Ramadan: Der islamische „heilige Monat“ der Unterdrückung von Christen

29. August 2012 um 13:47 | Veröffentlicht in Islam+Islamismus, Islamstaaten | Hinterlasse einen Kommentar
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Raymond Ibrahim, Investigative Project on Terrorism, 24. August 2012

Der Monat Ramadan, der vorige Woche zu Ende ging, erwies sich als ein Monat einerseits erneuert als muslimischer Frömmigkeit und andererseits erneuerter Unterdrückung nicht muslimischer Minderheiten. In Nigeria zum Beispiel wurden islamische Militante den Erwartungen gerecht, dass der „Ramadan ein Monat des Jihad und Todes für Allah ist“, womit bewiesen wurde, dass Christen zu töten sich nicht nur auf christliche Feiertage – wie Weihnachten und Ostern, wenn Militante Bombenanschläge auf Kirchen verüben und Dutzende töten – beschränkt, sondern während des islamischen Ramadan besonders anzuwenden ist.

Gewöhnlich hat jedoch die mit dem Ramadan verbundene Unterdrückung mit der muslimischen Wahrnehmung zu tun, dass Christen „ihren Platz nicht kennen“ – entweder, weil sie offen Dinge tun, die Muslimen im Ramadan verboten sind oder weil sie es wagen dem Widerspruch zu leisten, was Muslime während ihres heiligen Monats tun.

Wenn es um diese Aspekte des Dhimmitums geht, bietet Ägypten in der Vergangenheit wie der Gegenwart zahllose Beispiele und zwar einfach deshalb, weil dort die größte christliche Minderheit zu Hause ist, die Kopten; das bietet mehr Gelegenheiten dafür, dass das intolerante Gesicht des Ramadan sich offenbart. Hier folgen zwei Beispiele:

Erstens: Nach Angaben koptischer Internetseiten fuhr am 27. Juli ein Diabetiker in Ägypten in seinem Auto in Maadi, einem Vorort im südlichen Kairo, als er enorm Durst bekam, „den er nicht ertragen konnte“ (ein Nebeneffekt von Diabetes, der von Ägyptens Juliwetter noch verschärft wurde). Er hielt an einem öffentlichen Wasserspender und begann Wasser zu trinken. Bald gingen drei Vorbeigehende auf ihn zu, um sich zu erkundigen, warum er Wasser trinkt (eines der vielen Dinge, die Muslimen bei Tageslicht im Ramadan verboten sind). Der Diabetiker antwortete: „Weil ich Christ und krank bin“, woraufhin sie ausriefen: „Du bist auch noch Christ!“, und in gnadenlos zu schlagen. Andere Vorbeigehende begannen sich um zu versammeln, um zu sehen, was los war, aber niemand griff zugunsten des nicht muslimischen Diabetikers ein, bis es ihm gelang zu seinem geparkten Auto zu stürzen und zu fliehen.

Obwohl ihm nicht verboten ist Wasser zu trinken, verletzte dieser ungläubige Christ ein Prinzip des islamischen Ramadan, was als großer Affront gilt und entsprechend bestraft wird. Diese Vorstellung, dass Nichtmuslime Respekt für islamische Bräuche zeigen müssen, ist weit verbreitet. Um dieselbe Zeit, zu der diese Geschichte stattfand, wurde ein christlich-libanesische Sängerin zur Polizei gebracht, weil sie in Algerien in der Öffentlichkeit rauchte und „den Muslimen keinen angemessenen Respekt entgegen brachte“. Sie wurde entlassen, nachdem die Polizei warnte, „ihr sei nicht erlaubt im muslimischen Algerien in der Öffentlichkeit zu rauchen, auch wenn sie Christin ist“.

Bei der zweiten Geschichte aus Ägypten geht es um einen jungen christlichen Arzt, maher Rizkalla Ghali, auf den von randalierenden Muslimen – darunter leicht zu identifizierende Salafisten – geschossen wurde, was den Verlust eines Auges und den wahrscheinlichen Verlust des anderen zur Folge hat. Nach Angaben von Watan Voice leben die Täter eine Etage tiefer und schossen regelmäßig in die Luft, wenn sie während sahur (der Zeit vor der Morgendämmerung, wenn es Muslimen erlaubt ist die Dinge zu tun, die ihnen bei Tageslicht verboten sind, darunter Essen, Trinken und Sex) feierten. Eines nachts war der Lärm derart unerträglich, dass der Kopte sie aus seinem Fenster heraus ansprach und ihnen sagte, ihr Tun sei für die Kinder und Alten störend.

Ihre Reaktion war „seine Religion zu beleidigen“ und das Feuer auf ihn zu eröffnen, wodurch er schwer entstellt wurde. Die Muslime versuchten dann die Tür aufzubrechen, um den christlichen Haushalt anzugreifen und zu plündern. Obwohl die Familie Anzeige bei der Polizei stellte, „haben die Sicherheitskräfte absolut nichts gegen die Täter unternommen“. Gleichermaßen lehnten mehrere Krankenhäuser es ab den geblendeten Christen aufzunehmen; das Kasr-Krankenhaus nahm ihn schließlich an.

Diese Geschichte ist fast mit dem identisch, was einer Familie in der Türkei um dieselbe Zeit widerfuhr. Nach Angaben von Hurriyet Daily News wurde das Haus einer alewitischen Familie „von einem wütenden Mob mit Steinen beworfen und ihre Ställe abgebrannt“, weil sie „einem Ramadan-Trommler sagten, er möge sie nicht zum sahur wecken, der Mahlzeit vor dem Sonnenaufgang“; das führte zu einer Auseinandersetzung. Nachdem örtliche Muslime die Frechheit der Familie herausfanden, sammelte sich „ein Mob von rund 60 Personen“ um das Haus ein, warf mit Steinen, setzte den Stall in Brand und skandierte islamische Sprüche, darunter „Allahu akbar“. „Sie kamen, um uns zu lynchen“, erklärte ein Familienmitglied und „sagten uns, wir sollten abhauen und drohten uns zu töten, wenn wir das nicht tun“.

Die Anekdoten oben demonstrieren den krassen Gegensatz zwischen dem Westen und der muslimischen Welt bezüglich der Auffassung, religiösen Minderheiten gegenüber während der Feiertage der dominierenden Religion „sensibel“ zu sein: Während fast jedes Jahr Geschichten kommen, dass im Westen Weihnachten unterdrückt wird, um muslimischen Empfindlichkeiten entgegen zu kommen, werden in der muslimischen Welt Christen selbst unterdrückt, um muslimischen Empfindlichkeiten entgegen zu kommen.

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