Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (12.-18.08.2012)

18. August 2012 um 22:01 | Veröffentlicht in Jerusalem, Nahost-Konflikt, Palästinenser, USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 12.08.2012:

Die ägyptische Armee hat bei der Jagd auf Terroristen in El-Arish 7 Terrorverdächtige getötet. Der terroristische Anschlag auf die UNO-Truppen vom Morgen soll sich rund 30km südlich von El-Arish ereignet haben.
Terroristen haben eine Polizeistation in El-Arish mit Maschinenwaffen und Panzerfäusten angegriffen. Die Polizisten schossen zurück. (Weitere Informationen sind derzeit noch nicht verfügbar.)

Montag, 13.08.2012:

Die meinen das natürlich nicht ernst – Schlagzeile von Press TV (Iran): Iran- Krieg: Countdown zu Israels Untergang.

Auch das ist nur unbedeutendes Gerede: Hochrangiger iranischer Kleriker sagt, „Arabischer Frühling“ kündigt das Ende Israels an: „Die Nationen der Region, die Diktatoren gestürzt haben, haben auch die Macht das zionistische Regime auszulöschen.“ (Wetten, dass das wieder ein Übersetzungsfehler ist?)

Ein führender Hisbollah-Scheik tönt: Israel hat Angst vor uns und unseren Raketen, weil wir mit ihen alle israelischen Siedlungen treffen können. „Alle Siedlungen“…

Ein Trupp Flottillen- und Flytilla-Anarchisten wollen ein „Bus-in“ veranstalten  – Sammlung in Jordanien und dann mit dem Bus auf nach Bethlehem, wo sie eine Einladung zu einer Konferenz haben. Die Einreise müsste dann über die Allenby-Brücke erfolgen, die von Israel kontrolliert wird.

Dienstag, 14.08.2012:

Der ägyptische Präsident Morsi will das Camp David-Abkommen mit Israel ändern – damit „Ägypten volle Souveränität im Sinai“ erhält. (Sprich: Sicherheitsvorkehrungen beseitigen, um Israel besser angreifen zu können.)

Die PalAraber verkünden, wenn es Forderungen gibt, Juden auf dem Tempelberg beten zu lassen, dann ist das „Hetze“.

Der Iran fordert von den muslimischen Staaten, sie sollten einen Vertrag „zur Verteidigung Palästinas und der heiligen Quds“ unterschreiben. Damit der Terror auf jeden Fall verewigt wird und alle auf die Endlösung verpflichtet werden. Der Teheraner Kriegsminister schickt gleich hinterher: Die Befreiung von Al-Quds kann nicht über Kompromisse mit dem zionistischen Regime erreicht werden. (Also: Physische Vernichtung ist das Einzige, was gilt.)

Mittwoch, 15.08.2012:

Der moderate Friedenspartner legte wieder los: Die Juden in Judäa und Samaria trainieren wilde Keiler, die arabische Bäume ausreißen. (Der zionistische Angriffszoo ist wieder aktiv!)

Wie üblich: Hanan Aschrawi wirft Israel vor mit den „Siedlungen“ in „Ost“-Jerusalem die Zweistaatenlösung zu zerstören. (Dass die PalAraber etwas zur Lösung beitragen könnten, ist für sie inakzeptabel.)

Donnerstag, 16.08.2012:

Zum Laylat al-Qadr kamen am Dienstag mehr als 400.000 Muslime zum Beten auf den Tempelberg. (WAFA will sogar ein halbe Million Beter gezählt haben.)

Liebesbotschaft aus dem Iran: Khamenei verspricht, dass das „zionistische Regime“ von der Landkarte verschwinden wird.

Eine bisher unbekannte Terrorgruppe, die sich „Salafistische Sinai-Front“ nennt, beansprucht die Verantwortung für die wiederholten Angriffe auf die Gas-Pipeline im Sinai und Raketenangriffe aus dem Sinai auf Eilat.

Die Polizei in Jerusalem hatte versprochen, dass der Tempelberg nur am Dienstag und Mittwoch für Juden gesperrt sein sollte. Doch er war auch Donnerstag noch nicht zugänglich. Die Polizei hatte Sorge wegen eines „unerwarteten Ereignisses“.

Freitag, 17.08.2012:

Meldungen, auf dem Tempelberg würden 400.000 bis 500.000 Menschen zum Gebet erwartet, dürften Enten sein, weil so viele Menschen gar nicht dort hinpassen, wie Elder of Ziyon ausgerechnet hat, sondern höchstens 150.000. (Damit sind auch Meldungen von Ma’an und WAFA verbreitete Meldungen der Besucherzahlen von dieser Woche dürften damit auch hinfällig sein.)

Man könnte jetzt unangenehme Fragen nach Diskriminierung von Juden stellen: Nachdem PA-Araber im Gush Etzion durch einen Molotowcocktail auf ihr Taxi verletzt wurden, hat die Armeeführung Zusatzpatrouillen angeordnet.

Auch aus Washington kommen Töne, die man bei versuchtem Judenmord vermisst (mit etwas Glück äußert sich der Superpräsi bei erfolgreichem Judenmord, aber nicht ganz so kräftig und nicht ohne die Aufforderung an Israel, keine Überreaktion zu begehen – was wiederum in diesem Fall den PalArabern nicht aufgedrückt wird): „Die Vereinigten Staaten verurteilen den gestrigen Anschlag auf ein palästinensische Taxi in der Westbank auf das Allerschärfste.“

Hassan Nasrallah will wohl wieder nur etwas spielen oder Maulheldentum beweisen – ernst meint er es bestimmt nicht: „Wir werden den Israelis das Leben zur Hölle machen.“

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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