Aus Schweden – mit Hass

4. September 2012 um 15:02 | Veröffentlicht in Europa+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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Ilya Meyer, Times of Israel (blogs), 27. August 2012

Götheborg (Schweden) – Die Estelle ist ein schwedisches Schiff, das Richtung Küste von Gaza fährt, Teil des zumeist mit öffentlichen Geldern finanzierten „Ship to Gaza“-Propagandaprojekts.

Am Samstag, 18. August fand in Stockholm und Malmö, der drittgrößten Stadt Schwedens, gleichzeitig eine gefährliche Demonstration statt: Menschen gingen mit Kippot auf die Straße.

Und diesen Sonntag, 2. September, wird es parallele Kundgebungen zur Unterstützung Israels, der Demokratie und der Wahrheit in Stockholm und Schwedens zweitgrößter Stadt, Götheborg, geben. Was verbindet sie?

Alles. Ship to Gaza behauptete der „humanitären Krise im Gazastreifen“ ein Ende setzen zu wollen. Seine fanatischen, virulent antiisraelischen Kollaborateure aus Schweden verweigern Kommentare zur Tatsache oder auch nur zuzugeben, dass der Gazastreifen von der Hamas selbst wegen seiner Fünf-Sterne-Hotels, verschwenderischen Einkaufszentren, Schwimmbädern mit Olympiastandard, von der Kritik gefeierten Restaurants und wundervollen Stränden (wenn diese auch von der Hamas patrouilliert werden, um den züchtigen islamischen Dresscode durchzusetzen – wenn auch nur für weibliche Badende) als luxuriöses Reiseziel für arabische Touristen vermarktet wird. Die Wahrheit ist ein unangenehmes Hindernis für Propaganda. In der Tat hat das Rote Kreuz vor mehr als einem Jahr unzweideutig erklärt, dass es im Gazastreifen keine humanitäre Krise gibt. Die Erklärung des Roten Kreuzes wird vom palästinensischen starken Mann Mohammed Dahlan bekräftigt, der sagt, Gaza „fehlt es an nichts“ – und er sollte es besser wissen als eine Gruppe finanziell gut ausgestatteter Verschwörungstheoretiker, die weit weg in Stockholm leben.

Belagerung der Wahrheit

Unter Missachtung von Wahrheit, Logik und Fakten legte die Ship to Gaza-Crew in Schweden ab, um das Hamas-Regime zu unterstützen und zu brechen, was sie Israels „Belagerung“ des Gazastreifens nennen. Natürlich ist die „Belagerung“ der von den Hamas-Terroristen geführten Enklave nicht total: Israel lässt alle legalen Importe von Lebensmitteln, Medikamenten, Baumaterial, Treibstoff usw. in den Gazastreifen durch und lässt eine zunehmende Anzahl Einwohner des Gazastreifens zu Behandlungen in Krankenhäusern in Israel ausreisen – Fakten, die die schwedische Ship to Gaza-Crew bequemerweise ignoriert.

Was Ship to Gaza tatsächlich befördert, ist Hass. Hass, der so heftig ist, dass es als gefährlich, sogar lebensgefährlich angesehen wird auf den Straßen Schwedens unterwegs zu sein und eine Kippa zu tragen. Man kann als Sikh einen Turban tragen, als Muslima einen Hijab, als Christ ein Kreuz, aber wehe dem Juden, der eine Kippa oder einen Davidstern trägt. Das lädt zu Angriffen ein. Nicht durch Neonazis oder weiße Rassisten, sondern durch Einwanderer aus muslimischen Ländern. Deshalb die gerade erfolgte öffentliche „tragt Kippa“-Demonstration, an der aus Solidarität mit der traditionell starken schwedischen Begriffe von Demokratie, gleichem Respekt für alle und einer offenen Gesellschaft viele Nichtjuden teilnahmen.

Juden fliehen aus Malmö

Viele mögen es als Hetze gegen die Gesellschaft werten, wenn Bürger die Notwendigkeit verspüren auf den Straßen zu paradieren, um ihr Existenzrecht einfordern. Es sollte Politiker und die Medien veranlassen ein wenig in sich zu gehen. Stattdessen nimmt die antisemitische Aura in Teilen von Schweden derart überhand, dass das Simon Wiesenthal Center vor kurzem den beispiellosen Schritt unternahm eine Reisewarnung für Malmö auszugeben, weil vom umstrittenen linken Bürgermeister Ilmar Reepalu weiter angefachte islamistische Stimmungen die Juden der Stadt zwingen en masse zu fliehen. In der Tat ist die Lage so Besorgnis erregend, dass US-Präsident Obamas Sonderberaterin zu Antisemitismus, Hannah Rosenthal, zu Gesprächen mit dem unbußfertigen Bürgermeister der Stadt nach Malmö geschickt wurde.

Aus genau diesem Grund werden in Stockholm und Götheborg am Sonntag Kundgebungen abgehalten. Das sind keine Demonstrationen gegen etwas oder jemanden, sondern nur Kundgebungen zur Unterstützung Israels, der Demokratie und der Wahrheit.

Israel, Demokratie und Wahrheit – drei Dinge, die für die Ship to Gaza-Schweden ein Gräuel sind; sie werden bald vor der Küste Israels ankommen. Wie schon zuvor, vor allem als das türkische Schiff Mavi Marmara unter heftigen Angriffen durch seine hardcore-islamistischen „Friedensaktivisten“ geentert und nach Israel umgeleitet wurde, hat Israel erklärt, dass der Estelle nicht gestattet werden wird in Gaza anzulegen, sondern sie nach Israel umdirigiert wird, um die von der UNO genehmigte Blockade aufrecht zu erhalten. Israel wird jegliche humanitäre Fracht weiterleiten, die das Schiff für den Gazastreifen mitführen wird. Abgesehen davon ist sie ein jämmerlich kleines Schiff, das nicht in der Lage ist mehr als ein paar Autoladungen an Fracht mitzuführen. Vergleichen Sie das mit den mehr als 1.200 LKW-Ladungen, die Israel jede Woche in den Gazastreifen transferiert. Die Estelle befördert keine Ladung humanitärer Hilfe, sondern eine Fracht Menschenrechts-Saboteure, die dem antisemitischen Hamas-Regime Hilfe leistet.

Ungesund vom jüdischen Staat besessen

Schweden ist ein Land, in dem die politisierte Kirchenführung – anders als die Mehrheit ihrer Mitglieder – fanatisch antiisraelisch ist und oft ans Antisemitische grenzt. Ein Blick auf ihre „Hilfs“-Organisation Diakonia offenbart keine Hilfe für die belagerten Christen in Bethlehem oder Gaza oder koptische Christen in Ägypten oder massakrierte Christen in Pakistan – sondern nur eine Obsession mit antiisraelischen Taten und Empfindungen.

Abgesehen von ein paar Ausnahmen sind die schwedischen Medien träge, vorurteilsbehaftet, massenkompatibel, prinzipienlos und faktenscheu, weil sie Angst haben, diese könnten ihren vorgefassten Vorstellungen stören. Schwedens größte Boulevardzeitung, Aftonbladet, brachten eine nicht belegte Story, die IDF würde palästinensische Araber töten und für einen makabren, aber lukrativen Handel ihre Organe ernten. Sie gab nie eine Rücknahme, auch keine Entschuldigung für diesen mittelalterlichen Ritualmord-Vorwurf ab.

Kundgebung für Israel

Das ist das Klima der Indoktrination, in dem naive, gut meinende Schweden aufgezogen werden. Es ist hier, wo die Ship to Gaza-Kollaborateure ihre geistige Nahrung, ihre Finanzen, ihre Unterstützung gewinnen. Schweden sind nicht von Natur aus antisemitisch, auch nicht inhärent anti-israelisch. Verzerrende Medien, die sich durch einen ungesunde Hingabe3 an den Konsens selbst zensieren, eine stark politisierte Kirchenführung und Politiker, die am Alter der politischen Korrektheit beten – all das hat geholfen eine Situation zu schaffen, in der das Tragen einer Kippa in der Öffentlichkeit gefährlich ist, in der das Schwenken der israelischen Flagge und nicht gegen irgendjemanden oder irgendetwas, sondern sich für Demokratie und Wahrheit auszusprechen eine massive Anwesenheit höchst lobenswerter, aber politisch lahm gelegter Polizeikräfte erfordert.

Schweden im Spätsommer 2012: Zuhause genährter Hass und sein Export nach Gaza auf der Estelle, während Demokraten sich Kippa tragend unter Polizeischutz auf die Straße begeben. Das ist ein trauriges Bild.

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