir in Israel uns derzeit befinden. Wir leben in einer Welt, in der Stock und Stein unsere Knochen im allgemeinen unsere Knochen nicht so stark brechen können, auch wenn die Steine durch „Qassam“- und „Grad“-Raketen ersetzt werden. Wir haben unsere Reaktion darauf – Dank Gott und der IDF. Doch Worte, Lügen und moderne Mythologie haben sich in weit effektivere Waffen gegen den Staat Israel verwandelt, der kein Verteidigungssystem der Art Eiserne Kuppel standhalten kann.

Diese Waffen werden tagtäglich von unseren Feinden unterschiedlicher Ausrichtung eingesetzt – von hirnverbrannten Linken bis zu Islamofaschisten – und haben sich in ein eigenes Markenzeichen verwandelt. Es ist schwer einen Mythos zu bekämpfen, selbst wenn er völlig unrealistisch ist, wie Kennedy herausstellte. Die Menschen sind heutzutage zu faul, selbst eine kurze Erklärung anzuhören oder zu lesen, die natürlich viel länger ist als der Mythos oder die Lüge selbst.

Und es braucht viel mehr Zeit die Wahrheit aufzudecken und zu formulieren, die die Möglichkeit haben könnte das Zeugs zu aufzulösen, das den Menschen durch die Medien eingetrichtert wurde. Da gibt es z.B. die Story der deutschen Dichterin und antiisraelischen Aktivistin Irena Wachendorff, die ihren „Dienst in der IDF“ während des ersten Libanon-Krieges erfand. Sie behauptete, ihr Vater sei Jude und floh 1936 nach England und ihre Mutter überlebte Auschwitz. Der Jerusalem Post und Jennifer Pyka – einer investigativen Journalistin aus München – gelang die Entdeckung, dass diese erfolgreiche Israel-Hasserin keine Jüdin ist und ihr Vater in Wirklichkeit ein Wehrmachtsoffizier, was vielleicht ihre auch innige Unterstützung für die Hamas im Gazastreifen erklären kann.

Es hatte allerdings zwei Jahre gedauert, diese Informationen auszugraben, während Wachendorff daran arbeitete Israel Jahrzehnte lang zu verleumden, wobei sie sich durch ein komplett gefälschtes Erbe – „IDF-Militärdienst“ und „jüdische Eltern“ – „schützte“. Und es wird noch einige Zeit brauchen, bis ihre wahre Identität genügend Leuten rund um den Globus bekannt wird, damit ihre Worte als betrügerisch und giftig betrachtet werden.

Doch nicht alles in diesem Kampf gegen antiisraelische Mythologie ist derart schwierig. Es gibt einige Schlachten, die leicht zu gewinnen sind, wenn sie denn gekämpft werden. Vor mehreren Tagen stolperte ich über eine arabische Internetseite, die für schicke Erholungsreisen in den Gazastreifen wirbt. Nein, ich habe stehe nicht unter Medikamenteneinfluss und ich rede von genau demselben Gazastreifen, der von den Palästinenser als „das größte Konzentrationslager auf der Erdoberfläche“ bezeichnet wird, als „das Ghetto des palästinensischen Leids“ und „Das Auschwitz unserer Tage“.

Der auf Arabisch geschriebene und am 18. Juni veröffentlichte Artikel hat Bilder! Jede Menge Illustrationen der Infrastruktur, die verzweifelt für ein voll funktionsfähiges Todeslager gebraucht wird – sie wissen schon, das übliche Zeugs: Fünf-Sterne-Hotels, feudale Malls und Einkaufszentren, protzige Restaurants und gepflegte Strände mit Rennbooten. Jau – können sie gleich hier überprüfen.

Man sagt, ein Bild ist mehr als 1000 Worte wert? Nun, schaut selbst nach, Leute!

Wie kann das zum Zerschlagen von Mythen genutzt werden? Oh, das ist einfach und irgendwie wohlfeil, verglichen mit anderen, weniger effektiven Möglichkeiten. Jeder auf Google, Yahoo oder anderen Suchmaschinen gesponserte Link, der etwas zu „Palästinensern“, „Gaza“, „israelischer Apartheid“, „zionistisches Regime“, „besetzte Gebiete“ usw. finden soll, sollte zu dieser Seite führen. Das wäre ohne allzu viel Aufwand zu leisten und auf diese Weise sollte das eine der meist besuchten Seiten zum Gazastreifen werden, die die „furchtbare Geschichte des tragischen palästinensischen Leides“ erzählt.

Wir können der Sache helfen, indem wir eine ins Englische übersetzte Kopie der Seite schaffen. Sie könnte den Tourismus im Gazastreifen ankurbeln und wer weiß: Vielleicht werden sie sich dort plötzlich entscheiden, dass mit dem Tourismus Geld zu verdienen weit mehr Spaß macht als Raketen zu schießen. Nun, hier träume ich vermutlich, aber wenigstens eins ist gewiss: Den Mythos des „palästinensischen Ghettos“ kann man platzen lassen.

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9 Kommentare »

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  1. Israel hat alle Kriege gewonnen.
    Nur einen leider nicht: den Propagandakrieg.
    Habe mal irgendwo gelesen, dass Israel lange Jahre davon ausgegangen ist, dass sich die Wahrheit von alleine durchsetzt und sich deshalb aus dem Propagandalkrieg raus gehalten.
    Leider war das ein fataler Irrtum.
    Das hat man jetzt erkannt und den Propagandakrieg aufgenommen. Es ist aber so, dass Israel, weil es das Rennen so spät begonnen hat, den Lügen der PA-Araber hoffnungslos hinterher hechelt.
    Es ist auch so, dass sich Lügen in kurzen Statments leicht verbreiten lassen.
    Die Wahrheit dagegen muss relativ umständlich und langatmig dargestellt werden.

    Lügen lassen sich leichter verbreiten als die Wahrheit, sie sind auch leichter zu begreifen.

    Es ist so wie mit dem einen faulen Apfel in einer Kiste mit guten Äpfeln.
    Was passiert?
    Lege mal einen guten Apfel in eine Kiste mit faulen Äpfeln.
    Was passiert?

  2. Den Link dieses Artikels von all den Lügen über „das größte Konzentrationslager auf der Erdoberfläche“ habe ich zu den bereits von mir im Laufe der Zeit gesammelten Links hinzugefügt. Kürzlich zeigte ich sie einer Bekannten, die mal wieder über die armen verhungerten Palästinenser klagen wollte und mir die Wahrheit nicht abnahm. Zuerst dachte sie an eine Verwechslung bzw. bewußte optische Täuschung. Sie wollte mir nicht abnehmen, dass all diese Bilder tatsächlich in Gaza und Umgebung aufgenommen wurden und es dort Luxusgüter, genug Waren und Obst/Gemüse ausreichend zu kaufen gibt. Sie schüttelte lange den Kopf darüber, weshalb in den Medien darüber nichts berichtet wird. Wir führten ein langes Gespräch und ich hoffe, sie wird künftig Nachrichten der Palästinenser nicht einfach mehr ungeprüft glauben. Jedenfalls war sie richtig entsetzt, weil die Palästinenser über die Zustände in Gaza öffentlich solche Lügen verbreiten können, ohne dass diese zurechtgerückt werden, und sie bisher darauf hereingefallen ist.
    Margot

  3. “Wir können der Sache helfen, indem wir eine ins Englische übersetzte Kopie der Seite schaffen.”

    Dann sollten Sie bitte nicht nur davon reden, sondern die englische Übersetzung ganz schnell folgen und nach Möglichkeit noch beglaubigen lassen. Dies deshalb, weil sonst von Seiten der sog. “Israelkritiker” die Unterstellung kommt, dass es sich dabei um jüdische Propaganda handele.
    Es wäre dies nicht das erste mal, dass das das Verlinken offizieller israelischer Seiten, z.B. der COGAT-Seite, damit abgetan wurde, das sei ja eh nur Judenpropaganda! Die Gegner habens eigentlich recht einfach; sie plärren nur “Popaganda” und schon brauchen sie weder den Inhalt der Seiten zur Kenntnis zu nehmen noch sich argumentativ damit auseinander zu setzen.
    Schauen Sie sich an, was auf den Eröffnungsbeitrag eines pro-israelischen users mit einem Link zu der Seite von Claudio Casulo hier http://politik-forum.eu/viewtopic.php?f=12&t=31864 an Dummheit, Hass und Unflat ausgekübelt wurde und wird!

    • Das wird wohl vergebliche Liebesmüh’ bleiben. Diese Irren werden nichts, aber auch gar nichts akzeptieren.
      Dennoch wäre ich sehr dafür, wenn jemand es übersetzt. Leider kann ich nicht Iwrit/Hebräisch.

  4. Vielleicht interessiert in diesem Zusammenhang auch jene Kollektion zum Thema: http://israelkompetenzkollektion.wordpress.com/2012/05/23/realitaten-hinter-den-headlines-der-humanitaren-krise-in-gaza/

    • Ich habe euch nicht umsonst in der Linkliste stehen. :)


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