Es geht nicht um „Palästina“, es geht um Israel

22. August 2012 um 15:13 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Geschichte, Nahost-Konflikt | Hinterlasse einen Kommentar

Das größte Missverständnis

FresnoZionism, 12. August 2012

Das größte Einzelmissverständnis zum Konflikt zwischen Israel und seinen Nachbarn besteht im Glauben, es ginge um die Palästinenser. Eine Begleiterscheinung ist die Vorstellung, einen Palästinenserstaat zu schaffen wäre ein Schritt in Richtung Frieden.

Sich auf die Beziehungen zwischen Israel und den Palästinenser zu konzentrieren dreht den Konflikt auf links. Fakt ist: Er wird von der absoluten Ablehnung eines jüdischen Staates im Nahen Osten durch alle muslimischen Staaten der Region getrieben, die bis in die Anfänge des Zionismus zurückgeht, vor die Zeit der Gründung des Staates Israel, vor die Entwicklung eines besonderen palästinensischen Nationalismus und lange vor den Krieg von 1967.

Diese Ablehnung fand sich in religiösen Prinzipien und ethnischem Hass und ist im Verlauf der Jahre von verschiedenen Parteien – Muslimführern, den Nazis, britischen Kolonialisten und den Sowjets – aggressiv genährt und hat eine mythische Geschichte entwickelt, deren Folge darin besteht, dass die Ehre der muslimischen Staaten und die Reinheit des Landes nur durch die Ausrottung der jüdischen Souveränität wiedergewonnen werden kann.

Eine riesige Menge antiisraelischer Propaganda und psychologischer Kriegsführung, von der ein Großteil durch den sowjetischen KGB geführt wurde, verstärkten den Konflikt. In der arabischen Welt werden Dinge wie die Protokolle der Weisen von Zion, die Meinung, Israel oder das internationale Judentum hätten 9/11 begangen (um es den Arabern zuzuschieben) und zahlreiche Anschuldigungen, die Westler als „verrückt“ bezeichnen würden, als unstrittige Wahrheiten akzeptiert.

Seit 1967 hat die internationale Linke – besonders auch jüdische und israelische Linke die palästinensische Sache übernommen und den historischen Mythos der Gründung Israels als ethnische Säuberung einer palästinensischen Nation akzeptiert. Sie sind zwar nicht so leichtgläubig wie die Araber, aber die Linke ist bereit fast jeden Vorwurf über israelische Misshandlung von Palästinensern zu glauben, einschließlich Geschichten über Massaker, die Ermordung palästinensischer Kinder usw.

Sowohl Muslime wie auch die Linke sind hinreichend von antijüdischer und antiisraelischer Gehirnwäsche beeinflusst, bis zu dem Punkt dass sie nicht in der Lage sind Informations-Input zum Thema rational auszuwerten. Israel ist für sie der Teufel.

Für diejenigen unter uns, die noch einen offenen Verstand haben, ist die die Erklärungskraft der Vorstellung, dass die Basis des Konflikts die Existenz eines jüdischen Staates ist und nicht das Fehlen eines palästinensischen, offensichtlich.

Die arabischen Staaten sind den palästinensischen Araber gegenüber historisch unfreundlich gewesen. Während des Unabhängigkeitskrieges ermutigten sie die Araber zur Flucht aus von Israel gehaltenem Gebiet. Nach dem Krieg unterdrückten sie den palästinensischen Nationalismus in ihren Territorien, außer insofern als Guerillas gegen Israel genutzt werden konnten. Die ägyptische Herrschaft über den Gazastreifen war besonders brutal und repressiv. Arabische Staaten außer Jordanien gaben den Palästinensern niemals ihre Staatsbürgerschaft und in einigen Fällen (z.B. dem Libanon und Saudi-Arabien), erlegten ihnen Einschränkungen zum Wohnort, Arbeitsplatzwahl und Bildung, die nur mit dem Begriff Apartheid beschrieben werden können. Jordanien und der Libanon kämpften Minikriege gegen die PLO und Kuwait und Saudi-Arabien vertrieben die Palästinenser nach dem Golfkrieg.

Hätten die arabischen Staaten eine Palästinenserstaat in den Gebieten gewollt, hätten sie 1948 – 1967 einen gründen können. Doch das war (fast) das Letzte, das sie wollten! Stattdessen bekämpften sie jede Initiative zur Integration der palästinensischen Flüchtlinge, damit sie sie besser als Waffen gegen Israel benutzen konnten.

Selbst die Palästinenserführung schlug bekanntlich die Möglichkeit der Souveränität aus – 1938, 1947, 2000/2001 und 2008. Sie erzählen uns, die Angebot waren nicht gut genug – sie logen zum Inhalt des Angebots von Camp David, wie der US-Unterhändler Dennis Ross berichtet – man sollte doch denken, dass ein Volk, das nach einem Staat dürstet, jedes Angebot annehmen würde, selbst wenn es ursprünglich weniger war als man sich erhofft hatte (wie es die Juden taten).

Diese Fakten verblüffen, wenn man glaubt, dass der Konflikt auf der „Notwendigkeit“ eines Palästinenserstaates gründet. Doch die Verblüffung verschwindet, wenn man begreift, dass sich alles um die Existenz eines jüdischen Staates dreht.

Kein technokratischer Kompromiss, der einen Palästinenserstaat schaffen würde, während ein jüdischer bestehen bleibt, ist jemals für die Palästinenser akzeptabel gewesen. Derzeit kommen sie weiter mit Vorbedingungen an, die verhindern, dass Verhandlungen stattfinden. Warum? Weil sie wissen, dass Israel keinem Selbstmord zustimmen wird. Lieber das nehmen, was sie einseitig von der UNO bekommen können.

Heute kommen die gegen Israel ins Feld geführten Streitkräfte kommen in erster Linie aus dem Iran und dessen Stellvertreter Hisbollah, sowie von einem syrischen Regime, das mehr und mehr vom Iran unterstützt wird. Die iranische Propaganda legt natürlich Lippenbekenntnisse für die Palästinenser ab, konzentriert sich aber hauptsächlich auf die Vorstellung, dass der Zionismus vernichtet werden muss und nicht, dass Palästina gegründet werden müsse. Es ist selbstverständlich, dass wenn der Iran seinen Raketenkrieg gegen Israel beginnt, palästinensische Araber auf beiden Seiten der Grünen Linie in Gefahr sein werden.

Wenn in den Gebieten ein Palästinenserstaat geschaffen würde, wären weder die arabischen Staaten und der Iran noch die Palästinenser zufrieden. Mahmud Abbas von der PA hat gesagt, dass er in diesem Fall bei der UNO und vor internationalen Gerichten weitere Ansprüche gegen Israel stellen wird – wegen des Rückkehrrecht usw. Verfechter der Boykott-De-Investitionen-Sanktionen (BDS) haben ebenfalls klar gemacht, dass nur das Rückkehrrecht und die Entzionisierung Israels ein Grund wären ihr Tun abzublasen. Und die Hisbollah behauptet, dass Israel immer noch libanesisches Gebiet „besetzt“ hält, selbst nachdem die UNO die Grenze sorgfältig abgesteckt hat.

Es geht nicht um „Palästina“, es geht um Israel.

About these ads

Hinterlasse einen Kommentar »

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder einen kostenlosen Blog – auf WordPress.com!. | The Pool Theme.
Entries und Kommentare feeds.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 518 Followern an

%d Bloggern gefällt das: